Alexander Zick

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Alexander Zick
Illustration zu Hänsel und Gretel

Alexander Zick (* 20. Dezember 1845[1] in Koblenz; † 10. November 1907 in Berlin) war ein deutscher Historien-, Porträt- und Genremaler sowie Illustrator.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zick, Sohn des Malers Peter Gustav Zick, Enkel des Malers Konrad Zick und Urenkel des Malers Januarius Zick, studierte nach 1862 an der Königlich-Preußischen Kunstakademie in Düsseldorf zunächst Bildhauerei bei August Wittig. Später wechselte er zum Fach Malerei und wurde Schüler bei Eduard Bendemann. Anschließend ging Zick zunächst nach Koblenz, bevor er ab spätestens 1864 nach Paris übersiedelte. Dort wurde er im Atelier von Alexandre Cabanel ausgebildet. Ab etwa 1870 war Zick dann in Düsseldorf ansässig.

Durch Bekanntschaft mit Ludwig Knaus ging Zick 1880 nach Berlin. Wenngleich auch weiterhin als Genre- und Historienmaler aktiv, war er bald überwiegend als Illustrator bekannt. Er fertigte Zeichnungen unter anderem für Märchen, für Familien- und Jugendzeitschriften wie etwa Die Gartenlaube, aber auch für allgemeine Literatur wie etwa für eine Ausgabe von Goethes Faust.

Numismatisches Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

10 Mark 1906 Art Nouveau Banknote. Vorderseite entworfen von Alexander Zick.
10 Mark 1906 Art Nouveau Banknote. Rückseite entworfen von Alexander Zick
Reichskassenschein 1904, eine Jugendstil Banknote, entworfen von Alexander Zick

Gegen Ende seines Lebens war Alexander Zick der Entwerfer (Designer) von zwei deutschen Banknoten, dem Fünf-Mark-Reichskassenschein 1904[2] und dem Zehn-Mark-Reichskassenschein 1906.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thieme-Becker: Abschnitt Zick, Alexander. ISBN 3-423-05908-7
  • Kurt Eitelbach: Die Malerfamilie Zick. Werke aus Koblenzer Privatbesitz. Mittelrhein-Museum, Koblenz 1976
  • Gust. Heinr. Schneideck: Alexander Zick. Mit einem Porträt, 13 Illustrationen und zwei Kunstbeilagen nach Originalen des Meisters. In: Reclams Universum 24.1 (1908), S. 608-614
  • Gitta Ho: Zick, Alexander, in: Savoy, Bénédicte und Nerlich, France (Hg.): Pariser Lehrjahre. Ein Lexikon zur Ausbildung deutscher Maler in der französischen Hauptstadt. Band 2: 1844-1870, Berlin/Boston 2015. ISBN 978-3-11-035006-7
  • Allgemeines Künstlerlexikon. Bio-bibliographischer Index A–Z. K. G. Saur Verlag, München 2000, ISBN 3-598-23920-3, Band 10, S. 737

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alexander Zick – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gust. Heinr. Schneideck: Alexander Zick. In: Reclams Universum 24.1 (1908), S. 608-614
  2. Was zwei alte Geldscheine erzählen. Reichskassenschein zu 5 Mark, 1904. Schlossmuseum Jever, abgerufen am 28. April 2016.
  3. 1845-1907 Alexander Zick. Alexander Zick was born in Koblenz in 1845. germanicmythology.com, abgerufen am 28. April 2016 (englisch).