Alianza Lima

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Alianza Lima
Alianza Lima.svg
Voller Name Club Alianza Lima
Gegründet 15. Februar 1901
Stadion Alejandro Villanueva
Lima, Peru
Plätze 35.000
Präsident Guillermo Alarcón Menéndez
Trainer Gustavo Costas
Homepage www.clubalianzalima.com/
Liga Primera División Peruana
2011 2. Platz
Heim
Auswärts

Alianza Lima ist ein Fußballverein aus Lima in Peru. Der Klub wurde am 15. Februar 1901 gegründet und spielt in der Primera División Peruana, der höchsten peruanischen Fußballliga.

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Vereinsfarben von Alianza sind blau-weiß. Daraus ergibt sich auch das Aussehen ihrer Heimtrikots. Das Jersey ist blau-weiß längsgestreift. Hose und Stutzen sind vollständig in blau. Das Auswärtstrikot ist unterschiedlich gestaltet. Mal in kompletten blau (ohne Streifen), mal nur weiß. Zu Ehren von Señor de los Milagros tragen die Spieler im Oktober lilafarbene Spielkleidung. In Peru wird lila oft mit Religion und Glaube in Verbindung gebracht.

Geschichte[Bearbeiten]

1901–1920: Anfangsjahre[Bearbeiten]

Alianza Limas traditionelles Dress.

Am 15. Februar 1901 wurde der Klub unter dem Namen Sport Alianza von einer Gruppe junger Männer, welche im Pferdestall Alianza des ehemaligen peruanischen Präsidenten Augusto B. Leguía y Salcedo arbeiteten, gegründet. Damals beschloss eine. Das erste Trikot des neuen Vereins war grün-weiß längsgestreift, angelehnt an die Uniformen von Pferde-Jockeys. Etwas später änderte man das Trikot und verwendete die noch heute üblichen Farben dunkelblau und weiß. Elf Jahre nach Gründung, also 1912, schloss sich Alianza der peruanischen Amateurliga an. Bereits 1918 konnte die Mannschaft ihren ersten Meistertitel feiern. Man spielte damals vor allem gegen weitere Teams aus der Hauptstadt Lima und der Hafenstadt Callao. Besonders die Partien gegen Club Atlético Chalaco entwickelten sich zu einer großen Rivalität und Beliebtheit. Von Beginn an erfreute sich der Verein großer Popularität und einer ständig wachsenden Fanzugehörigkeit.

1921–1940: Umbenennung in Alianza Lima[Bearbeiten]

Während der Anfangszeiten, in denen die Mitspieler auf Grund der wechselnden Belegschaft des Pferdestalls sowie der Ortschaften, in denen sie eingesetzt waren, häufig wechselten, beschloss der Vorstand 1928 in der Manco Capac Avenue, im Stadtteil La Victoria ein eigenes Vereinsheim einzurichten. Im selben Zug änderte man den Namen in Alianza Lima. Noch im gleichen Jahr spielte das Team erstmals gegen Federación Universitaria , welche sich später in Universitario de Deportes umbenannten. Zwischen beiden entwickelte sich eine große Konkurrenz und mit der Zeit entstand daraus das Superclásico Peruano, das größte Derby des Landes.

Die 1930er Jahre waren für den Verein sehr erfolgreich. In den Jahren 1931, 1932 und 1933 gewann der Hauptstadtklub drei Mal in Folge die nationale Meisterschaft, was noch nie zuvor einer peruanischen Mannschaft gelang. Doch 1938 folgte eine große Enttäuschung und Alianza stieg in die Zweitklassigkeit ab. Bereits zur Folgesaison stieg man wieder auf und ist seither in der ersten Liga.

1941–1980: Erfolgreiche Jahrzehnte[Bearbeiten]

Während der 1940er, 1950er, 1960er und 1970er gewann das Team zehn Ligatitel. 1963 nahm der Klub erstmals an der 1960 eingerichteten Copa Libertadores teil. Bei der ersten internationalen Teilnahme wurde man zusammen mit dem brasilianischen Klub Botafogo FR und dem kolumbianischen Verein CD Los Millonarios in Gruppe A gelost. Mit einem Sieg, einem Unentschieden und zwei Niederlagen, schaffte man es allerdings nicht sich für die Folgerunde zu qualifizieren. Im Jahr darauf gewann die Mannschaft nicht ein Spiel in der Copa Libertadores und auch in den Spielzeiten 1966 und 1972 scheiterte das Team bereits in der Vorrunde. Erst 1976 feierte der Klub erstmals den Einzug in die Zwischenrunde, schied dort aber gegen Liga Deportiva Universitaria aus Ecuador und das brasilianische Team von Cruzeiro Belo Horizonte aus. Zwei Jahre folgte das gleiche Schicksal. 1979 kassierte Alianza in der Vorrunde zwanzig Gegentore in sechs Spielen. Kein Spiel wurde gewonnen oder ein Unentschieden erreicht. Die wohl schlimmste Niederlage setzte es dabei beim 3:6 am ersten Spieltag, dem 24. Februar 1979, gegen Ligarivalen Universitario de Deportes. Einzig der bolivianische Verein Club Jorge Wilstermann in Gruppe zwei wies ein schlechteres Torverhältnis auf.

