Alexander Nikolajewitsch Nesmejanow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Alexander Nikolajewitsch Nesmejanow, 1980

Alexander Nikolajewitsch Nesmejanow (russisch Александр Николаевич Несмеянов, englische Transkription Aleksandr Nesmeyanov, * 9. September 1899 in Moskau; † 17. Januar 1980 ebenda) war ein sowjetischer Chemiker, der sich mit der Metallorganischen Chemie befasste.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nesmejanow erwarb 1922 seinen Abschluss in Chemie an der Lomonossow-Universität, war dort ab 1930 Dozent, ab 1934 ordentlicher Professor und 1948 bis 1951 Rektor. Zwischen 1939 und 1954 leitete er dort das Institut für Organische Chemie und ab 1935 das Labor für metallorganische Chemie am Institut für Organische Chemie der Akademie der Wissenschaften. Er war 1954 der Gründer und bis 1980 der Direktor des Instituts für Element-Organische Verbindungen der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften, das später nach ihm benannt wurde.

Nach ihm ist die Nesmejanow-Reaktion[1] zur Metallisierung von Aromaten (Umsetzung von Diazoniumsalzen mit Metallhalogeniden) benannt. Er untersuchte Metall-Alkene und -Alkine sowie Metallocene, ihre Kinetik und Stereochemie.

Zudem befasste er sich mit Anwendungen wie der Entwicklung künstlichen schwarzen Kaviars, aber auch in der Schädlingsbekämpfung, Pharmazie und Antiklopfmittel bei Benzin.

Er war Mitglied der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften (ab 1939 korrespondierendes und ab 1943 volles Mitglied) und 1951 bis 1961 deren Präsident. 1958 wurde er Mitglied der Leopoldina[2] und 1960 der American Academy of Arts and Sciences, außerdem war er Mitglied der Royal Society. Vier Jahre später erhielt er die Lomonossow-Goldmedaille. 1969 und 1979 war er Held der Sozialistischen Arbeit.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pötsch, Artikel Aleksandr Nesmejanov in Lexikon bedeutender Chemiker. Nicht in Ji Jack Li, Name reactions, Springer 2009 und nicht in John Andraos, Named organic reactions.
  2. Mitgliedseintrag von Aleksandr N. Nesmejanov bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 28. Januar 2016.