Alexander Sideras

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Alexander Sideras Αλέξανδρος Σιδεράς (* 18. November 1935 in Kandila, Präfektur Ätolien-Akarnanien) ist ein griechisch-deutscher Altphilologe, Byzantinist und Neogräzist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sideras leistete von 1957 bis 1958 seinen Militärdienst bei der griechischen Armee ab und studierte anschließend klassische Philologie, Philosophie und Sprachwissenschaft an der Universität Athen. Nach dem Diplomexamen vertiefte er ab 1963 seine Studien an der Universität Göttingen. 1967 wurde er bei Karl Deichgräber und Will Richter mit der Dissertation Homerismen in der Sprache des Aischylos promoviert, die 1971 unter dem Titel Aeschylus Homericus bei Vandenhoeck & Ruprecht erschien. 1968 erhielt er einen Lehrauftrag für Neugriechische Philologie am Seminar für Klassische Philologie, 1975 wurde er mit dem Aufbau einer byzantinischen und neugriechischen Bibliothek beauftragt. Mit seiner Habilitation 1984 begründete er das Fach Byzantinische und Neugriechische Philologie an der Universität Göttingen und vertrat es zunächst als Akademischer Oberrat, später als außerplanmäßiger Professor. Von 2001 bis 2005 gab Sideras zusammen mit Brita Kotrasch die Zeitschrift Göttinger Beiträge zur Byzantinischen und Neugriechischen Philologie heraus; in der begleitenden Monografienreihe Göttinger Studien zur Byzantinischen und Neugriechischen Philologie erschien ein Beitrag (Andras Rhoby: Reminiszenzen an antike Stätten in der mittel- und spätbyzantinischen Literatur, 2003). Seit der Pensionierung von Prof. Sideras im Sommer 2006 sind die Fächer Byzantinistik und Neogräzistik an der Universität Göttingen keine Studienfächer mehr. Eine Forschungsstelle für byzantinische und neugriechische Literatur ist noch vorhanden. Am Seminar für Klassische Philologie werden immer noch Neugriechischkurse für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten.

Sideras beschäftigt sich mit der griechischen Literatur und Sprache von der Antike über die byzantinische Ära bis zur Gegenwart. Er ist mit der Neogräzistin Paraskevi Sidera-Lytra verheiratet. Ihr Sohn ist der Schriftsteller und Übersetzer Agis Sideras.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kürschners deutscher Gelehrten-Kalender 2007. Saur, München 2007. Band 3, S. 3462.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]