1981–1990: Magere Jahre und Totalverlust der Mannschaft bei Flugzeugabsturz[Bearbeiten]

Die 1980er Jahre waren nicht mehr so von Erfolg geprägt wie die Jahrzehnte davor. Mit Sporting Cristal kam ein weiterer starker Konkurrent, der ständig um den Ligatitel kämpfte. Zudem schnappte sich dieser gute Spieler und lockte auch einige aus dem Kader von Alianza an. 1978 gab es den letzten Meisterschaftserfolg. 1987 sah alles nach einem erneuten Titelgewinn für Alianza aus. Kurz vor Ende der Saison stand der Klub auf Platz eins in der Primera División Peruana, doch eine Katastrophe verhinderte diesen Erfolg. Am 7. Dezember des Jahres reiste die Mannschaft zum Auswärtsspiel nach Pucallpa, welches sie mit einem Tor von Carlos Bustamante gewann. Am Tag darauf flog die Mannschaft in einem Flugzeug Typ Fokker F-27 zurück nach Lima. Kurz vor der Küste stürzte es in den Ozean. Alle Spieler, Trainer und Betreuer verstarben bei diesem Unglück. Einziger Überlebender war der Pilot. Alianza beendete die Saison mit Jungspielern und geliehenen Akteuren vom chilenischen Klub CSD Colo-Colo. Zwischen beiden Teams entstand daraus eine große Fanfreundschaft. Alianza schaffte es nicht den Klub auf Rang eins zu halten und man musste dem großen Rivalen Universitario de Deportes den Vortritt lassen. Um einen Neuaufbau zu starten, reaktivierte man einige Spieler wie Teófilo Cubillas und César Cueto, um so wieder an erfolgreichere Zeiten anknüpfen zu können. 1988 sicherte sich Alianza erst spät den Klassenerhalt. In den Folgejahren regenerierte sich das Team.

1991–2000: Zurück zum Erfolg[Bearbeiten]

1997, erstmals seit 1978, gewann Alianza wieder die Meisterschaft unter dem damaligen Trainer Jorge Luis Pinto. 18 Jahre mussten Fans und Spieler auf diesen Triumph warten. In der Copa Libertadores 1998 zog man ins Achtelfinale ein, scheiterte dort aber an Peñarol Montevideo aus Uruguay nach Elfmeterschießen. 1999 feierte das Team die Vizemeisterschaft, außerdem erreichte man das Halbfinale der Copa Merconorte. Anfang des Jahres 2000 starb der damalige Mannschaftskapitän Sandro Baylón bei einem Autounfall, was den Klub ein weiteres tragisches Ereignis brachte.

2001–heute: Hundertjahrfeier und Gegenwart[Bearbeiten]

Im Jahre 2001 begannen die Feierlichkeiten zur 100-Jahr-Feier des Klubs. Im gleichen Jahr belohnte sich die Mannschaft selbst und beschenkte sich mit der Meisterschaft. 2003 und 2004 wiederholte Alianza diese Erfolge unter der Leitung von Gustavo Costas.

Ausstatter und Sponsoren[Bearbeiten]

Bisherige Trikotsponsoren[Bearbeiten]

Zeitraum Name des Sponsors
1988 Puma
1991-1992 Banco de Comercio / Banco Popular
1993-1994 América Televisión
1994-1995 Goldstar
1996-1997
2000-2001
Cerveza Pilsen Callao
1998 Banco del Progreso
1999 LG Electronics
2002 TIM
Gloria
2003 Siemens Mobile
2004 Pepsi
2005-2006 AmBev Perú / Brahma
2007-2010 Cerveza Cristal

Bisheriger Bekleidungsausstatter[Bearbeiten]

Zeitraum Ausstatter
1986-1991 Puma
1992-1994 Calvo Sportwear
1995 Polmer
1996 Adidas
1997 Kappa
1998 Penalty
1999-2003 Walon Sport
2004 Fila
2005-2009 Marathon

Stadion[Bearbeiten]

OCC-AL.JPG

Alianza trägt seine Heimspiele im Estadio Alejandro Villanueva oder " La Caldera" in Lima aus. Das Stadion hat Kapazitätsmöglichkeiten von 35.000 Zuschauern. Erbaut wurde es zwischen 1969 und 1974 von Walter Lavalleja. Um diesen Bau erst zu ermöglichen, spendete Manuel Apolinario Odría Amoretti einen Teil seines Landes. Die Eröffnung der Sportstätte war am 27. Dezember 1974. Gast im ersten Spiel war der uruguayische Vertreter Nacional Montevideo. Die Partie endete 1:1.

