Alexandra Krieger

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Ali Krieger
Alikrieger-usavden-8.20.14.jpg
Krieger (2014)
Personalia
Name Alexandra Blaire Krieger
Geburtstag 28. Juli 1984
Geburtsort Alexandria, VirginiaUSA
Größe 168 cm
Position Abwehr
Juniorinnen
Jahre Station
2003–2006 Penn State University College Team
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
2005 Northern Virginia Majestics 1 (0)
2006–2007 Washington Freedom 7 (0)
2007–2011 1. FFC Frankfurt 52 (1)
2009 → Washington Freedom (Leihe) 10 (0)
2011–2012 1. FFC Frankfurt 17 (1)
2013–2016 Washington Spirit 63 (3)
2013 → Tyresö FF (Leihe) 7 (0)
2017– Orlando Pride 48 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
USA U-23 18 (?)
2007– USA 103 (1)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 28. April 2019

2 Stand: 3. Juli 2019

Alexandra „Ali“ Blaire Krieger (* 28. Juli 1984 in Alexandria, Virginia) ist eine US-amerikanische Fußballspielerin. Die Abwehr- und Mittelfeldspielerin spielt für die Franchise der Orlando Pride und die US-amerikanische Fußballnationalmannschaft.

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004 spielte Alexandra Krieger für die Penn State University, dabei erzielte sie in 23 Spielen 3 Tore und lieferte 3 Vorlagen. Da sie als einzige Spielerin ihres Teams alle Spiele von Beginn an absolvierte, erhielt sie den Titel Big Ten Rookie of the Year.

Zur Saison 2007/08 wurde sie zusammen mit ihrer Landsfrau Gina Lewandowski vom 1. FFC Frankfurt verpflichtet, wo sie zunächst im WM-Überbrückungsturnier zum Einsatz kam. Nachdem der Ligabetrieb am 7. Oktober 2007 mit dem 3. Spieltag wieder aufgenommen wurde, stand sie zumeist in der Startelf des 1. FFC Frankfurt.

Im Spitzenspiel gegen den FCR 2001 Duisburg am 24. Februar 2008 erzielte sie in der 73. Minute ihr erstes Bundesligator per Distanzschuss zum 4:0-Endstand.

Im März 2011 löste sie ihren Vertrag in Frankfurt auf, um sich mit der Nationalmannschaft auf die WM in Deutschland vorzubereiten. Am 5. August 2011 unterschrieb sie einen neuen Zweijahresvertrag beim 1. FFC Frankfurt. Beim Sommerturnier der Theo-Zwanziger-Stiftung, am 5. August 2012, stand Krieger erstmals wieder seit ihrer Kreuzbandverletzung im Frankfurter Kader. Zum 31. Dezember 2012 löste sie ihren bis 2013 laufenden Vertrag auf, um wieder zurück in die USA zu gehen.[1]

In der Saison 2013 spielt sie in der neugegründeten National Women’s Soccer League, der höchsten amerikanischen Profiliga im Frauenfußball, für Washington Spirit.[2] Nach dem Ende der NWSL-Saison 2013 unterschrieb Krieger einen bis 30. November 2013 gültigen Leihvertrag bei Tyresö FF in Schweden[3] und debütierte dort am 21. August.

Zur Saison 2017 der NWSL wechselte Krieger zur Franchise der Orlando Pride.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krieger (Nr. 11) mit der US-Nationalmannschaft vor dem Spiel gegen England am 13. Februar 2015[4]

Beim jährlichen Vier-Nationen-Turnier in China gab Alexandra Krieger am 16. Januar 2008 gegen Kanada ihr Debüt in der Nationalmannschaft der USA und kam auch gegen Finnland zum Einsatz. Es blieb aber vorerst bei den zwei Spielen. Erst 2010 gehörte sie wieder zum Kader für den CONCACAF Women’s Gold Cup 2010 und kam auch bei den beiden Playoff-Spielen gegen Italien zum Einsatz. 2011 holte sie mit den USA den Algarve Cup und wurde in den Kader für die WM 2011 berufen. Sie stand in allen Spielen in der Anfangsformation und erreichte mit ihrer Mannschaft das Finale gegen Japan, wobei sie im Elfmeterschießen des Viertelfinales gegen Brasilien den entscheidenden fünften Treffer markierte. Im Finale gegen Japan, das die US-Girls im Elfmeterschießen verloren, wurde sie beim 1:1-Ausgleichstreffer der Japanerinnen von ihrer Mitspielerin Rachel Buehler unglücklich angeschossen, so dass der Ball vor die Füße von Aya Miyama sprang, die diese Chance konsequent ausnutzte. Im Elfmeterschießen kam sie nicht zum Einsatz.

