Alexander Otto (Unternehmer)

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Alexander Otto (* 7. Juli 1967 in Hamburg) ist ein deutscher Wirtschaftsmanager und Stifter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Otto ist der jüngste Sohn des Hamburger Versandhausgründers Werner Otto und dessen dritter Ehefrau Maren.

Nach Abitur und Studien in Oxford und Harvard sowie beruflichen Stationen in den USA trat er 1994 in das Familienunternehmen ein. Seit 2000 ist er Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) der ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG mit Hauptsitz in Hamburg, die gewerbliche Großimmobilien entwickelt, umsetzt, vermietet und betreibt.[1] Das Unternehmen ist im Besitz der CURA Vermögensverwaltung, einer Holding-Gesellschaft der Familie Otto.[2]

Alexander Otto ist ebenfalls Mitglied im Aufsichtsrat der Otto Group, dessen Vorsitzender sein Halbbruder Michael Otto ist. Ferner ist er in den Aufsichtsräten der Deutschen EuroShop AG, der Sonae Sierra Brasil SA in São Paulo/Brasilien und DDR Corp. in Cleveland/USA sowie im Beirat der Peek&Cloppenburg KG Düsseldorf tätig.

Otto fungierte als Chairman des Advisory Boards des Urban Land Institute (ULI) Europe und hielt bis Oktober 2015 den Vorsitz des International Council of Shopping Centers (ICSC) Europe. Er ist Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Lebendige Stadt, die von der ECE maßgeblich getragen wird. 2006 rief er die nach ihm selbst benannte Alexander Otto Sportstiftung ins Leben, deren Ziel die nachhaltige Förderung des Breitensports, aber auch des Leistungssports in seiner Heimatstadt Hamburg ist, und die verantwortlich für den Bau und Betrieb der Ende 2008 eröffneten Volksbank Arena war.[3] 2011 gründete er mit seiner Frau Dorit die Dorit & Alexander Otto Stiftung.[4] Die Stiftung unterstützt insbesondere medizinische und kulturelle Projekte, wozu die umfangreiche Modernisierung der Hamburger Kunsthalle zählt.

Von Januar 2009 an war er stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Fußballbundesligisten Hamburger SV, im Juni 2012 übernahm er den Vorsitz des Aufsichtsrates.[5] Zur Wahl im Januar 2013 trat er nicht erneut an.[6] Auf der Mitgliederversammlung des HSV am 25. Januar 2015 gab Otto bekannt, dass er dem HSV eine Spende von 10 Mio. Euro für den Bau des HSV-Campus zukommen lässt, dessen Generalplanung und Bau von ECE durchgeführt wird. Die Alexander Otto Sportstiftung ist mit 25 Prozent an der HSV-Campus gGmbH beteiligt, welche Eigentümerin des HSV-Campus ist und vermietet diesen an die HSV Fußball AG, die die übrigen 75 Prozent hält. Alle Überschüsse kommen gemeinnützigen Sportprojekten des HSV e. V. zugute.[7][8]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Otto, in: Internationales Biographisches Archiv 32/2013 vom 6. August 2013, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  • Reinhard Grindel u. a.: Ein Leben für den Sport. Festschrift zum 50. Geburtstag von Alexander Otto (= Schriftenreihe Lebendige Stadt. Band 10). Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 2017, ISBN 978-3-95542-274-5 (PDF).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Konzernabschluss der Kommanditgesellschaft CURA Vermögensverwaltung G.m.b.H. & Co., s. www.ebundesanzeiger.de
  2. Wir über uns - Management Board. ece.de. Abgerufen am 23. Juli 2012.
  3. Homepage der Alexander Otto Sportstiftung www.alexander-otto-sportstiftung.de
  4. Homepage der Dorit & Alexander Otto Stiftung www.dorit-und-alexander-otto-stiftung.de
  5. Abstimmung - Alexander Otto ist neuer HSV-Aufsichtsratsvorsitzender. In: Hamburger Abendblatt, 5. Juni 2012. Abgerufen am 14. August 2012. 
  6. HSV sucht neuen Chef für seinen Aufsichtsrat. In: Hamburger Abendblatt, 15. November 2012. Abgerufen am 22. Oktober 2013. 
  7. Hamburger SV: Otto spendet 10 Millionen Euro für Campus-Bau (Memento vom 28. Januar 2015 im Internet Archive), 25. Januar 2015, abgerufen am 25. Januar 2015.
  8. Otto schenkt dem HSV den Campus. (HA vom 26. Januar 2015)
  9. Mäzen Alexander Otto erhält DOSB-Preis Pro Ehrenamt