Erfolge[Bearbeiten]

National[Bearbeiten]

Der Verein wurde 23-mal nationaler Fußballmeister: 1918, 1919, 1927, 1928, 1931, 1932, 1933, 1934, 1948, 1952, 1954, 1955, 1962, 1963, 1965, 1975, 1977, 1978, 1997, 2001, 2003, 2004, 2006.

International[Bearbeiten]

Alianza Lima erreichte zweimal das Halbfinale in der Copa Libertadores (1976, 1978) und einmal das Halbfinale in der Copa Merconorte (1999).

  • Copa Bolivariana: 1976-II.

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

(Auswahl)

Alianzas Trainer[Bearbeiten]

(unvollständig)

Trainer Zeitraum Gewonnene Titel
PeruPeru Guillermo Rivero 1928–1934 1928, 1931, 1932, 1933
PeruPeru Adelfo Magallanes Campos 1946–1948
1954–1956
1948, 1954, 1955
PeruPeru Luis Guzmán 1952–1953 1952
BrasilienBrasilien Jaime de Almeida 1961–1966 1962, 1963, 1965
PeruPeru Marcos Calderón 1975–1976 1975
ArgentinienArgentinienUruguayUruguay Juan Hohberg 1977–1978 1977, 1978
KolumbienKolumbien Jorge Luis Pinto 1997–1998 1997
BrasilienBrasilien Paulo Autuori 2001 2001
SpanienSpanien Bernabé Herraez 2001 2001
ArgentinienArgentinien Gustavo Costas 2003–2004 2003, 2004
UruguayUruguay Gerardo Pelusso 2006–2007 2006

Alianzas Präsidenten[Bearbeiten]

Erster Präsident bei Alianza Lima, damals noch Sport Alianza, war 1901 José Carreño. Als einzige Personen waren bisher José Vásquez Benavides und Augusto Mulanovich in diesem Amt. Mulanovich hält zudem mit fünfzehn Jahren (in zwei Amtsperioden) den vereinsinternen Rekord auf diesem Posten. Zudem war er in seiner zweiten Zeit bei Alianza insgesamt elf Jahre am Stück Präsident des Klubs, was ebenfalls einen Rekord darstellt. Bisher besetzten nur Peruaner diesen Posten.

Name des Präsidenten Zeitraum
PeruPeru José Carreño 1901–1902
PeruPeru Carlos Villarreal 1903–1904
PeruPeru Esteban Manuel Aranda 1905–1906
PeruPeru Manuel Carballo 1907–1908
PeruPeru Julio Chacaltana Chacón 1909–1910
PeruPeru Foción Mareátegui 1911
PeruPeru Ricardo Pérez 1911–1914
PeruPeru Carlos Pedreschi Penisqui 1915–1918
PeruPeru Ernesto Vergara 1918–1919
PeruPeru Hipólito Venegas 1920–1924
PeruPeru Manuel Parra del Riego 1925–1926
PeruPeru Juan Bromley Seminario 1927–1931
PeruPeru Víctor Oyaque 1931
PeruPeru Juan Carbone Gardella 1931–1933
PeruPeru Adolfo Pedreschi 1934
Name des Präsidenten Zeitraum
PeruPeru Carlos Arias Schreiber 1935
PeruPeru Jorge Checa Eguiguren 1936–1940
PeruPeru Humberto Fernandini 1941
PeruPeru José Vásquez Benavides 1942–1944
PeruPeru Augusto Mulanovich 1945–1950
PeruPeru José Vásquez Benavides 1951–1960
PeruPeru Augusto Mulanovich 1961–1972
PeruPeru Luis Vargas Hornes 1972–1974
PeruPeru Enrique Zevallos Távara 1975–1982
PeruPeru Agustín Merino Tapia 1983–1989
PeruPeru Alberto Espantoso Pérez 1990–1993
PeruPeru Pío Dávila Esquenazi 1994–1996
PeruPeru Alberto Masías Ramírez 1996–2001
PeruPeru Alfonso de Souza F. 2002–2009
PeruPeru Guillermo Alarcón 2010–

Weblinks[Bearbeiten]