Alischer Burchanowitsch Usmanow

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Alischer Usmanow (2013)

Alischer Burchanowitsch Usmanow (russisch Алишер Бурханович Усманов, wiss. Transliteration Ališer Burhanovič Usmanov; * 9. September 1953 in Tschust, Usbekische SSR, Sowjetunion) ist ein russischer Unternehmer und Milliardär usbekischer Herkunft.

Usmanow ist Generaldirektor des Gazprom-Tochterunternehmens Gazprominvestholding, Miteigentümer der Metalloinwest und Eigentümer des russischen Verlagshauses Kommersant, in dem die einflussreiche Wirtschaftszeitung Kommersant erscheint.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alischer Usmanow wurde in die Familie von Burchan Usmanow, Staatsanwalt der usbekischen Hauptstadt Taschkent, und Dilbara Usmanowa, Russischlehrerin, hineingeboren. Usmanow und seine Familie zählten durch die privilegierte Stellung des Vaters als Staatsanwalt zur sozialen und politischen Elite des kommunistischen Usbekistan.[2] Er hat drei jüngere Brüder und eine Schwester[3]. Sein Geburtsort ist Tschust, doch aufgewachsen und zur Schule gegangen ist er in der Stadt Namangan.[4] Als Kind wollte er unbedingt Fußball spielen, doch wurde er aufgrund seiner starken Kurzsichtigkeit von der zuständigen Sportabteilung nicht zugelassen. In seiner Kindheit las er das Buch Die drei Musketiere und beschloss, Fechten zu lernen. Usmanow erwies sich als talentiert, denn zwei Jahre nachdem er mit dem Fechtsport angefangen hatte, war er Teil der Jugendmannschaft der Usbekischen SSR und später sogar der Nationalmannschaft der UdSSR.[5]

Zwischen 1966 und 1981 war Usmanow Mitglied des Gesamtsowjetischen Leninschen Kommunistischen Jugendverbands, in den 1970er Jahren trat er der Kommunistischen Partei bei.[6]

Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Usmanow studierte zwischen 1971 und 1976 Internationales Recht am Moskauer Institut für Internationale Beziehungen, wobei er die Aufnahme in die Kaderschmiede des sowjetischen Außenministeriums erst im zweiten Anlauf geschafft hat.[7] Seine Hartnäckigkeit begründete er mit dem Wunsch, Diplomat werden zu wollen.[8] Im Institut knüpfte er enge Kontakte zu seinem Professor Jewgeni Primakow, dem späteren Chef des Auslandsnachrichtendienstes, Außenminister und Ministerpräsidenten Russlands. Sein Kommilitone und Zimmergenosse war Sergei Wladimirowitsch Jastrschembski, der im Jahr 2000 Referent des Präsidenten Wladimir Putin wurde.[9] In einem Interview sprach Jastrschembski 2011 über die gemeinsame Studentenzeit: „Wir studierten gemeinsam fünf unvergessliche Jahre lang! Er kam aus Taschkent, in Moskau winkte ihm, genauso wie allen Zugereisten, das Wohnen im Studentenheim. Aber kurz vor dem zweiten Studienjahr waren wir schon dicke Freunde, so dass ich ihm anbot, in unsere Wohnung umzuziehen. Die Freundschaft zwischen unseren Familien dauert bis heute an.“[10]

Danach arbeitete Usmanow in der Akademie der Wissenschaften der UdSSR, beim Zentralkomitee des Komsomol Usbekistans und wurde schließlich Generaldirektor des Außenhandelskomitees der sowjetischen Propaganda-Organisation Komitee zur Verteidigung des Friedens in Taschkent.[11]

Verfahren, Inhaftierung und Rehabilitierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. August 1980 wurde Usmanow zusammen mit Bachadyr Nasymow, Sohn des stellvertretenden KGB-Chefs von Usbekistan, und Ilcham Schaikow, Sohn des usbekischen Landwirtschaftsministers, vom Militärtribunal des Militärbezirks Turkestan (mit Sitz in Taschkent) wegen Betrugs und Beihilfe zur Annahme von Bestechungsgeldern zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Die Verurteilung erfolgte, so wird Usmanov im „The Guardian“ zitiert, aufgrund eines internen Machtkampf des örtlichen KGB. Er wurde „…durch einen Trick dazu gebracht wurde, eine Bestechung anzunehmen".[12]

Am 26. März 1986 wurde er für „aufrichtige Reue“ und „gute Führung“ vorzeitig entlassen. Hierbei handelt es sich um typische, juristische Ausdrücke, die zur Begründung einer vorzeitigen Haftentlassung verwendet werden. Usmanow selbst erklärte, er sei das Opfer politischer Unterdrückung geworden, im Jahr 2000 rehabilitierte ihn Usbekistans Oberstes Gericht.[13]

