Alexander Krohn

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Alexander Krohn (* 1971 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Musiker, Schriftsteller und Künstler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Krohn war von 1987 bis 1989 als Gitarrist der Punkband Background Teil der jungen Pankower Anarchoszene. 1988 war Alexander Krohn maßgeblich in die Ossietzky-Affäre an seinem Gymnasium verwickelt.[1] Ab 1989 unternahm er weltweite Reisen. Seit 1992 war er Kopf der Berliner Band Britannia Theatre, die bis 1997 3 Alben und 2 Singles veröffentlichten.[2][3][4][5] Am 30. Mai 1995 fand die Premiere des Kunstfilms Red Trafic Lights von Britannia Theatre im Berliner Tränenpalast statt.[6] Er arbeitete weiterhin u. a. mit den Musikern, Literaten und Künstlern Bruno Adams, Hugo Race, Phil Shoenfelt, Bert Papenfuß, Thomas Kapielski, Florian Günther, Marc Groeszer, tarwater zusammen. 1999 erfolgte die Gründung des Plattenlabels Distillery, bei dem 2000 sein erstes Solo-Album "Thunder Songs" erschien. Seit 2002 publiziert Distillery auch Bücher. Seitdem arbeitete Krohn in verschiedenen Musikprojekten (Horsemen, Majong) und komponierte Hörspielmusiken.

2003 veröffentlichte er sein zweites Solo-Album Chowringhee Blues, welches er in verschiedenen Studios weltweit aufnahm, beispielsweise in Kalkutta, Bangkok, Perth, Kuala Lumpur und Sanremo.[7] Er war Initiator der Konzerttournee Aktion Kohlenberta durch Jordanien, Palästina, Libanon und Syrien. Seit 2005 organisierte er verschiedene Kunstausstellungen. 2006 interviewte er mit Evamaria Haupt die palästinensischen Organisationen PPP, PFLP, DFLP, Fatah, Hamas und Islamischer Dschihad. Seit 2006 ist er zusammen mit Kai Pohl Begründer der Epidemie der Künste und Herausgeber der Zeitschrift floppy myriapoda. 2004 bis 2007 belegte Krohn ein Philosophiestudium an der Humboldt-Universität Berlin.[8] 2013 erschien das Album Dear Mister Singing Club mit Bernd Jetstream und Ronald Lippok. Neben seiner Tätigkeit als Verleger und Musikproduzent betätigt sich Alexander Krohn in Berlin als Künstler, Schriftsteller, Musiker und Philosoph.

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Astrachan. Alexander Krohn und Bert Papenfuß in Plauderton und Lokalismus. telegraph-surrogate Bd. 3, Berlin 2003.
  • Felsenstern. Handbuch für Maultrommler. Mit Zeichnungen von Eiko Kimura. Distillery, Berlin 2003.
  • Blaue Jeans Grün. Gedichte. Distillery, Berlin 2005.
  • Die rote Käthe. Gedichte. Distillery, Berlin 2005.
  • Anfassen ist nicht. Verlag Peter Engstler / Distillery; Ostheim / Berlin 2006.
  • Gedichte die einer schrieb nachdem er mit Royal Jordanian aus dem achten Stockwerk nach Laos flog. Gedichte. Eigenverlag, Berlin 2006.
  • Fensterschrade. Distillery, Berlin 2006.
  • Schönhauser Allee. Berlin-Roman. Eigenverlag, Berlin 2006.
  • 30 Brinkmanns in Arabien. Gedichte. Eigenverlag, Berlin 2006.
  • ich frida kahlo. Gedichte. Eigenverlag, Costarainera, Italien 2006.
  • for ever. ausgesuchte gedichte 2001–2006. Hrsg. v. Bert Papenfuß. Gutleut Verlag, Frankfurt am Main / Weimar, 2007.
  • du und ... Gedichte. Ausgewählt von Bert Papenfuß. Edition Rothahndruck, Berlin 2007.
  • alle keine namen. Gedichte 2007–2009. Ausgewählt von Bert Papenfuß. Karin Kramer Verlag, Berlin 2009.
  • Center Shock. Gedichte 2009–2010. Verlag Peter Engstler, Oberwaldbehrungen, 2010
  • Ohrstäbchen in der Kathedrale. Kurzprosa. Mit Zeichnungen von Hanka Schalinski. Moloko plus, Pretzien, 2018.
  • Px. Distillery, 2020

Musik (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Britannia Theatre. two trilogies. CD. Mint Grün Platten, 1995.
  • Britannia Theatre. Red Traffic Lights. CD. Mint Grün Platten, 1996.
  • Britannia Theatre. Moos & Berge. CD. Moloko+, 1997.
  • A. Krohn & Two Horsemen. CD. Moloko+, 1998.
  • Majong. padded wagon. CD. Distillery, 2000.
  • A. Krohn. chowringhee blues. CD. Distillery, 2003.
  • A. Krohn. Terespol. 10″ Vinyl. Distillery, 2003.
  • A. Krohn i. Za. m. B. Jestram. strč prst skrz krk. EP. Moloko +, 2010.
  • Krohn Jestram Lippok. dear mister singing club. CD. Distillery, 2013.

Hörspiele (Musik)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • lartyfartypourlartyfarty – Postrealer Brutalismus 1 (mit Kai Pohl). Sibirische Zelle, Berlin 2005.
  • embedded art (m. Mohammad Bakri u. v. a.). Akademie der Künste, Berlin 2009.
  • einsilbig ist dreisilbig. Walden Kunstausstellungen, Berlin 2011.
  • WÜRDEST AUCH DU DEINE VERSTÜMMELTE FREUNDIN IM LEICHENSCHAUHAUS WIEDERERKENNEN, GENOSSE?, Zeichnungen | Objekte etc. Zwitschermaschine, Berlin 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carl-von-Ossietzky-Affäre Havemann Gesellschaft, Archiv der DDR-Opposition, gesichtet 26. Mai 2020
  2. Medley Britannia Theatre auf youtube Zusammenstellung verschiedener Songs von Britannia Theatre, abgerufen am 25. Mai 2020.
  3. Diskografie auf Discogs 3 Alben und 2 Singles, abgerufen am 25. Mai 2020.
  4. Die Pankower Band Britannia Theatre will heute abend im "Friseur" eine Party feiern: Immer für eine Überraschung gut 7. Juli 1994, Berliner Zeitung, abgerufen am 25. Mai 2020.
  5. Diskografie auf Parocktikum Geschichte und Diskografie von Britannia Theatre, abgerufen am 25. Mai 2020.
  6. Premiere von Red Traffic Lights Virtuose Delittanten TAZ 1995, Thomas Winkler, abgerufen am 25. Mai 2020.
  7. verschiedene Studios für ein Album Discogs, abgerufen am 25. Mai 2020.
  8. Biografie Alexander Krohn Galerie Walden, abgerufen am 25. Mai 2020.