Alheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Alheim
Alheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Alheim hervorgehoben

Koordinaten: 51° 1′ N, 9° 39′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Hersfeld-Rotenburg
Höhe: 317 m ü. NHN
Fläche: 63,84 km2
Einwohner: 4882 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km2
Postleitzahl: 36211
Vorwahlen: 06623, 05664
Kfz-Kennzeichen: HEF, ROF
Gemeindeschlüssel: 06 6 32 001
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Alheimerstraße 2
36211 Alheim
Website: www.alheim.de
Bürgermeister: Jochen Schmidt (parteilos)
Lage der Gemeinde Alheim im Landkreis Hersfeld-Rotenburg
ThüringenVogelsbergkreisLandkreis FuldaSchwalm-Eder-KreisWerra-Meißner-KreisAlheimRotenburg an der FuldaCornbergNentershausen (Hessen)BebraBebraWildeckHeringen (Werra)Philippsthal (Werra)Friedewald (Hessen)LudwigsauNeuenstein (Hessen)HohenrodaSchenklengsfeldSchenklengsfeldHauneckHaunetalNiederaulaKirchheim (Hessen)Breitenbach am HerzbergRonshausenBad HersfeldKarte
Über dieses Bild

Alheim ist eine Gemeinde im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Landkreis Hersfeld-Rotenburg etwa 35 km südöstlich von Kassel und nur wenige Kilometer nordwestlich von Rotenburg an der Fulda. Sie erstreckt sich beiderseits der Fulda in das Knüllgebirge und das Stölzinger Gebirge hinein. Der in diesem Gebirge gelegene 549 m hohe Berg Alheimer gab der Gemeinde ihren Namen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 5300, wovon mehr als 2500 Personen in Heinebach, dem größten der zehn Ortsteile und wirtschaftlichem Zentrum Alheims, wohnen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alheim grenzt im Norden an die Gemeinde Morschen und die Stadt Spangenberg (beide im Schwalm-Eder-Kreis), im Osten an die Stadt Rotenburg an der Fulda, im Süden an die Gemeinde Ludwigsau (beide im Landkreis Hersfeld-Rotenburg) sowie im Westen an die Gemeinde Knüllwald (im Schwalm-Eder-Kreis).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen gingen durch Landesgesetz Baumbach, Erdpenhausen, Heinebach (bis dahin im Landkreis Melsungen), Hergershausen, Licherode, Niederellenbach, Niedergude, Oberellenbach, Obergude und Sterkelshausen am 1. August 1972 in der neuen Gemeinde Alheim auf.[2][3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1970[4] 4747
1981[4] 4534
2003[4] 5311
31. Dezember 2014 5032

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[5]

Gemeindevertretungswahl Alheim 2021
Wahlbeteiligung: 59,6 %
 %
50
40
30
20
10
0
43,5 %
35,1 %
11,3 %
10,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
−4,2 %p
−4,1 %p
−1,9 %p
+10,1 %p
Sitzverteilung in der Gemeindevertretung Alheim seit 2021
    
Insgesamt 23 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 43,5 10 47,7 11 52,3 12 48,3 13 51,9 16
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 35,1 8 39,2 9 43,6 10 46,6 13 42,3 13
FDP Freie Demokratische Partei 11,3 3 13,2 3 4,0 1 5,1 1 5,8 2
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 10,1 2
gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 27 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 59,6 59,9 57,8 68,0 70,5

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 1993 werden in Hessen die Bürgermeister für sechs Jahre direkt gewählt.[6] Bei der Wahl am 29. November 2020 wurde der parteilose Jochen Schmidt mit 53,19 % der Stimmen gewählt.[7]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2001 besteht die Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde Zandhoven in Belgien. Seit 1971 besteht eine Partnerschaft zwischen dem größten Ortsteil Heinebach und dem Ortsteil Pulle, der zwischenzeitlich zu Zandhoven gehört.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kirchen in den einzelnen Ortsteilen sind zum Teil noch mit ihren mittelalterlichen Wehrmauern erhalten.
  • Auf dem Heineberg sind Reste von Wallanlagen erhalten, die von Befestigungsanlagen aus dem 8. oder 10. Jahrhundert stammen. Bei Grabungen im Jahre 1974 wurden dort auch die Fundamente einer frühmittelalterlichen Kirche gefunden.

Rad- und Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurden themenbezogenen Rundwanderwege eingerichtet. Hier sind vor allem der Bergbauhistorische Lern- und Erlebnispfad, der Wassererlebnispfad und der kulturhistorische Rundwanderweg zu nennen. Am Rand des Ortsteils Heinebach verlaufen folgende Radwanderwege:

Beliebtes Ausflugs- bzw. Wanderziel ist der Alheimer-Turm auf dem gleichnamigen Berg im Stölzinger Gebirge.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Korwan, Landschaftsmaler (1865–1942)
  • F. C. Gundlach, Modefotograf, Kurator und erster Ehrenbürger der Gemeinde (* 1926 in Heinebach; † 2021)
  • Manfred Siebald, christlicher Liedermacher (* 1948 in Baumbach)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Alheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Hersfeld und Rotenburg (GVBl. II 330-13) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 217, § 1 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 407.
  4. a b c Alheim, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 20. Februar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  5. Ergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2021.
  6. Bürgermeister-Direktwahlen in Alheim. In: Statistik.Hessen. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im Januar 2021.
  7. Bürgermeisterwahl. Abgerufen am 23. März 2021.