Nach dem Wissensstand des ehemaligen FSB-Mitarbeiters Alexander Litwinenko wurde Usmanow nach dem Strafgesetzbuch der Usbekischen SSR gemäß Art. 17-152 Teil 2 („Bestechungsversuch“), Art. 129 Teil 2 („Betrug“) sowie Art. 119 („Raub staatlichen und allgemeinen Eigentums durch Betrug“) verurteilt.[14]

Den Vorwurf, die Rehabilitierung sei die Konsequenz seines Erfolges als Unternehmer und erfolge auf Anweisung des Staatspräsidenten von Usbekistan Islom Karimov, beantwortete Usmanow mit der Feststellung, keinerlei Business in Usbekistan betrieben und auch in keinerlei Beziehung zum Präsidenten Karimov gestanden zu haben. Die Entscheidung seiner vollständigen Rehabilitierung sei vom Obersten Gericht Usbekistans getroffen worden und nicht vom Präsidenten.[15]

Berufliche Orientierung und Weiterbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Haftentlassung 1986 arbeitete Usmanow zeitweise als Übersetzer aus dem Arabischen. Freunde halfen ihm schließlich 1987, eine Stelle im Labor des Physikinstituts der Akademie der Wissenschaften der UdSSR im usbekischen Andijon zu erhalten. Dort arbeitete er als Patentfachmann und erlangte bereits 1987 in Moskau seinen zweiten Hochschulabschluss im Patentwesen. Sein Professor vom Moskauer Institut für Internationale Beziehungen Radomir Bogdanow half ihm schließlich, bei der Außenhandelsassoziation des Friedenskomitees der Sowjetunion eingestellt zu werden.[16]

1997 beendete Usmanow an der Finanzakademie der Regierung der RF (heute: Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation) den Studiengang „Bankwesen“.[17]

Usmanow spricht Usbekisch, Russisch, Englisch und Französisch.[18]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Milliardär ist seit 1992 mit der aus Samarkand stammenden Irina Winer, Trainerin der russischen Nationalmannschaft für Rhythmische Sportgymnastik, verheiratet. Sie lernten sich bereits als Jugendliche in Taschkent kennen. Das Paar hat keine gemeinsamen Kinder. Aus ihrer ersten Ehe hat Winer einen Sohn, Anton (Nathan) Winer, der in Usbekistan mehrere Clubs, Restaurants und Schönheitssalons besitzt.[19] Usmanow bekennt sich zum Islam, seine Ehefrau Irina ist jüdischen Glaubens (vgl. dazu Bucharische Juden).[20]

Usmanow als Unternehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jagdtourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende der achtziger Jahre, um 1986/87 herum, begann Usmanow seine Unternehmertätigkeit als Vizepräsident des in Taschkent ansässigen belgisch-usbekischen Joint Ventures VITA, zu dem unter anderem die Organisation Assoziazija 8-oj den gehörte.[21] Dies war eine Art Touristikagentur, die VIP-Touren in den Bergen des Pamir organisiert hatte. Dieses Geschäft erwies sich aufgrund der saisonalen Abhängigkeit und fehlender Buchungen als wenig einträglich.[22]

Handel mit Plastiktüten und Zigaretten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während einer seiner Reisen nach Moskau erlitt Usmanow einen Beinbruch und verbrachte viele Tage liegend im Hotel „Budapest“. Dabei las er aus Langeweile ein Buch seines Zimmernachbarn, eines Chemieingenieurs, über die Technologie der Polymerverarbeitung. Interessanter als die Polymertechnologie fand er den wirtschaftlichen Aspekt: Aus einer Tonne Rohstoff im Wert von 437 Rubel konnten 30.000 Kunststofftüten hergestellt und für etwa einen Rubel pro Stück verkauft werden. So kam Usmanow auf die Idee, Ende 1987 zusammen mit einigen Partnern die Kooperative Agroplast zur Herstellung von Polyethylentüten zu gründen. Produziert wurden die Tüten, gemäß einer Vereinbarung mit Direktor Konstantin Wiktorowitsch Kunizkij[23], in den Räumlichkeiten des agrarindustriellen Kombinats Ramenskij in der Stadt Ramenskoje, Gebiet Moskau. Das Geschäft lief hervorragend, denn Plastiktüten waren in der UdSSR Mangelware. Zwei Jahre später, als Agroplast bereits Millionenumsätze machte und der größte Produktionsbetrieb im Gebiet Moskau war, verkündete Usmanow plötzlich seinen Rückzug aus diesem Geschäftszweig.[24]

