Alfred Behre
Alfred Behre (* 21. Juni 1876 in Hamburg;[1] † 23. Juni 1966[2]) war ein deutscher Lebensmittelchemiker. Er war Direktor des Chemischen Untersuchungsamtes zu Altona.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Er wurde als Sohn des Kaufmanns Conrad Adolf Behre und dessen Ehefrau Emilie geborene Hanemann in Hamburg geboren.[1] Seine Vorfahren waren Ärzte, Apotheker und Geistliche.[3] Nach dem Besuch des Realgymnasiums des Johanneums in Hamburg studierte er unter anderem an der Universität Kiel, wo er zum Dr. phil. promovierte.[4] Das Thema seiner Dissertation 1901 lautete Beiträge zur Kenntnis der O-Acylverbindungen einiger Ketonsäureester, Diketone und verwandter Körper. Während seines Studiums wurde er 1896 Mitglied der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller und war auch Mitglied der Burschenschaft Franconia Münster.[5]
1906 wurde Alfred Behre Direktor des Städtischen Chemischen Untersuchungsamtes in Chemnitz, bis er die Stelle 1924 verließ.[1] 1924–1938 war er Direktor der Chemischen Untersuchungsanstalt Hamburg-Altona[6]. Er trug den Professorentitel.
Schriften (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Beiträge zur Kenntnis der O-Acylverbindungen einiger Ketonsäureester, Diketone und verwandter Körper. Kiel 1901.
- Chemische Laboratorien und ihre neuzeitlichen Einrichtung und Leitung. Akademische Verlagsgesellschaft, Leipzig 1928.
- Kurzgefasstes Handbuch der Lebensmittelkontrolle für Lebensmittelchemiker, Verwaltungs- und Gerichtsbehörden, sowie Erzeuger, Verkäufer und Verbraucher von Lebensmitteln. Akademische Verlagsgesellschaft, Leipzig 1931.
- Chemisch- physikalische Laboratorien und ihre neuzeitliche Einrichtungen. Akademische Verlagsgesellschaft Becker & Erler, Leipzig 1942.
- Behre's Taschenbuch der Fischwarenkontrolle. Pflichte, Rechte, Kommentar. Keune, Hamburg 1948.
- Chemisch-physikalische Laboratorien und ihre neuzeitlichen Einrichtungen. Geest & Portig, Leipzig 1950.
Familie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alfred Behre heiratete Maja Halgreen, deren Vater aus Dänemark-Schweden stammte, die Mutter kam aus Westfalen. Aus der Ehe gingen eine Tochter und zwei Söhne hervor.[3]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Herrmann A. L. Degener: Degeners Wer ist’s?. X. Ausgabe, Berlin 1935, S. 87.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c World Biographical Information System. Abgerufen am 14. Februar 2025.
- ↑ A. Behre. In: Chemie - Ingenieur - Technik. Band 38, Nr. 8, 1966, ISSN 0009-286X, S. A1185.
- ↑ a b World Biographical Information System. Abgerufen am 14. Februar 2025.
- ↑ World Biographical Information System. Abgerufen am 14. Februar 2025.
- ↑ Hugo Böttger: Verzeichnis der Alten Burschenschafter. März 1912, Carl Heymanns Verlag Berlin 1912, S. 12.
- ↑ Vill: Chemisches Untersuchungsamt Altona. Abgerufen am 14. Februar 2025.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Behre, Alfred |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Chemiker |
| GEBURTSDATUM | 21. Juni 1876 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 23. Juni 1966 |