Ali Baba und die vierzig Räuber (1944)

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Filmdaten
Deutscher TitelAli Baba und die vierzig Räuber
OriginaltitelAli Baba and the Forty Thieves
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1944
Länge84 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieArthur Lubin
DrehbuchEdmund L. Hartmann
ProduktionPaul Malvern
MusikEdward Ward
KameraW. Howard Greene
George Robinson
SchnittRussell F. Schoengarth
Besetzung

Ali Baba und die vierzig Räuber ist ein US-amerikanischer Märchenfilm von Arthur Lubin aus dem Jahr 1944. Der Film kam am 5. März 1948 in die österreichischen und am 13. Juni 1950 in die deutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mongolenfürst Hulagu Khan erobert Bagdad. Er fordert den Kopf von Kalif Hassan, der auf der Flucht ist. Durch einen Verrat dessen Freundes Prinz Cassim wird Hassan von den Mongolen getötet, doch Ali, der junge Sohn des Kalifen, kann mit dem königlichen Siegel den Mördern entkommen. In den Bergen beobachtet er den Räuber namens „alter Baba“ mit seinen 40 Männern, wie er seine Räuberhöhle mit dem Satz „Schließe dich, oh Sesam“ verlässt. Ali versucht diese wieder zu öffnen, was ihm mit dem Ausspruch „Öffne dich, oh Sesam“ auch gelingt. Als Baba mit seinen Räubern zurückkommt, entdecken sie in der Höhle den schlafenden Ali. Nachdem Baba das königliche Siegel erkennt, nimmt er den Jungen auf, gibt ihm den Namen Ali Baba und bestellt seinen Gefolgsmann Abdullah als Alis "Kindermädchen" ab.

Zehn Jahre später herrscht Hulagu Khan nach wie vor mit blutiger Gewalt in Bagdad. Die Räuber um Baba sind die einzigen, die Widerstand leisten. Ali Baba und Abdullah entdecken ein Lager einer mongolischen Karawane, die Hulagu Khans zukünftige Braut Amara nach Bagdad bringt. Amara ist Prinz Cassims Tochter. Im Kindesalter schworen sich Ali und Amara lebenslange Treue; allerdings weiß Ali Baba nicht, dass es sich bei dieser Frau um seine Freundin handelt. Während Abdullah fliehen kann, wird Ali Baba gefangen genommen.

In Bagdad angekommen, soll Ali Baba auf Befehl Hulagu Khans hingerichtet werden. Prinz Cassim erkennt das königliche Siegel und weiß nun, wer Ali wirklich ist. Doch die Räuber können ihn befreien und nehmen Amara als Geisel, allerdings erliegt der alte Baba seinen Verletzungen aus dem Kampf. Unverhofft taucht Amaras Sklave Jamiel vor der Höhle auf, der sich Ali Baba und seinen Männern anschließen will. Ali schickt ihn mit der Nachricht an Hulagu Khan zurück, dass er Amara gegen Prinz Cassim austauschen will. Als dieser nicht reagiert, lässt er Amara trotzdem gehen. Im Palast berichtet Prinz Cassim seiner Tochter und Hulagu Khan, dass es sich bei Ali Baba um den totgeglaubten Kalifensohn handelt. Daraufhin kündigt Amara die geplante Hochzeit mit dem Mongolenfürsten auf, der erbost droht, ihren Vater umzubringen. Schweren Herzens stimmt sie nun doch der Vermählung zu.

Ali Baba und seine 40 Räuber planen, die Mongolen am Tag der Hochzeitsfeier zu besiegen. Alis Männer sollen in Ölkrügen in den Palast geschmuggelt werden, was Prinz Cassim über eine Spionin dem Mongolenherrscher mitteilt. Doch Ali Babas Getreuen haben die Spionin ertappt und den Plan entsprechend abgeändert, und als sich in den Krügen lediglich Sand befindet, tötet Hulagu Cassim. Daraufhin eröffnen Ali Baba und seine Männer den Kampf, in dem Abdullah den Mongolenfürsten töten kann und somit Bagdads Besetzung ein Ende hat. Amara und Ali fallen sich in die Arme, während Jamiel die arabische Flagge hisst.[1]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„In bunten Farben aufwendig inszenierter Abenteuerfilm.“

„Buntes und nicht allzu anspruchsvolles orientalisches Abenteuer, das reichlich frei mit den "Erzählungen aus 1001 Nacht" umgeht. Entstanden in der Nachfolge von Alexander Kordas "Der Dieb von Bagdad", präsentiert Regisseur Arthur Lubin mit Jon Hall, Maria Montez und Turhan Bey ein Darstellertrio, das auch in zahlreichen anderen, ähnlich gearteten Filmen dieser Zeit die Amerikaner von der Realität des Zweiten Weltkrieges ablenken sollte - so auch in Lubins im gleichen Jahre entstandenem "Fluch der Tempelgötter".“

Kino.de[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eigentlich spielt der Film in Persien, doch anscheinend wegen des englischen Titels der 1001 Nacht - "Arabian Nights" -, denen die Geschichte von Ali Baba zugeordnet wird, wurde hier irrtümlich die falsche Flagge verwendet.
  2. Ali Baba und die vierzig Räuber. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  3. Ali Baba und die vierzig Räuber kino.de