Auch seine nächste Geschäftsidee, der Handel mit Zigaretten, brachte ihm zunächst einen gigantischen Gewinn ein. Ende der 1980er Jahre kam es im sowjetischen Zigarettenhandel häufig zu Lieferausfällen. Usmanow konnte über das Joint Venture zwischen Tschelik und Agroplast und mit Hilfe eines Devisenkontos in Promstrojbank UdSSR Zigaretten der amerikanischen Marke „Magna“ für 30 Cent pro Packung einkaufen und innerhalb der Sowjetunion mindestens für das Doppelte wieder verkaufen. Als Anfang der 1990er Jahre der Dollarkurs sprunghaft anstieg, ging es mit dem Unternehmen bergab, so dass Tschelik-Agroplast 1993 einen Schuldenberg von 26 Millionen Dollar aufwies. Usmanow wurde mit diesen Schulden allein gelassen, nachdem sich seine Partner ins Ausland abgesetzt hatten.[25] Aus dieser schwierigen Situation haben ihm seine Freunde Andrei Skotsch und Lew Kwetnoi herausgeholfen, indem sie für Usmanow mit ihrem gesamten Vermögen bürgten. So konnte dieser einen Bankkredit in Höhe von 14 Millionen Dollar aufnehmen. Bereits vier Monate später konnte Usmanow den Kredit zurückzahlen, nachdem er mit Hilfe von staatlichen Nullkuponanleihen (russ. Государственные краткосрочные облигации) und anderen Wertpapieren 40 Millionen verdient hatte. Die Geschäftsfindigkeit Usmanows beeindruckte Skotsch und Kwetnoi so sehr, dass die beiden zu seinen Partnern im Investitionsunternehmen Interfin wurden.[26] So lautet zumindest die Darstellung der russischsprachigen Forbes. Im 2003 geführten Interview mit der russischen Zeitung Wedomosti begründete Usmanow seinen Rückzug aus der Tabakbranche mit "ideologischen Überlegungen", da er nicht mit etwas handeln wollte, was "den Menschen einen gesundheitlichen Schaden zufügt".[27]

Finanzwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann das freie Kapital immer stärker in die Wirtschaftsstrukturen Russlands vorzudringen und Usmanow verstand, nach eigener Aussage, dass sich die Geschäfte am besten über Finanzinstitute abwickeln lassen. In den 1990er Jahren war Usmanow an der Gründung und Leitung zahlreicher Banken und Unternehmen beteiligt:[11][28]

  • Von 1990 bis 1994 war er erster stellvertretender Generaldirektor des Unternehmens ZAO Interkross.
  • Er saß außerdem im Vorstand der 1991 gegründeten Pervyj Russkij nezawisimyj bank (dt. Ersten russischen unabhängigen Bank, kurz: PRNB).
  • Im Dezember 1992 gründete er in Moskau die Firma Bars.
  • Im Juni 1993 gründete er PRNB-Inwest, eine Tochter der PRNB.
  • Als Vorstandsvorsitzender der PRNB hatte Usmanow die Idee, für die Moskauer Luftfahrtproduktionsgesellschaft MiG (russ. Московское авиационное производственное объединение МиГ, kurz MAPO MiG), die bis heute MiG-Militärflugzeuge herstellt, eine unternehmenseigene Bank ins Leben zu rufen. So wurde die PRNB 1993 Mitbegründerin der MAPO-Bank, in der Usmanow zwischen 1995 und 1997 Miteigentümer und erster stellvertretender Vorsitzender war. Gleichzeitig war er von 1994 bis 1995 Ratgeber von Wladimir Wassiljewitsch Kuzmin, Generaldirektor des Rüstungsbetriebs MAPO MiG.
  • Zwischen 1994 und 1998 bekleidete Usmanow den Posten des Generaldirektors des mit Wertpapieren handelnden Unternehmens Interfin. Die Banken Wozrozhdenije und MAPO investierten jeweils 10 Millionen in das Grundkapital von Interfin. Zu den Anteilseignern von Interfin gehörten 1998[29] Middlesex Holdings plc (40 %), MAPO-Bank (40 %) und Gazprom (20 %). Usmanow, Skotsch und Kwetnoi wurden per Management-Buy-out zu alleinigen Eigentümern von Interfin.

Noch 1989 lernte Usmanow den britisch-iranischen Geschäftsmann Farhad Moshiri kennen, der zu einem seiner engsten Vertrauten wurde. Während ihrer ersten Zusammenarbeit, knüpften sie eine freundschaftliche Verbindung zueinander, weil Moshiri für Usmanow Artikel aus der „Financial Times“ übersetzte. Die britische Zeitung wurde für den späteren Milliardär zum wichtigsten Lehrbuch des „western business“.[30] 1991 versuchten Usmanow, Moshiri und Juri Petrow, Leiter der Administration von Boris Jelzin, in London ein Versicherungsunternehmen zu gründen, das die politischen Risiken Russlands abdecken würde, um auf diese Weise ausländische Investitionen in Russland zu begünstigen.[31]

