Alexander Onufrijewitsch Kowalewski

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Kowalewski (rechts) mit Antoine Fortuné Marion

Alexander Onufrijewitsch Kowalewski, russisch Александр Онуфриевич Ковалевский, lettisch Aleksandrs Kovaļevskis, (* 7. Novemberjul./ 19. November 1840greg. in Vārkava bei Daugavpils, heute Lettland; † 9. Novemberjul./ 22. November 1901greg. in Sankt Petersburg) war ein russischer Zoologe. Er gilt als Begründer der komparativen Embryologie und experimentellen Histologie in Russland.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kowalewski studierte an der Universität Heidelberg Medizin und wurde an der Universität Sankt Petersburg promoviert. Er war ein Schüler von Ernst Haeckel. 1868/69 wurde er Professor in Kasan, ab 1869 in Kiew, ab 1874 in Odessa und ab 1891 an der Russischen Akademie der Wissenschaften und Professor an der Universität in Sankt Petersburg (1891–1893).

Er zeigte, dass alle Tiere als Embryonen durch ein Gastrulations-Stadium gehen, was damals die Darwinsche Evolutionstheorie unterstützte, die er wesentlich in Russland förderte. Davor war die Gastrulation vor allem bei Wirbeltieren untersucht worden. Haeckel [1] hebt in diesem Zusammenhang die Entdeckung Kowalewskis von 1866 hervor, dass die Gastrulations-Entwicklung bei primitiven Wirbeltieren wie dem Lanzettfisch ähnlich abläuft wie bei Manteltieren (Seescheide). Er erkannte die Bedeutung der Chorda dorsalis für die Stammgeschichte und schlug die Zusammenfassung von Tieren mit Chorda zu Chordatieren vor.

1890 wurde er in die Russische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. 1896 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Kowalewski entstammte einer adligen polnischen Familie, er war der Sohn von Onufri Ossipowitsch und Polina Petrowna Kowalewski. Er ist der Bruder des Paläontologen Wladimir Onufrijewitsch Kowalewski.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Entwicklungsgeschichte des Amphioxus lanceolatus, 1867
  • Embryologische Studien an Würmern und Arthropoden, 1871

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernst Haeckel: Die Welträthsel, Kapitel 4