Alignan-du-Vent

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Alignan-du-Vent
Alinhan del Vent
Wappen von Alignan-du-Vent
Alignan-du-Vent (Frankreich)
Alignan-du-Vent
Region Okzitanien
Département Hérault
Arrondissement Béziers
Kanton Pézenas
Gemeindeverband Communauté d’agglomération Béziers Méditerranée
Koordinaten 43° 28′ N, 3° 21′ OKoordinaten: 43° 28′ N, 3° 21′ O
Höhe 32–120 m
Fläche 17,30 km2
Einwohner 1.703 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 98 Einw./km2
Postleitzahl 34290
INSEE-Code

Alignan-du-Vent – Église Saint-Martin

Alignan-du-Vent (okzitanisch: Alinhan del Vent) ist ein Ort und eine südfranzösische Gemeinde mit 1703 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Hérault in der Region Okzitanien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Runddorf (Circulade) Alignan-du-Vent liegt in einer Höhe von etwa 95 Metern ü. d. M. etwa 25 Kilometer (Fahrtstrecke) nordöstlich von Béziers bzw. knapp acht Kilometer westlich von Pézenas. Zur Gemeinde gehört auch das Dorf Escattes.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 1.039 912 1.022 1.110 1.134 1.317

Bis in die 1990er Jahre ist die Einwohnerzahl der Gemeinde im Wesentlichen konstant geblieben. Aufgrund der relativen Nähe zur Großstadt Béziers und den auf dem Lande deutlich niedrigeren Immobilienpreisen ist in den letzten Jahren ein deutlicher Anstieg der Bevölkerungszahlen zu verzeichnen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In früheren Zeiten lebten die Bewohner des Ortes als weitgehende Selbstversorger von der Landwirtschaft, wobei neben Getreide auch Wein angebaut wurde. Daneben betrieb man ein wenig Viehzucht (Schweine, Hühner etc.). Wie in vielen Orten des Languedoc dominierte im 19. Jahrhundert der Weinbau; die örtliche Winzergenossenschaft vermarktet den hier produzierten Wein über die Appellationen Côtes de Thongue, Pays d’Herault und Pays d’Oc. Wegen der Absatzkrise von französischem Wein wird jedoch nur noch auf etwa der Hälfte der landwirtschaftlichen Flächen Weinbau betrieben; auf der anderen Hälfte werden wieder Getreide (Weizen, Mais) und Sonnenblumen angebaut.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus römischer Zeit sind mehrere Fundorte (Camp Nègre, La Prade, Le Travers, Grauzan und Saint Jean) bekannt. Im Hochmittelalter siedelten sich die Einwohner rund um die Burg (château) der Grundherrenfamilie Servian an.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tour wisigothe
  • Der alte Ortskern von Alignan-du-Vent gehört zum Typus der Circulades – Runddörfer, die aus Verteidigungsgründen um einen Kern, bestehend aus einer Burg und/oder Kirche, herum angelegt wurden und deren äußere Häuserfront als Ersatz für eine kostspielige Stadtmauer diente.
  • Im Zentrum des Ortes steht der sogenannte Tour wisigothe – ein nahezu fensterloser Wehrturm, der auf die Existenz einer mittelalterlichen Burg zurückverweist und dessen heutige Gestalt aus dem 15. Jahrhundert stammt.
  • Im Ortskern finden sich noch einige Häuser aus dem späten Mittelalter und der Renaissance.
  • Die nicht im Ortszentrum stehende Pfarrkirche (Église Saint-Martin) ist ein ursprünglich romanischer Bau, der jedoch mehrfach (13., 17. und 19. Jahrhundert) erweitert und umgestaltet wurde. Das Mittelschiff hat noch romanischen Charakter. Der Kirchenbau wurde im Jahr 1998 als Monument historique anerkannt.[1]
  • Eine im Jahr 1820 gebaute und mit einem Schöpfrad betriebene Wasserpumpe war bis zum Jahr 1960 in Betrieb. Sie diente auch als Viehtränke (abreuvoir).
  • Auf dem Platz bei der Kirche steht auf einem steinernen Sockel ein schmiedeeisernes Kreuz mit einem Hahn an der Spitze.
  • Auf einem 113 Meter hohen Hügel (puech) in der Umgebung stand eine Windmühle, von der jedoch nur noch der Stumpf erhalten ist.
  • Das außerhalb des Ortes gelegene ehemalige Priorat Saint-Martial ist zu einem Hotel umgebaut worden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alignan-du-Vent – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Église Saint-Martin, Alignan-du-Vent in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)