Neben Moshiri hatte Usmanow einen weiteren Freund mit iranischer Abstammung: Masoud Amir Alikhani, dem in London das Investitionsunternehmen Middlesex Holdings gehörte. 1993 wurden Moshiri zum Finanzdirektor von Middlesex Holdings und Usmanow zum Vizepräsidenten ernannt. Das Unternehmen handelte mit Aluminium und Erdölprodukten aus den Ländern der GUS.[32] Das Aluminium stammte unter anderem vom Tadschikischen Aluminiumwerk (TadAZ). Middlesex war das erste Londoner Unternehmen, zu dessen Teilhabern Russen gehörten. Später wurde die Investitionsgesellschaft in GNE Group umbenannt und verkauft.[33]

Realwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte der 1990er Jahre beschlossen die Interfin-Eigentümer von der Finanzwirtschaft zur Realwirtschaft zu wechseln. Zu diesem Zeitpunkt besaß das Unternehmen bereits 40 % des Elektrostahlwerks in Stary Oskol und 51 % von Archangelskgeologdobytscha, eines Unternehmens für geologische Ausbeute in Archangelsk – dort war Usmanow zwischen 1997 und 2001 Mitglied des Direktorenrats[34] –, das über Vorkommen von Erdöl und Diamanten im europäischen Norden Russlands verfügte. 2001 verkauften sie ihren Anteil am Archangelsker Unternehmen für 150 Millionen Dollar.[35] Ebenfalls in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre saß Usmanow im Vorstand der Aktiengesellschaft Archangelskije almazy.[36]

Gazprom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Usmanow benötigte für den Einstieg in die metallurgische Industrie neue Partner, am besten beim russischen Energiekonzern Gazprom. Einen Termin beim Vorstandsvorsitzenden Rem Wjachirew verschaffte ihm der Betreuer seiner Dissertation Leonid Openkin, ein Angestellter von Gazprom. Usmanow bot Wjachirew eine Beteiligung an den metallurgischen Geschäften von Middlesex Holdings an und Wjachirew willigte ein. Gazprom erwarb daraufhin 20 % Anteile von Interfin, das bereits Anteile des Elektrostahlwerks in Stary Oskol besaß. Usmanow war zunächst von November 1998 bis Februar 2000 stellvertretender Generaldirektor und dann bis 2015 Generaldirektor der Gazprominvestholding, so dass der weitere Aufkauf von metallurgischen Firmen vom Tochterunternehmen der Gazprom durchgeführt wurde. Bis 2001 besaß Gazprominvestholding 57 % der Aktien des Lebedinskij Bergbau- und Aufbereitungskombinats in Gubkin und weitere 17 % des Elektrostahlwerks in Stary Oskol.[11][37]

Parallel dazu wurden Usmanow und Moshiri zu Finanzberatern von Wjachirew. In dieser Funktion sorgten sie für die Finanzierung von Gazprom durch westliche Kreditinstitute und organisierten beispielsweise 1998 ein Treffen zwischen Wjachirew und dem Chef der japanischen Bank Nomura. Dies war der erste Versuch von Gazprom, einen ausländischen Kredit zu erhalten, doch wegen der Rubelkrise 1998 kam es zu keinem Übereinkommen.[38]

2000 kam es in Russland zu einem Machtwechsel, als Wladimir Putin neuer Präsident wurde. Er veranlasste eine Überprüfung des Gazprom-Personals. Dies hatte zur Folge, dass Wjachirew durch Alexei Miller als Vorstandsvorsitzender ersetzt wurde. Auch andere Mitarbeiter mussten ihre Posten räumen. Usmanow gelang es nicht nur, im Energiekonzern zu verbleiben, sondern sogar mit einer wichtigen neuen Aufgabe betraut zu werden, nämlich der Rückholung der ehemaligen Gazprom-Vermögenswerte. Denn noch unter Wjachirew wanderte ein Teil dieser Vermögenswerte in die Unternehmen von dessen Freunden. Der Konzern Strojtransgaz erhielt z. B. 1995 4,8 % der Gazprom-Aktien, die Lizenz für das südrussische Erdgasvorkommen gelangte in den Besitz des russischen Energieunternehmens Itera und die Kontrolle über die Petrochemie-Holding Sibur hätte Gazprom beinahe dem Generaldirektor von Sibur Jakow Goldowski übertragen. Die Verhandlungen über die Rückgabe der Vermögenswerte wollten die Führungsriegen all dieser Gazprom-Tochterunternehmen ausschließlich mit Usmanow führen, so behauptet zumindest das russische Wirtschaftsmagazin „Forbes“. Und Usmanow hat diese Aufgabe erfolgreich bewältigt, denn dank ihm wurden unter anderem Sewerneftegazprom, Zapsibgazprom und Sibur wieder Teil des Energieriesen.[39]

Am 13. Oktober 2014 verließ Usmanow den Posten des Generaldirektors von Gazprominvestholding. Seine Energie wolle der Milliardär künftig in soziale Projekte und Philanthropie stecken. Die Wohltätigkeit spiele in seinem aktuellen Lebensabschnitt eine größere Rolle. Experten erklärten Usmanows Abschied damit, dass die Zeit für große Aufgaben, für die Usmanow engagiert worden war, nun zu Ende sei. Probleme von föderaler Bedeutung, wie Rückholung problematischer Vermögenswerte an Gazprom und Restrukturierung von Schulden, habe er erfolgreich gelöst.[40]

Bergbau und Metallurgie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel zu seiner Karriere innerhalb des Gazprom-Konzerns baute sich Usmanow ein eigenes Metallimperium auf.

