Alexander Zick

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Alexander Zick
Illustration zu Hänsel und Gretel

Alexander Zick (* 20. Dezember 1845 in Koblenz; † 10. November 1907 in Berlin) war ein deutscher Historien-, Porträt- und Genremaler sowie Illustrator.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Zick, Sohn des Malers Gustav Zick, Enkel des Malers Konrad Zick und Urenkel des Malers Januarius Zick, studierte nach 1862 an der Königlich-Preußischen Kunstakademie in Düsseldorf zunächst Bildhauerei bei August Wittig. Später wechselte er zum Fach Malerei und wurde Schüler bei Eduard Bendemann. Anschließend ging Zick zunächst nach Koblenz, bevor er ab spätestens 1864 nach Paris übersiedelte. Dort wurde er im Atelier von Alexandre Cabanel ausgebildet. Ab etwa 1870 war Zick dann in Düsseldorf ansässig.

Durch Bekanntschaft mit Ludwig Knaus ging Zick 1880 nach Berlin. Wenngleich auch weiterhin als Genre- und Historienmaler aktiv, war er bald überwiegend als Illustrator bekannt. Er fertigte Zeichnungen unter anderem für Märchen, für Familien- und Jugendzeitschriften wie etwa Die Gartenlaube, aber auch für allgemeine Literatur wie etwa für eine Ausgabe von Goethes Faust.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit seinem Vater Gustav Zick: in Ölfarben auf gehärteten Putz gemalte Bild ‘‘Der Sturm auf dem Meere‘‘ im Chorraum von St. Nikolaus in Koblenz-Arenberg.[1]
Zehn Mark 1906, Vorderseite, entworfen von Alexander Zick.

Numismatisches Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fünf-Mark-Reichskassenschein 1904, entworfen von Alexander Zick
Zehn Mark 1906, Rückseite, entworfen von Alexander Zick

Gegen Ende seines Lebens war Alexander Zick der Entwerfer von zwei deutschen Banknoten, dem Fünf-Mark-Reichskassenschein 1904[2] und dem Zehn-Mark-Reichskassenschein 1906.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Heinrich Schneideck: Alexander Zick. Mit einem Porträt, 13 Illustrationen und zwei Kunstbeilagen nach Originalen des Meisters. In: Reclams Universum 24.1, 1908, S. 608–614.
  • Zick, Alexander. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 36: Wilhelmy–Zyzywi. E. A. Seemann, Leipzig 1947, S. 478.
  • Kurt Eitelbach: Die Malerfamilie Zick. Werke aus Koblenzer Privatbesitz. Mittelrhein-Museum, Koblenz 1976
  • Gitta Ho: Zick, Alexander, in: Bénédicte Savoy / France Nerlich (Hrsg.): Pariser Lehrjahre. Ein Lexikon zur Ausbildung deutscher Maler in der französischen Hauptstadt. Band 2: 1844-1870. De Gruyter, Berlin und Boston 2015. ISBN 978-3-11-035006-7.
  • Das Erbe der Väter. Mit der Malerfamilie Zick durch zwei Jahrhunderte. Ausstellungskatalog. Koblenz, Mittelrhein-Museum, 9. Juni bis 30. September 2018. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2018, ISBN 978-3-7319-0731-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alexander Zick – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Farbabbildung.
  2. Was zwei alte Geldscheine erzählen. Reichskassenschein zu 5 Mark, 1904. Schlossmuseum Jever, abgerufen am 28. April 2016.
  3. 1845-1907 Alexander Zick. germanicmythology.com, abgerufen am 28. April 2016 (englisch).