Am 20. Januar 2012 zog sie sich während der Olympia-Qualifikation beim 14:0-Rekordsieg gegen die Dominikanische Republik einen Kreuzband- und Innenbandriss im rechten Knie zu.[5]

Nach mehr als einem Jahr Pause kam sie am 9. Februar 2013 beim Spiel gegen Schottland wieder zum Einsatz.[6]

Am 8. März 2013 erzielte sie beim 5:0 gegen China im Rahmen des Algarve-Cups ihr erstes Länderspieltor.[7]

Krieger wurde auch für den US-Kader der WM-2015 berufen. Sie kam in allen sieben Spielen zum Einsatz und wurde nur im Achtelfinale gegen Kolumbien in der Schlussphase ausgewechselt. Durch den Finalsieg gegen Japan wurde sie erstmals Weltmeisterin.

Sie gehörte ebenfalls zum Kader für das Qualifikationsturnier für die Olympischen Sommerspiele 2016, das die USA gewannen, und kam in den drei Gruppenspielen zum Einsatz. Bei den Olympischen Spielen kam sie in den Gruppenspielen gegen Frankreich und Kolumbien zum Einsatz.[8][9]

Ihren bisher vorletzten Einsatz hatte sie am 6. April 2017 gegen Russland. Sie wurde dann zwar noch für das Tournament of Nations 2017 nominiert, dort aber nicht eingesetzt und dann erstmals wieder für zwei Spiele im April 2019 nominiert.[10] Sie wurde dann beim 6:0 gegen Belgien am 7. April erstmals nach zwei Jahren Pause wieder eingesetzt. Am 1. Mai wurde sie auch für die WM 2019 nominiert.[11] Am 16. Mai wurde sie beim 5:0-Sieg gegen Neuseeland zu ihrem 100. Länderspiel eingewechselt.[12] Bei der WM kam sie in drei Spielen zum Einsatz. Im zweiten Gruppenspiel gegen Chile, als die meisten Stammspielerinnen nicht eingesetzt wurden, spielte sie über 90 Minuten. Im Halbfinale gegen England wurde sie in der 87. Minute für Kelley O’Hara eingewechselt, die sich dann im Finale verletzte, so dass Krieger für sie zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. Damit gehört sie zu den sechs Spielerinnen (zudem aus der US-Mannschaft Tobin Heath, Carli Lloyd, Alex Morgan und Megan Rapinoe sowie die deutsche Birgit Prinz), die in drei WM-Finalen standen und hat von diesen mit 255 Minuten die meisten Finalminuten.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 litt Krieger an Atembeschwerden und Herzattacken infolge einer Lungenembolie. Ihr Zustand war sehr kritisch und sie überlebte die Krankheit nur knapp. Nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus musste sie sechs Monate auf sportliche Betätigung verzichten.[13]

Seit September 2018 ist Krieger mit ihrer Teamkollegin Ashlyn Harris verlobt.[14]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alexandra Krieger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ali Krieger: „Ich war nicht mehr glücklich beim FFC“ - Fußball - FAZ
  2. ussoccer.com: NWSL Announces Allocation of 55 National Team Players to Eight Clubs (Memento vom 4. März 2013 im Internet Archive)
  3. Equalizer Soccer – Ali Krieger to join Tyresö FF after NWSL season
  4. ussoccer.com: „WNT Caps Off European Trip with 1-0 Victory against England“
  5. Ally Krieger reißt sich beim Olympia-Quali-Turnier das vordere Kreuzband und Innenband im rechten Knie (Memento vom 31. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)
  6. ussoccer.com: U.S. Women's National Team Begin Year with 4-1 Win against Scotland (Memento vom 14. Februar 2013 im Internet Archive)
  7. ussoccer.com: Krieger and Engen Tally First International Goals as U.S. WNT Defeats China PR 5-0 at Algarve Cup in Portugal (Memento vom 11. März 2013 im Internet Archive)
  8. USA 1-0 Frankreich
  9. Colombia 2-2 USA
  10. ussoccer.com: 24 Players Called for WNT Friendlies vs. Australia and Belgium in Denver & LA
  11. ussoccer.com: Meet the USA's 2019 FIFA Women’s World Cup Team
  12. ussoccer.com: USA Defeats New Zealand 5-0 In Front Of 35,761 Fans In Second Game Of Send-Off Series, Presented By Volpi Foods
  13. Mike Jones: Stats, scores and schedules. In: The Washington Post, 14. Juni 2011. 
  14. L-Mag: K-Word #293: Neues aus der Lesbenwelt, 15. März 2019, aufgerufen am 1. April 2019.