2003 kaufte Usmanow, zu einem Zeitpunkt als das britisch-niederländische Stahlunternehmen Corus große Verluste verzeichnete, über seine zyprische Investitionsgesellschaft Gallagher Holdings Ltd. ein kleineres Aktienpaket des Konzerns zum Preis von 4,5 Pence pro Aktie und verkaufte es nach kürzester Zeit für 8 Pence. Dann ging er ein größeres Wagnis ein, indem er weitere Corus-Aktienpakete erwarb, was sich für ihn letztlich auszahlte, da es mit dem Unternehmen 2004 wieder bergauf ging. Usmanow konnte zusammen mit seinen Freunden, darunter mit dem Vorsitzenden der Bank „Petrokommerz“ Wladimir Nikitenko, dem Unternehmer Wassilij Wassiljewitsch Anisimow und Vizepremierminister Igor Schuwalow, Ende 2004 die Corus-Aktien für 614 Millionen Dollar (53,5 Pence pro Stück), also für den 12-fachen Preis, wieder abstoßen.[41] Mit dem Kauf der Anteile von Corus war Usmanow einer der ersten russischen Milliardäre, die sich in großem Rahmen an ausländischen Konzernen beteiligten.

Anisimow wurde nach dem erfolgreichen Aktienhandel zu Usmanows Geschäftspartner im Bergbau- und Metallurgieunternehmen Metalloinwest. 2004 führte Anisimow Verhandlungen mit dem Georgier Boris Iwanischwili, dem die größten russischen Bergbau- und Aufbereitungskombinate (russ. горно-обогатительные комбинаты, kurz: GOK) gehörten: Stojlenskij GOK in Stary Oskol und Michailowskij GOK in Schelesnogorsk, zu 40 % auch Lebedinskij GOK in Gubkin. Zu Usmanow hatte Iwanischwili, laut „Forbes“, ein gespanntes Verhältnis, weil die beiden in den 1990er Jahren um die Anteile des Lebedinskij GOK konkurrierten, weshalb Usmanow die Verhandlungen nicht persönlich führte. Im Dezember 2004 willigte Iwanischwili ein, 97 % der Anteile am Michailowskij GOK zum Preis von 1,65 Milliarden Dollar an Usmanow zu verkaufen. Das Kapital für diesen Geschäftsabschluss erhielt Usmanow von der VTB.[42]

In einem im Februar 2005 geführten Interview mit dem Magazin Ekspert verkündete Usmanow, er habe die Idee, einige der Eisenerzunternehmen der GUS zu einem vereinten Bergbau- und Eisenhüttenunternehmen zusammenzuführen, das der ganzen Welt die Eisenerzpreise diktieren wird, und er sei bereit, diesem Ziel sein Leben zu widmen.[43] Die Zeitung Wedomosti berichtete im Mai 2005, dass die russländischen Unternehmer Usmanow und Anisimow den Regierungen Russlands, Kasachstans und der Ukraine ein Konzept zur Schaffung einer Eurasischen Montanorganisation (russ. Евразийская горно-металлургическая компания, EGMK) auf Basis von fünf Bergbau- und Aufbereitungskombinaten vorlegten. Nach Meinung Usmanows sei dies notwendig, denn die russischen GOKs seien „Zwerge im Vergleich zu CVRD, BHP Billiton und Rio Tinto“. Die Konsolidierung des Michailowskij GOK und Lebedinskij GOK in Russland, der größten Produktionsvereinigung für Bergbau und Aufbereitung Sokolow-Sarbaj (russ. Соколовско-Сарбайское горно-обогатительное производственное объединение, SSGPO) in Kasachstan sowie des Juzhnyj GOK und Ingulezkij GOK in der Ukraine würde es erlauben, das viertgrößte Bergbauunternehmen der Welt mit einer Jahresproduktion von 78 Millionen Tonnen Eisenerz zu errichten. Im Verein würden die Eisenerzreserven Russlands, Kasachstans und der Ukraine 70 Milliarden Tonnen betragen. Dies sei, so Usmanow, um ein Vielfaches höher als die Reserven von Brasilien, Australien und China, der einflussreichsten Länder auf dem Eisenerz-Weltmarkt.[44]

