Alexander von Humboldt II

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Alexander von Humboldt II
Alexander von Humboldt II (3).jpg
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
Schiffstyp Stahlbark
Rufzeichen DDKK2
Heimathafen Bremerhaven
Eigner Deutsche Stiftung Sail Training
Bauwerft BVT Brenn- und Verformtechnik Bremen
Baunummer 04
Baukosten 15.000.000 Euro
Kiellegung 11. Dezember 2008[1]
Taufe 24. September 2011
Stapellauf 25. Mai 2011
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
65,05 m (Lüa)
47,24 m (KWL)
Vorlage:Infobox Schiff/Wartung/LppGroesserKWL
47,40 m (Lpp)
Breite 10 m
Seitenhöhe 6,75 m
Tiefgang max. 4,7 m
Verdrängung 992 t
Vermessung 763 BRZ / 228 NRZ
 
Besatzung 79 Mann
Maschinenanlage
Maschine Hilfsdiesel
Maschinen-
leistung
749 PS (551 kW)
Propeller 1
Takelung und Rigg
Takelung Bark
Anzahl Masten 3
Anzahl Segel 24
Segelfläche 1360 m²
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 820 tdw
Sonstiges
Klassifizierungen

DNV GL[2]

Registrier-
nummern

IMO-Nr. 9618446
STA-Segelzeichen TSG404

Das Segelschiff Alexander von Humboldt II ist eine stählerne deutsche Bark, die als Jugend- und Ausbildungsschiff im Rahmen des Sail Training eingesetzt wird. Sie ersetzte 2011 das Vorgängerschiff, die Alexander von Humboldt. Es handelt sich hierbei um den ersten Großsegler, der seit dem Bau der Barkentine Lili Marleen im Jahr 1994 in Deutschland gebaut wurde.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schiff ist als Bark getakelt. Es ist 65 Meter lang, 10 Meter breit und verfügt über 24 Segel mit insgesamt 1.360 Quadratmetern Segelfläche. Maximal 79 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren können bei entsprechender Fitness auf dem Schiff mitsegeln.[3] Als Erinnerung an das Vorgängerschiff und die Segelschiffe der Bremerhavener Rickmers Reederei ist der Rumpf wieder grün gestrichen; die ursprünglichen Pläne mit schwarzem Rumpf (in Erinnerung an die Flying P-Liner) wurden nach intensiven Diskussionen verworfen.

Eigner und Betreiber ist die Deutsche Stiftung Sail Training, die der Sail Training Association Germany angehört.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alexander von Humboldt II wurde ab 2010 bei der BVT Brenn- und Verformtechnik Bremen, einem Unternehmen der Heinrich Rönner Gruppe, gebaut. Der Rumpf des Schiffs wurde nach dem alten Entwurf des 1953 bei H. C. Stülcken Sohn in Hamburg gebauten, indonesischen Segelschulschiffs Dewaruci geplant. Am 25. Mai 2011 erfolgte der Stapelhub.[4] Die Endausrüstung fand in der BVT-Niederlassung in Bremerhaven statt. Am 24. September 2011 wurde sie durch Brigitte Rönner in Bremerhaven getauft.

Im Jahr 2013 kam die Bark wegen finanzieller Probleme aufgrund mangelnder Buchungen in die Schlagzeilen.[5]

Seit Mai 2015 führt sie wie das Vorgängerschiff grüne Segel, die von der Brauerei Beck & Co. finanziert wurden. Wie ihre Vorgängerin, die Alexander von Humboldt, wird auch die Alexander von Humboldt II als Werbeträger für die Brauerei genutzt.[6]

Schiffsbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Betriebskonzept des Neubaus bleibt gegenüber dem der Alexander von Humboldt unverändert. Eingeteilt in Sommer- und Wintertörns soll rund 340 Tage im Jahr der Stiftungszweck, nämlich traditionelle Seemannschaft zu lehren, in Segelrevieren wie Nord- und Ostsee, aber auch im Atlantischen Ozean oder der Karibik erfüllt werden. Die übrigen Tage sollen für notwendige Instandhaltungen in einer Bremerhavener Werft sowie die Ausrüstung des Schiffes genutzt werden. Eine entsprechend ihrem Einsatz an Bord qualifizierte ehrenamtliche Stammbesatzung leitet die Mitsegler, die keinerlei Vorkenntnisse benötigen, bei seemännischen Arbeiten und in den jeweils vierstündigen Wachen an. Hierzu gehören beispielsweise Tätigkeiten wie Ruder und Ausguck besetzen, Mithilfe bei Segelmanövern wie Segel setzen oder bergen oder auch die Haushaltsarbeit bei der Backschaft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alexander von Humboldt II – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kiellegung für die „Alexander von Humboldt II“ (Memento vom 30. September 2011 im Internet Archive), Pressemeldung der DSST, 12. Dezember 2008.
  2. Alexander von Humboldt II, Registereintrag, DNV GL.
  3. Jürgen Rabbel: Aus Stahl-Puzzle ist die neue „Alex“ geworden (Memento vom 8. Juli 2011 im Internet Archive), Nordsee-Zeitung, 4. Mai 2011 (PDF-Datei, 1 MB).
  4. Nordsee-Zeitung, 26. Mai 2011, nicht online verfügbar
  5. Pascal Schürmann: „Alex II“ in schwerer See, Yacht-Online, 9. Oktober 2013.
  6. Grün für die Emotionen, Kreiszeitung Syke, 29. April 2015.