Alexander Iwanowitsch Bastrykin

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Alexander Bastrykin (2013)

Alexander Iwanowitsch Bastrykin (russisch Алекса́ндр Ива́нович Бастры́кин; * 27. August 1953 in Pskow) ist der Chef des Ermittlungskomitees der Russischen Föderation.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bastrykin schloss 1975 die Universität Leningrad ab; er studierte gleichzeitig mit Wladimir Putin. Danach verfolgte er eine wissenschaftliche und pädagogische Tätigkeit innerhalb der Leningrader (später Petersburger) Universität sowie der KPdSU.

2007 wurde von Putin das Untersuchungskomitee des Büros des Generalprokurors eingeführt, das jedoch de facto unabhängig war vom Generalprokuror; Bastrikyn wurde der erste Vorsitzende des Komitees.

2009 wurde Bastrykin verletzt beim Bombenanschlag auf den Newski-Express zwischen Moskau und Sankt Petersburg. Die zweite Bombe sollte auf die Untersuchungsbehörden zielen, die den ersten Anschlag untersuchten.

Im Jahr 2012 bedrohte Bastrykin einen Journalisten der Nowaja Gaseta scherzhaft mit dem Tod und meinte, er selbst würde dann den Mord untersuchen.

Im Sommer 2012 wurde er vom Blogger Alexei Nawalny eher ironisch beschuldigt, ein Doppelagent und Spion für die NATO-Staaten zu sein, nachdem Nawalny in eigener Wohnung Videoüberwachungseqiupment gefunden hat das er den Untergebenen von Bastrykin zugeordnet hat.[1] Zuvor entdeckte Navalny öffentlich zugängliche Dokumente der Tschechischen Republik, die bewiesen, dass Bastrykin zwischen 2007 und 2009 eine Aufenthaltserlaubnis für Tschechien besessen hat und dort über seine tschechische Firma Wohneigentum erwarb.[2] Problematisch dabei ist der Umstand, dass Beamte in seiner Position laut russischem Gesetz (auch im Ausland) keine Firmen besitzen dürfen. Die oben genannte Firma wurde auch bei der Steuererklärung Bastrykins nicht aufgeführt, was dem Tatbestand der Steuerflucht nahekommt und auch sonstige russische Gesetze, die das erlaubte Einkommen der russischen Beamten regeln, verletzt. Zuvor hatte Bastrykin die Untersuchungsbehörden kritisiert, nicht gegen den Oppositionellen Nawalny vorgegangen zu sein und eine frühere Untersuchung fallengelassen zu haben.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Welt: Putin Gegner Nawalny findet Kamera und Wanze in Wohnung. In: Welt Online. 6. August 2012. Abgerufen am 15. Mai 2016.
  2. TAZ: Mit allen Mitteln mundtot machen. In: taz.de. 31. Juli 2012. Abgerufen am 15. Mai 2016.