Auf diese Verlautbarung Usmanows gab es kritische Stimmen aus der Eisenhüttenbranche. Sollte die EGMK tatsächlich zustande kommen, würde sie in Russland und den ehemaligen Republiken der UdSSR das Monopol auf Eisenerz übernehmen. Kleinere Eisenhüttenwerke hätten dann keine andere Alternative, als den benötigten Rohstoff für einen von der EGMK diktierten Preis zu kaufen.[45] Bereits im Mai 2005 kam es innerhalb der russischen Eisenhüttenindustrie zu einem internen Krieg, als der Direktorenrat-Vorsitzende des Metallurgischen Kombinats Magnitogorsk (MMK) Wiktor Filipowitsch Raschnikow sich weigerte, mit Usmanow und seinem Michailowskij GOK einen langfristigen Vertrag zur Eisenerzlieferung zu schließen, weil er nicht mit dem darin festgesetzten Preis einverstanden war. Auf Usmanows Veranlassung hin unterbrachen Michailowskij GOK, Lebedinskij GOK und das kasachische Unternehmen SSGPO die Eisenerzzustellung an MMK. Raschnikow schloss mit anderen russischen und auch ukrainischen Zulieferern Vereinbarungen zu günstigen Konditionen, erreichte zusätzlich von der russischen Behörde „Föderaler Dienst für Tarife“ eine starke Herabsetzung des Tarfis für den Eisenbahntransport der Rohstoffe aus der Ukraine und überstand dadurch die von Usmanow initiierte „Mai-Blockade“.[46] Die Zusammenführung der russischen, ukrainischen und kasachischen Bergbaubetriebe zur Eurasischen Montanorganisation kam nicht zustande.

Doch Usmanow gab nicht auf und baute sein Unternehmen Metalloinwest zum größten Eisenerzproduzenten Russlands aus. Zunächst wurde Metalloinwest das metallurgische Kombinat Uralskaja Stal in Nowotroizk einverleibt, dessen Teilhaber seit 2002 Usmanow und Oleg Deripaska waren; 2005 wurde sodann auch Gazmetall, deren Teilhaber Usmanow, Skotsch und Kwetnoi waren, von Metalloinwest übernommen. Zwischen 2004 und 2008 wuchsen die Preise für Stahl und Metalle auf dem Weltmarkt um das Vierfache an. 2005 betrug der Erlös von Metalloinwest rund 2,3 Milliarden Dollar. Das metallurgische Unternehmen wurde seitdem zur finanziellen Ausgangsbasis aller von Usmanow getätigten Geschäfte.[47] 2006 gehörten zu Metalloinwest: Lebedinskij GOK, Michailowskij GOK, Uralskaja Stal, Oskolskij Elektrostahlwerk, Moldawskij metallurgitscheskij zawod (dt. Moldawisches Eisenhüttenwerk, kurz: MMZ), Maschinenbaukonzern Ormeto-YUMZ sowie die Transportunternehmen Metalloinwesttrans und RudMetTrans.[48]

Seit 2006 ist Usmanow Mitglied des Verwaltungsbüros der Russischen Union der Industriellen und Unternehmer und ist dort als Komiteeleiter zuständig für die Verbesserung der Aufsichtstätigkeit und Beseitigung von administrativen Barrieren.[49]

2006 erwarb Usmanow über Epion Holdings Ltd. für 43,5 Millionen Dollar 19,95 % Aktienanteile der kanadischen AG Nautilus Minerals Inc.[50] Die Gesellschaft erhielt von der Regierung Papua-Neuguineas die weltweit erste Lizenz für den Abbau von wertvollen Metallen (Gold, Silber, Kupfer, Metalle der Seltenen Erden) am Grund der Bismarcksee. Die Förderung an der Lagerstätte Solwara 1 sollte 2014 beginnen.[51]

Im November 2006 erwarb Metalloinwest über Usmanows Investitionsgesellschaft Gallagher Holdings Ltd. 19,9 % des australischen Eisenerzproduzenten Mount Gibson Iron Ltd. für rund 76,6 Millionen US-Dollar.[52]

Usmanow war einer der ersten unter den russischen Geschäftsleuten, der Portfolioinvestitionen in ausländische Bergbau- und Metallurgiefirmen tätigte. So kaufte er 2007 über Gallagher Holdings Ltd. für 17 Millionen US-Dollar 12,32 % der Aktien des australischen Goldproduzenten Medusa Mining Ltd., der sich in Australien und auf den Philippinen mit der Exploration, Bewertung, Entwicklung und Abbau von Gold, Nickel und Kupfer beschäftigt, vor allem in der Co-O-Mine auf Mindanao.[53] 2009 stieß Usmanows Metalloinwest Holdings die Anteile an Medusa Mining für etwa 52 Millionen Dollar wieder ab.[54]

