Alfred Weidinger

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Alfred Weidinger, 2013

Alfred Weidinger (* 3. Juni 1961 in Schwanenstadt) ist ein österreichischer Kunsthistoriker, Museumsmanager und Fotograf. Seit dem 1. August 2017 ist er Direktor des Museum der bildenden Künste Leipzig.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weidinger studierte nach einer Lehre als Uhrmacher von 1985 bis 1997 Kunstgeschichte und Klassische Archäologie an der Universität Salzburg.[2] Seine Diplomarbeit verfasste er 1992 über die Landschaftsgemälde von Gustav Klimt, seine Dissertation 1998 über das Frühwerk des österreichischen Malers Oskar Kokoschka.

1992 fand er eine Anstellung bei der Albertina in Wien und war vorerst als Kurator für die klassische Moderne gemeinsam mit Alice Strobl mit der Erstellung des Werksverzeichnisses der Zeichnungen und Aquarelle von Oskar Kokoschka beschäftigt. Mit dem Direktionswechsel 2000 wurde er Vizedirektor und Prokurist der Albertina. Gemeinsam mit Klaus Albrecht Schröder besorgte er die Umwandlung des Bundesmuseums in eine Wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts und leitete sämtliche Sanierungs- und Bauvorhaben.

Mit der Übernahme der Leitung des Belvedere in Wien 2007 durch Agnes Husslein wurde Weidinger Vizedirektor und Prokurist des Museums Österreichische Galerie Belvedere. In der Funktion des Kurators für die Kunst der Moderne war er zudem für die Organisation von Ausstellungen im In- und Ausland verantwortlich. Bis zum Ende der Amtszeit von Agnes Husslein 2016 organisierte er die fünf besucherstärksten Ausstellungen des Belvedere und des 21er-Hauses. Nach dem Geschäftsführerwechsel im Januar 2017 war Weidinger Kurator für die klassische Moderne sowie Leiter des von ihm gegründeten Research Centers des Belvedere.

Im August 2017 übernahm er die Leitung des Museum der bildenden Künste Leipzig.

Seit 1980 bereist er als freier Dokumentarfotograf Afrika und nimmt Porträtserien auf. Er fotografiert sowohl digital als auch mit Film, bevorzugt dabei Schwarz/Weiß. Sein aktuellstes Projekt war eine 3-teilige Fernseh-Dokumentation über die Könige und Stammesfürsten Afrikas. Zur 70. Wiederkehr des Datums des Massaker von Rechnitz schrieb er 2014 das Drehbuch für den Dokumentarfilm „Árpád und Géza“.

Im Juni 2019 wurde bekanntgegeben, dass Weidinger ab März 2020 neuer wissenschaftlicher Direktor des Oberösterreichischen Landesmuseums in Linz werden soll.[3]

Seine Forschungsschwerpunkte sind bildende und angewandte Kunst sowie Fotografie des 20. und 21. Jahrhunderts; zudem beschäftigt er sich intensiv mit neuen Medien. Als Museumsmanager berät er international Museen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018: Verleihung des Berufstitels Professor durch den österreichischen Bundespräsidenten.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://mdbk.de/museum/#team
  2. Museumsdirektor will Frauenquote bei Ausstellungsobjekten. In: mdr.de. Mitteldeutscher Rundfunk, 21. Oktober 2017, abgerufen am 28. Juni 2019.
  3. orf.at vom 28. Juni 2019: Alfred Weidinger übernimmt Landesmuseum; abgerufen am 28. Juni 2019