Alice Waters

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Alice Waters, 2007

Alice Louise Waters (* 28. April 1944 in Chatham, New Jersey) ist eine US-amerikanische Gastronomin und Mitbesitzerin des kalifornischen Restaurants Chez Panisse in Berkeley, das als Ursprungsort der California Cuisine gilt. Ihr gehört außerdem das Café Fanny in West Berkeley. Waters ist eine Pionierin der Bio-Lebensmittel-Bewegung (organic food) in den Vereinigten Staaten.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alice Waters fordert die konsequente Verwendung von frischen und gesunden Agrarprodukten, die aus der Region stammen. Gemeinsam mit Jeremiah Tower, der von 1972 bis 1978 Chefkoch im Chez Panisse war, begründete sie diesen Trend. Sie hat alleine und gemeinsam mit anderen mehrere Bücher geschrieben, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Dazu gehört das Kochbuch Chez Panisse Cooking, das sie gemeinsam mit dem damaligen Chefkoch des Chez Panisse, Paul Bertolli, verfasste. Heute fordert sie vor allem eine bessere Ernährungserziehung für Kinder. Im Rahmen dessen hat sie das Edible Schoolyard-Programm in Berkeley ins Leben gerufen.[1] Ihre Ideen für eine Esserziehung werden heute von allen Schulen im kalifornischen Gebiet von Berkeley verfolgt. In der US-amerikanischen Öffentlichkeit sind sie auf großes Interesse gestoßen.[2]

Alice Waters setzt sich vor allem dafür ein, ausschließlich Lebensmittel zu verwenden, die in der Region angebaut werden. Nach ihrer Ansicht ist der weiträumige Transport von massenpoduzierten Nahrungsmitteln schädlich für die Umwelt und führt zu qualitativ schlechteren Produkten für den Konsumenten.[3]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joan Reardon: M. F. K. Fisher, Julia Child and Alice Waters – Celebrating the pleasures of the table. Harmony Books, New York 1994, ISBN 0-517-57748-8.
  • Thomas Mcnamee: Alice Waters and Chez Panisse: The Romantic, Impractical, Often Eccentric, Ultimately Brilliant Making of a Food Revolution. Penguin Press, New York 2007, ISBN 978-1-59420-115-8, Biografie.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Glück liegt auf dem Teller. Kalifornien – Berkeley. (OT: Le bonheur est dans l'assiette. La Californie.) Dokumentarfilm, Frankreich, 2016, 25:53 Min., Buch und Regie: Philippe Allante, Produktion: Petit Dragon, Ten2Ten Films, arte France, Reihe: Das Glück liegt auf dem Teller, (OT: Le bonheur est dans l'assiette.), Erstsendung: 16. November 2016 bei arte, Inhaltsangabe von ARD.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Grassroots Revolution. In: Slow Food, 27. Oktober 2012, aufgerufen am 16. November 2016.
  2. Maureen Dowd: The Aura of Arugulance. In: New York Times, 18. April 2009, Kurzfassung.
  3. Terra Madre – Alice Waters Speaks. In: Slow Food, 9. November 2004, aufgerufen am 16. November 2016.
  4. Eric Quiñones: Princeton awards five honorary degrees. (Memento vom 9. Juni 2009 im Internet Archive). In: Princeton University, 9. Juni 2009.
  5. Meredith Brody: Alice Waters to Receive France's Highest Honor. In: SF Weekly, 4. August 2009.
  6. Ruth Reichl: The activist chef who pioneered good food for all. In: Time Magazine, 23. April 2014, mit Video, 4:13 Min.
  7. Foto: Festivaldirektor Dieter Kosslick mit Food-Aktivistin Alice Waters und Slow-Food-Präsident Carlo Petrini bei der Verleihung. In: Berlinale 2015, 8. Februar 2015.
  8. Katja Zimmermann: The Art of Simple Food – Alice Waters. In: Flavour Magazin, 9. Februar 2015, (deutsch).