Information und Kommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August/September 2006 stieg Usmanow ins russische Mediengeschäft ein. Zunächst erwarb er von Boris Beresowski und Badri Patarkazischwili 100 % Aktien des Verlags Kommersant[55] mit der Tageszeitung Kommersant, den Wochenzeitschriften Kommersant-Wlast, Dengi und Awtopilot. Ende Dezember kaufte er über von ihm kontrollierte Firmen das Verlagshaus Sekret Firmy, zu dem die meistgelesene Internetzeitung Russlands gaseta.ru gehört.[56]

2007 stieg Usmanow in die Telekommunikationsbranche ein, als er im Mai mit dem dänischen Anwalt Jeffrey Peter Galmond einen Vertrag über den Kauf von 8 % des Mobilfunkanbieters MegaFon, die dem auf Bermuda registrierten Fonds IPOC gehörten, und 58,9 % der Holding Telekominwest (über First National Holding) abschloss. Im August folgte der Erwerb weiterer 15 % von Telekominwest und damit weitere 4,7 % von MegaFon. Im Oktober 2008 gelang Usmanow die Konsolidierung von 31,1 % von MegaFon über Telekominwest, wo er nun 73,9 % hält. Dies wurde erst ermöglicht, nachdem IPOC liquidiert wurde.[57]

2008 versuchte Usmanow sich in den russisch-niederländischen Internetdienstleister Yandex einzukaufen. Doch das Vorhaben scheiterte am Widerstand der Aktionäre. In den nächsten Jahren erwarb er Anteile am sozialen Netzwerk Odnoklassniki.ru, Messaging-Dienst ICQ und Internetportal Mail.Ru. Darüber hinaus gehörte Usmanow der russische E-Recruiting-Dienst HeadHunter, den er 2016 für 10 Milliarden Rubel verkaufte.[58] Seit September 2014 ist er Eigentümer von vk.com, einem sozialen Netzwerk mit über 100 Millionen aktiven, überwiegend russischsprachigen Nutzern.[59]

2009 begann Usmanow zusammen mit seinem Partner Juri Milner und dessen Investmentfirma Digital Sky Technologies (DST), die Aktien von Facebook, Twitter, Groupon, Zynga, Airbnb und Apple zu kaufen und zum Teil wieder zu verkaufen. Allein mit den Facebook-Aktien erwirtschafteten Usmanow und Milner 2012 rund 1,6 Milliarden Dollar. Auch chinesische Unternehmen weckten Usmanows Interesse und er investierte in Alibaba Group, JD.com und Xiaomi.[60] Dabei machten die Kapitalanlagen in den chinesischen Internetmarkt 70-80 % aller ausländischen Internetinvestitionen von USM Holdings aus.[61]

Die Liste der Branchen, in die Alischer Usmanow erfolgreich investierte, wurde immer länger. So wurde unter dem Internetportal Mail.ru die Online-Anzeigetafel „Yula“ gestartet[62] und 2016 investierte Usmanow in den Lieferungsservice: bei der deutschen Firma Rocket Internet kaufte er 100 % der Aktien von Delivery Club.[63]

USM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 gründete Usmanow USM Holdings, welche nun Metalloinwest, MegaFon, Skartel, Mail.Ru Group sowie die Fernsehsender Disney Russia, MUZ-TW und JU bündelte. Dabei hielt Usmanow 60 % der Anteile der Holding. 2018 wurde das Unternehmen in USM umbenannt. Anteilseigner sind nun Usmanow mit 49 %, Skotsch mit 30 %, Moshiri mit 8 % und der Generaldirektor von USM Management Iwan Streschinski mit 3 %; 10 % reservierte Usmanow für sich, um diese in Zukunft den Leitern der Holding zu übergeben. USM ist das Akronym von Usmanow-Skotsch-Moshiri.[64]

USM investierte im Sommer 2015 mehrere zehn Millionen Dollar in das amerikanische Dienstleistungsunternehmen Uber.[65]

Vermögen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die russische Finanzzeitschrift Finans sah Usmanow 2011 mit der Summe von 19,9 Milliarden Dollar in Russland auf Platz 3.[66] Ebenfalls 2011 belegte Usmanow in der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt mit einem Vermögen von 17,7 Milliarden Dollar den 35. Platz.[67]

2012 schätzte der Bloomberg-Verlag Usmanows Vermögen auf 20 Milliarden Dollar und bezeichnete ihn als den reichsten Mann Russlands. Die Zeitschrift „Bloomberg Markets“ zählte Usmanow 2013 zu den fünf weltweit einflussreichsten Unternehmern.[68]

Gemäß der Forbes-Liste 2015 betrug sein Vermögen ca. 14,4 Milliarden US-Dollar. Damit belegte er Platz 71 der reichsten Menschen der Welt.[69] Im Jahr 2016 besaß er, laut Forbes, 12,5 Milliarden Dollar und 2017 15,2 Milliarden Dollar. Im November 2019 schätzte das Rating „Bloomberg Billionaires Index“ Usmanows Vermögen auf 15,9 Milliarden Dollar.[70] Laut dem letzten Forbes-Rating vom 7. April 2020 beläuft sich sein Vermögen auf 13,4 Milliarden Dollar. Damit belegt er den siebten Platz der reichsten Unternehmer Russlands[71].

