Alfred Ritter GmbH & Co. KG

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Alfred Ritter GmbH & Co. KG

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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1912
Sitz Waldenbuch, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung
  • Andreas Ronken (Vorsitzender)[1]
  • Malte Dammann[2]
  • Bernhard Kühl
  • Asmus Wolff
Mitarbeiterzahl ca. 1.550 (2018)[3]
Umsatz 480 Mio. EUR (2019)[3]
Branche Lebensmittelindustrie
Website www.ritter-sport.de
Stand: 2020

Fabrik in Waldenbuch, 2018
Das Ritter Sport-Werk in Waldenbuch

Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG ist ein deutscher Lebensmittelhersteller aus Waldenbuch in Baden-Württemberg, der durch die Schokoladenmarke Ritter Sport bekannt ist. Vorsitzender der Geschäftsführung war von 2005 bis Ende 2014 Alfred Theodor Ritter, Enkel des Unternehmensgründers Alfred Ritter senior, am 1. Januar 2015 übernahm Andreas Ronken die Führung.[1]

2020 hatte das Unternehmen im Segment der 100-Gramm-Tafeln einen Marktanteil von 22,4 Prozent auf dem deutschen Markt. Damit stand der Hersteller knapp hinter Mondelēz International und deren Marke Milka.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1912 gründeten Clara und Alfred Eugen Ritter in Stuttgart-Cannstatt eine Schokoladen- und Zuckerwarenfabrik. Die erste Schokoladenmarke des Unternehmens, Alrika (für Alfred Ritter Kannstatt), kam 1919 auf den Markt.[5] Zwischen 1920 und 1926 verdoppelte sich die Mitarbeiterzahl von 40 auf 80 Beschäftigte.

1930 zog das Unternehmen von Cannstatt nach Waldenbuch um. Zwei Jahre darauf wurde die Marke Ritter Sport eingeführt unter der Bezeichnung Ritter’s Sport Schokolade.[5]

1952 verstarb der Unternehmensgründer Alfred Eugen Ritter und sein Sohn Alfred Otto Ritter übernahm die Leitung des Betriebes.[5] 1959 starb die Firmengründerin Clara Ritter.[5] 1978 stieg die dritte Generation ins Unternehmen ein. Alfred Theodor Ritter und seine Schwester Marli Hoppe-Ritter kamen in den Beirat und Alfred Theodor Ritter übernahm 1983 den Vorsitz.[5]

1988 erweiterte sich die Geschäftstätigkeit des Vorsitzenden. Nach der Katastrophe von Tschernobyl, bei der ein Großteil der für die Schokoladenproduktion wichtigen Haselnussernte verseucht wurde,[6] stieg Alfred Theodor Ritter in den Bereich der erneuerbaren Energien ein und legte den Grundstein für die Ritter Gruppe. 2005 übernahm Alfred Theodor Ritter den Vorsitz des Unternehmens.

2012 wurden 40 Prozent des Umsatzes außerhalb von Deutschland realisiert, im Jahr zuvor waren es noch 35 Prozent gewesen.[7]

2018 erzeugte die Fabrik über drei Millionen Tafeln Schokolade täglich. Im Jahr 2019 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 480 Millionen Euro.

2020 sind die quadratischen Tafeln in mehr als 100 Länder erhältlich, im Jahr werden 70000 Tonnen Schokolade verkauft.

2020 kaufte das Unternehmen die ehemalige Mars-Produktionsstätte in Breitenbrunn im österreichischen Burgenland, inklusive der Marken Amicelli, Banjo und Fanfare.[8][9] Damit entsteht die erste Fabrik außerhalb Deutschlands.[10]

Auslandsniederlassungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG verfügt über verschiedene Auslandsniederlassungen:[11]

  • Sieben Tochtergesellschaften: Nicaragua, Italien, Österreich, Russland, Niederlande, Singapur, Vereinigtes Königreich
  • Beteiligungsgesellschaft: Dänemark
  • Produktionsstandort: Breitenbrunn, Österreich

Sortiment[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tafelschokoladen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den klassischen 100-Gramm-Tafeln wird das Sortiment regelmäßig durch saisonal angebotene Geschmacksrichtungen, Mini- oder 250-Gramm-Tafeln ergänzt. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Bio-Schokolade an.

Sonstige Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Unter der Marke Ritter werden auch die Knusperstückchen „Rum“, Schokowürfel und sogenannte „Quadretties“ angeboten.
  • Als Milka 1986 die Lila Pause einführte, konterte Ritter mit dem Riegel Ritter Sport Balloon, der aus Stücken in Ballon-Form bestand und in vier verschiedenen Sorten hergestellt wurde. Anfang der 1990er Jahre versuchte man, den Riegel nochmals in eckiger Form zu reformieren, stellte jedoch bald die Produktion wieder ein.[12]

Museum Ritter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museum Ritter

Neben dem Werk in Waldenbuch befindet sich das Museum Ritter, das sich dem Quadrat in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts widmet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 100 Jahre – 100 Fakten. Das Beste aus einem Jahrhundert Firmengeschichte, Alfred Ritter GmbH, Waldenbuch 2012. (ohne ISBN) (Im Bestand der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ritter Sport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b SPIEGEL Online: Alfred Ritter gibt Führung von Ritter Sport ab. Artikel vom 7. November 2014, abgerufen am 7. November 2014.
  2. Impressum. ritter-sport.de, Mai 2020, abgerufen am 28. Mai 2020.
  3. a b Zahlen und Fakten. ritter-sport.de, 28. Mai 2020, abgerufen am 28. Mai 2020.
  4. Stefan Mayr: Quadratisch, praktisch, mutig. Abgerufen am 20. November 2020.
  5. a b c d e RITTER SPORT – Unsere Schokoladengeschichte – Quadratisch. Praktisch. Gut. Alfred Ritter GmbH & Co. KG, abgerufen am 11. Dezember 2010.
  6. Quadratisch. Praktisch. Grün., greenpeace magazin, 4.03
  7. Ritter Sport mit Rekordumsatz. handelsblatt.com, 24. Januar 2013, abgerufen am 25. Januar 2013.
  8. Süddeutsche Zeitung: Übernahme der Produktion: Ritter Sport gönnt sich Amicelli. 26. Mai 2020, abgerufen am 27. Mai 2020.
  9. Mars verkauft Schokoladenfabrik in Breitenbrunn an Ritter. In: Die Presse > Unternehmen. diepresse.com, 26. Mai 2020, abgerufen am 28. Mai 2020.
  10. Ritter Sport: Erfolg im Quadrat. trend.at, 7. Oktober 2020, abgerufen am 20. Oktober 2020.
  11. Die wichtigsten Daten des Familienunternehmens. ritter-sport.de, 2017, abgerufen am 26. Januar 2018.
  12. (Memento des Originals vom 1. Dezember 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/schoko-riegel.com

Koordinaten: 48° 38′ 18,3″ N, 9° 7′ 24,3″ O