Alexander Zverev

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Dieser Artikel behandelt den deutschen Tennisspieler Alexander Zverev (* 1997). Zu seinem gleichnamigen Vater, dem sowjetischen Tennisspieler (* 1960), siehe Alexander Michailowitsch Swerew.
Alexander Zverev Tennisspieler
Alexander Zverev
Alexander Zverev 2014 bei den BMW Open
Spitzname: Sascha
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag: 20. April 1997
Größe: 198 cm
Gewicht: 86 kg
1. Profisaison: 2014
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Alexander Swerew
Preisgeld: 823.595 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 31:34
Höchste Platzierung: 49 (25. April 2016)
Aktuelle Platzierung: 49
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 8:10
Höchste Platzierung: 211 (25. April 2016)
Aktuelle Platzierung: 211
Letzte Aktualisierung der Infobox: 25. April 2016
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Alexander „Sascha“ Zverev (* 20. April 1997 in Hamburg) ist ein deutscher Tennisspieler. Er gilt als das derzeit größte Tennistalent in Deutschland.[1]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Zverev ist der jüngere Bruder von Mischa Zverev, der ebenfalls Tennisprofi ist. Sein Vater, der ehemalige sowjetische Tennisspieler Alexander Michailowitsch Swerew, hatte mehrere Einsätze im Davis Cup und ist derzeit Alexander Zverevs Trainer. Zverev verließ nach der zehnten Klasse die Schule, um sich ganz auf den Tennissport zu konzentrieren.[2]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen ersten großen Erfolg erzielte Alexander Zverev mit seiner Finalteilnahme 2013 im Junioreneinzel der French Open. Dort unterlag er dem Chilenen Christian Garín mit 4:6 und 1:6. Sein erstes Match auf der ATP World Tour bestritt er im Juli 2013 im Alter von 16 Jahren dank einer Wildcard beim Turnier in Hamburg, wo er in der ersten Runde Roberto Bautista Agut in zwei Sätzen unterlag.[3]

Seinen ersten großen Titel gewann Zverev 2014 in der Junioren-Einzelkonkurrenz der Australian Open mit einem klaren 6:3, 6:0 gegen den US-Amerikaner Stefan Kozlov.[2] Er bekam eine Wildcard für die Sparkassen Open 2014 in Braunschweig im Juli und gewann mit 17 Jahren als 665. der Weltrangliste sein erstes Profiturnier. Er erhielt für den Sieg 125 Weltranglistenpunkte sowie 15.300 US-Dollar Preisgeld. Gegen den 89. der Weltrangliste, Paul-Henri Mathieu, gewann er das Finale mit 1:6, 6:1 und 6:4, nachdem er zuvor bereits die Top-100-Spieler Tobias Kamke und Andrei Golubew besiegt hatte.[4] In der Weltrangliste stieg er damit auf Rang 285. Für das Turnier in Hamburg bekam er erneut eine Wildcard. Gegen Robin Haase, zu diesem Zeitpunkt 51. der Weltrangliste, gelang ihm mit 6:0 und 6:2 sein erster Sieg im Hauptfeld eines ATP-Turniers. In der zweiten Runde besiegte er mit dem an 5 gesetzten Michail Juschny erstmals einen Top-20-Spieler. Nach weiteren Siegen über Santiago Giraldo und Tobias Kamke zog er ins Halbfinale ein, in dem er gegen David Ferrer chancenlos war und 0:6, 1:6 unterlag. In Heilbronn gewann Zverev im Mai 2015 seinen zweiten Challengertitel im Einzel. Dadurch rückte er in der Weltrangliste auf Platz 85 vor und steht somit zum ersten Mal in den Top 100.[5]

Im Juni 2015 nahm Zverev zum ersten mal an der Hauptrunde eines Grand-Slam-Turniers teil. Nachdem er bei den US Open 2014, bei den Australian Open 2015 und bei den French Open 2015 jeweils in der Qualifikationsrunde scheiterte, qualifizierte er sich direkt für die Wimbledon Championships. Nachdem er sich in Runde Eins in fünf Sätzen gegen Teimuras Gabaschwili durchsetzte, schied er in der zweiten Runde gegen Denis Kudla aus. Bei den US Open 2015 scheiterte Zverev in der ersten Runde an Philipp Kohlschreiber. In der Saison 2016 erreichte er im Februar in Montpellier das Halbfinale. In der Doppelkonkurrenz erreichte er mit seinem Bruder Mischa das Endspiel, das sie gegen Mate Pavić und Michael Venus verloren. Im März debütierte er gegen Tschechien für die deutsche Davis-Cup-Mannschaft. Er verlor seine beiden Einzel gegen Tomáš Berdych (knapp in fünf Sätzen) und Lukáš Rosol (in drei Sätzen), womit Deutschland 2:3 verlor und in die Relegation muss.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250
ATP Challenger Tour (2)
ATP-Titel nach Belag
Hartplatz (0)
Sand (0)
Rasen (0)

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ATP Challenger Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 5. Juli 2014 DeutschlandDeutschland Braunschweig Sand FrankreichFrankreich Paul-Henri Mathieu 1:6, 6:1, 6:4
2. 17. Mai 2015 DeutschlandDeutschland Heilbronn Sand ArgentinienArgentinien Guido Pella 6:1, 7:67

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 4. Mai 2015 DeutschlandDeutschland München Sand DeutschlandDeutschland Mischa Zverev OsterreichÖsterreich Alexander Peya
BrasilienBrasilien Bruno Soares
6:4, 1:6, [5:10]
2. 7. Februar 2016 FrankreichFrankreich Montpellier Hartplatz (i) DeutschlandDeutschland Mischa Zverev KroatienKroatien Mate Pavić
NeuseelandNeuseeland Michael Venus
5:7, 6:74

Grand-Slam-Resultate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

angegeben ist die erreichte Runde

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2014 2015 2016 Karriere
Australian Open Q1 1R 1R
French Open Q2 Q2
Wimbledon 2R 2R
US Open Q2 1R 1R

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2015 wurde Zverev mit dem Stars of Tomorrow Award der ATP ausgezeichnet.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alexander Zverev – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dominik Hechler: Arriens: Das ist das neue deutsche Top-Talent, ran.de, 12. November 2013, abgerufen am 14. Januar 2014
  2. a b Deutschlands größte Tennis-Hoffnung triumphiert Die Welt, 25. Januar 2014, abgerufen am 25. Januar 2014
  3. Mit 16 bei den Großen FAZ.net, 16. Juli 2013, abgerufen am 25. Januar 2014
  4. Zverev gewinnt in Braunschweig ndr.de, 5. Juli 2014, abgerufen am 5. Juli 2014
  5. Zverev erstmals in den Top 100
  6. ATP zeichnet Talent Zverev aus