Alexander Tschirch

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Alexander Tschirch. Photograph by Henn, 1926. Wellcome V0027271.jpg

Wilhelm Oswald Alexander Tschirch (* 17. Oktober 1856 in Guben; † 2. Dezember 1939 in Bern) war Apotheker und Professor der Pharmazie in Bern. Im Mittelpunkt seines Werkes standen Studien zur Pharmakognosie, zur Pflanzenanatomie, Untersuchungen über Anthrachinonglycoside und Beiträge zur Arzneimittelprüfung.

Lebensstationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harzgewinnung in Frankreich, Holzstich im Werk von Tschirch (1906)

In Bern widmete sich Tschirch mit großem Engagement der Erforschung und Sammlung von Harzen und anderen Pflanzenextrakten. Dabei entstand eine große Sammlung dieser Substanzen und sein zur damaligen Zeit als Standardwerk geltendes Buch Die Harze und die Harzbehälter mit Einschluss der Milchsäfte (2. und erweiterte Auflage 1906, 1268 Seiten).

Ein Großteil der von Tschirch gesammelten Werke zur Materia Medica befindet sich heute in der Historischen Bibliothek der Schweizer Pharmazie in Bern.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1890 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erlebtes und Erstrebtes: Lebenserinnerungen. Bonn, 1921
  • zus. mit Erich Stock: Die Harze. 3. überarbeitete Auflage, Band 1, 2.1, 2.2.1, 2.2.2, Berlin Bornträger, 1933-1936
  • Handbuch der Pharmakognosie. Band 1–3. Leipzig, Tauchnitz 1909-1925
    • Eduard Remy (Hrsg.): Generalregister zu Tschirchs Handbuch der Pharmakognosie. Leipzig 1927.
  • Les Problèmes modernes de la Pharmacognosie. 1911 (Digitalisat)
  • Terminologie und Systematik im pharmakochemischen Systeme der Drogen, speziell in der Kohlehydrat-o gruppe. 1911. (Digitalisat)
  • Naturforschung und Heilkunde : Rede, geh. gelegentlich des Rektorates bei der Stiftungsfeier der Universität Bern am 28. November 1908. 1909 (Digitalisat)
  • Die Harze und die Harzbehälter mit Einschluss der Milchsäfte. Leipzig (Borntraeger) 2. Aufl. 1906
  • Anatomischer Atlas der Pharmakognosie und Nahrungsmittelkunde : mit 81 Taf. Tauchnitz, Leipzig 1900 Digitalisierte Ausgabe
  • Das Kupfer vom Standpunkte der gerichtlichen Chemie, Toxicologie und Hygiene : mit besonderer Berücksichtigung der Reverdissage der Conserven und der Kupferung des Weins und der Kartoffeln / von Alexander Tschirch. Enke, Stuttgart 1893 Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  • Untersuchungen über die Sekrete. Publikationsfolge im Archiv der Pharmazie, ab 1890
  • Ueber photographische Aufnahmen in den Tropen, mit besonderer Berücksichtigung botanischer Objecte. In: Photographische Mitteilungen, Bd. 26, 1889/1890, S. 83f. und 97f.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirsten Bork: Alexander Tschirch : Eine Studie über das Leben eines wegweisenden Pharmakognosten und dessen Auffassung von Pharmakognosie mit besonderer Berücksichtigung seines Hauptwerkes (Handbuch der Pharmakognosie). Würzburg, Königshausen & Neumann 2003, ISBN 3-8260-2702-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliedseintrag von Alexander Tschirch bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 18. November 2015.