Alfred Buß

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Alfred Buß (* 6. April 1947 in Bühren, heute: Uplengen, Ostfriesland) ist ein deutscher evangelischer Theologe und war von 2004 bis 2012 Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen mit Sitz in Bielefeld.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfred Buß ist auf einem Bauernhof groß geworden. Nach dem Schulbesuch in Leer (Ostfriesland) wechselte er nach Espelkamp, wo er am Söderblom-Gymnasium Schülersprecher wurde und 1967 das Abitur ablegte. Anschließend nahm er das Studium der Theologie auf, das ihn an die Kirchliche Hochschule Bethel und die Universität Tübingen führte. In Tübingen bestand er das Erste Theologische Examen. Von 1973 bis 1975 war Buß Studienleiter im Evangelischen Studienwerk Villigst und ab 1974 berufsbegleitender Vikar in Iserlohn-Hennen. Das Zweite Theologische Examen legte er 1975 in Bielefeld ab.

Berufung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1975 bis 1988 war Buß Pfarrer der Ev. Paul-Gerhardt-Gemeinde in Unna-Königsborn; danach übernahm er den Aufbau der „Regionalen Arbeitsstelle der westfälischen Kirche für den Kirchentag im Ruhrgebiet 1991“ (RAST). Im Jahr 1992 war Buß Berufsschulpfarrer im Kirchenkreis Unna; 1994 wurde er Superintendent dieses Kirchenkreises. Im Jahr 2004 wurde Alfred Buß als Nachfolger von Manfred Sorg zum Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen gewählt und war damit leitender Geistlicher dieser Landeskirche, was dem Amt des Bischofs in anderen Landeskirchen entspricht. Als Präses war er per Amt auch Vorsitzender der Synode und des Landeskirchenamtes. Am 4. März 2012 gab er dieses Amt an seine Nachfolgerin Annette Kurschus ab. Buß ist Pate des Kinderhospiz Bethel in Bielefeld für unheilbar erkrankte Kinder.

Alfred Buß ist verheiratet mit Christa, geb. Gärtner, aus Hille-Neuenbaum. Er hat drei Kinder.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. Juni 2009 wurde Buß von der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster die Ehrendoktorwürde verliehen. Hintergrund der Auszeichnung sind seine Verdienste um einen offenen Dialog zwischen der Evangelischen Kirche und den Bildungsträgern in Westfalen sowie insbesondere die Initiierung des Evangelischen Hochschultags im Jahr 2007 in Münster.[1]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfred Buß trat für das kirchliche Projekt Zukunft einkaufen ein: „In einer Zeit sich überlagernder Krisen ist es wichtig, dass die Kirchen in Deutschland gemeinsam Wege für einen nachhaltigen Konsum aufzeigen und dabei vorbildlich vorangehen.“[2]

Heutiges Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfred Buß ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.[3] Er ist Sprecher in der Sendung Das Wort zum Sonntag in der ARD.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dialog zwischen Christentum und Bildung – Präses Alfred Buß erhält die Ehrendoktorwürde der Evangelisch-Theologischen Fakultät Pressemitteilung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
  2. DBU Projekt: Zukunft einkaufen (Memento des Originals vom 26. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dbu.de abgerufen am 4. April 2012
  3. Homepage der Stiftung >Umwelt und Entwicklung (Memento des Originals vom 19. Oktober 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sue-nrw.de abgerufen 4. April 2012
  4. Alfred Buß auf der Webseite zur Sendung Das Wort zum Sonntag abgerufen am 20. Januar 2013
VorgängerAmtNachfolger
Manfred SorgPräses der Evangelischen Kirche von Westfalen
2004–2012
Annette Kurschus