Alice Weidel

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Alice Weidel im August 2016 in Wismar

Alice Elisabeth Weidel (* 6. Februar 1979 in Gütersloh) ist eine deutsche Unternehmensberaterin und Funktionärin der Partei Alternative für Deutschland (AfD).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weidel wuchs in Harsewinkel auf und machte im Jahre 1998 ihr Abitur am CJD-Gymnasium in Versmold. Sie studierte Volks- und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth und promovierte 2011 im Rahmen eines Stipendiums der Konrad Adenauer Stiftung an der Bayreuther Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.[1] Sie arbeitete unter anderem bei Goldman Sachs und Allianz Global Investors Europe in Frankfurt am Main und war sechs Jahre in der Volksrepublik China tätig. Sie arbeitet als Unternehmensberaterin für Start-Ups.[2][3]

Weidel lebt mit ihrer Lebenspartnerin und ihrem Sohn in Überlingen am Bodensee.[4][5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weidel trat 2013 in die AfD ein und wurde 2015 in den Bundesvorstand der Partei gewählt. Sie ist Mitglied der Bundesprogrammkommission und leitet den Bundesfachausschuss Euro und Währung. Sie kandidierte bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 erfolglos als Direktkandidatin für den Landtagswahlkreis Bodensee.[6] Sie kandidiert als Spitzenkandidatin der AfD Baden-Württemberg für die Bundestagswahl 2017.[7] Anfang März 2017 unterlag sie auf dem Landesparteitag in Sulz am Neckar in einer Stichwahl um den Landesvorsitz 209:224 gegen Ralf Özkara.[8]

Im Dezember 2016 äußerte Weidel in der Talkshow Menschen bei Maischberger, dass Angela Merkel „selbstverständlich“ mitverantwortlich für den Tod einer jungen Frau in Freiburg im Breisgau sei. Maischberger wurde daraufhin kritisiert, Weidel in der Sendung ein Podium geboten zu haben.[9]

Nach der umstrittenen Dresdner Rede Björn Höckes unterstützte Weidel seinen Ausschluss aus der AfD.[10]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alice Weidel: Das Rentensystem der Volksrepublik China. Reformoptionen aus ordnungstheoretischer Sicht zur Erhöhung der Risikoresistenz. (Monografie) Dissertation, Universität Bayreuth (= Schriften zur Nationalökonomie. Band 60). 1. Auflage. Verlag P.C.O., Bayreuth 2011, ISBN 978-3-941678-25-5 (249 S.).[11]
  • Der Euro ist kein Integrationsvehikel für Europa. In: Georg Rüter [et al.] (Hrsg.): Gesundheitsökonomie und Wirtschaftspolitik. Festschrift zum 70. Geburtstag von Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender. Lucius & Lucius, Stuttgart 2011, S. 188 ff.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alice Elisabeth Weidel: Das Rentensystem der Volksrepublik China : Reformoptionen aus ordnungstheoretischer Sicht zur Erhöhung der Risikoresistenz, Deutsche Nationalbibliothek, 2011.
  2. Andreas Clasen: "Mit völkischem Gerede kann ich nichts anfangen". In: Südwest Presse Online. 27. April 2016, abgerufen am 7. Januar 2017.
  3. Dagmar Pepping: Alice Weidel - Hoffnungsträgerin der AfD. In: ndr.de. 25. Juli 2016, abgerufen am 7. Januar 2017.
  4. Malte Henk: Alternative für Deutschland: Wie ich auszog, die AfD zu verstehen. In: zeit.de. 13. März 2016, abgerufen am 3. Januar 2017.
  5. Yvonne Widler: Alice Weidel: Das andere Gesicht des „Monsters“ AfD. In: Kurier. 30. Juni 2016, abgerufen am 4. Januar 2017.
  6. Bodenseekreis: Alice Weidel steht für AfD zur Wahl. In: Südkurier. 29. Oktober 2015, abgerufen am 4. Januar 2017.
  7. AfD zieht mit Alice Weidel in den Bundestagswahlkampf. In: Schwäbisches Tagblatt. 20. November 2016, abgerufen am 4. Januar 2017.
  8. Jürgen Maier: Landesparteitag: Özkara führt Südwest-AfD. In: Schwarzwälder Bote. Abgerufen am 6. März 2017.
  9. Walter Bau: Kritik an Maischberger nach Auftritt von AfD-Politikerin. In: Hamburger Abendblatt. 8. Dezember 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  10. Frank Schauka:Will der AfD-Bundesvorstand Höcke aus der Partei werfen? in: Thüringer Allgemeine, v. 23.01.2017 und Matthias Meisner:Nach Rede in Dresden AfD-Spitze rügt Höcke - aber kein Parteiausschluss, in Der Tagesspiegel vom 21.01.2017
  11. Das Rentensystem der Volksrepublik China. Swissbib-Eintrag.
  12. Gesundheitsökonomie und Wirtschaftspolitik. Swissbib-Eintrag.