Des Weiteren besitzt Usmanow zahlreiche Immobilien, darunter in Russland, Usbekistan, Großbritannien (eine Villa in London und das Tudor-Herrenhaus "Sutton Place" in Surrey[72]), Deutschland (am Tegernsee[73]) und Italien (eine Villa in Porto Cervo)[74]. Zusammen mit Ehefrau und Stiefsohn erwarb Usmanow 2014 für 3,9 Millionen Euro ein Grundstück im lettischen Badeort Jūrmala.[75] Er ist Eigentümer eines Jets und einer Jacht, die nach seinen Eltern benannt wurden: „Bourkhan“ und „Dilbar“.[76]

Nachfolgeregelung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da Usmanows Ehe kinderlos blieb, galt lange Zeit sein Lieblingsneffe Babur Usmanow, Sohn von Usmanows Bruder Bachodir, als sein alleiniger Erbe. Doch am 10. Mai 2013 verunglückte Babur, der mit seiner Ehefrau Dijor, der Nichte des usbekischen Staatspräsidenten Shavkat Mirziyoyev, und Tochter die meiste Zeit in der Schweiz lebte, im Alter von 29 Jahren tödlich bei einem Autounfall im Zentrum von Taschkent.[77] Nach Baburs Tod verbleiben Usmanow fünf Neffen und Nichten, die als mögliche Erben in Frage kommen könnten: Gulnora Usmanowa (Baburs Schwester), Absolventin des Studiengangs Global Business & Design Management an der Regent’s University London und usbekisches It-Girl, das seit 2017 mit dem usbekischen Tennisspieler Vaja Uzakov verheiratet ist[78]; vier Kinder von Usmanows jüngster Schwester – Sandschan und Sarwar Ismailow, Nasiba und Asal Narzijewa.[79]

Auf die während eines Interviews mit Financial Times aufgetauchte Frage nach der Nachfolgeregelung seines USM-Imperiums, antwortete Usmanow, er plane, eine Hälfte seiner Aktien seiner Familie (er nannte drei seiner zwölf Enkel namentlich: Jasmin, Alischer und Usman) und die andere Hälfte ausgewählten Managern, die sich als verdienstvoll erwiesen haben, zu hinterlassen.[80]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel zu seinen Erfolgen in der Wirtschaft versuchte sich Usmanow auf dem politischen Feld. Im Dezember 1993 ließ er sich für die anstehenden Staatsduma-Wahlen als Abgeordneter des Autonomen Kreises der Chanten und Mansen aufstellen. Usmanow und seine Wählervereinigung "Bürgerliche Union im Namen der Stabilität, Gerechtigkeit und Ordnung", die ihn als Kandidaten in ihrer Liste führte, scheiterten allerdings an der Fünf-Prozent-Hürde.[81]

Usmanow als Sportfunktionär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Usmanow setzt sich für die Entwicklung des Sports innerhalb Russlands und auf internationaler Ebene ein. Er war Mitglied des Rates zur Vorbereitung und Durchführung der XXII. Olympischen Winterspiele und XI. Paralympischen Winterspiele 2014 in Sotschi.[82]

Fechten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Usmanow, bereits Präsident des russischen Fechtverbandes, kam in die Schlagzeilen, als er im Juli 2005 zum Präsidenten des Europäischen Fechtverbandes (EFC/CEE) gewählt wurde. Usmanow, der früher selbst Säbelfechter war, gewann gegen den Präsidenten des englischen Verbands, Keith Smith, nachdem der frühere Präsident, Jenö Kamuti (Ungarn) nicht mehr kandidiert hatte. Im Januar 2009 löste er René Roch als Präsident des Weltfechtverbandes FIE ab.

Im gleichen Jahr gründete er die Stiftung „Für die Zukunft des Fechtens“. Die Stiftung gibt Preisgelder für jene Sportler aus, die im Rahmen der Fechtweltmeisterschaften die besten Plätze belegen.[83] 2020 wurde die Stiftung durch Forbes auf den 15. Platz der Wohltätigkeitsstiftungen der reichsten russischen Unternehmer gesetzt.[84]

Seit 2009 ist Usmanow in seiner Eigenschaft als FIE-Präsident auch Mitglied im Rat des Präsidenten der Russischen Föderation für Entwicklung der Körperkultur und Sport. Seine Ehefrau Irina Winer-Usmanowa ist ebenfalls Mitglied des Rates.[85]

2013 verkündete Usmanow, künftig bei Fechtweltmeisterschaften eine Million Dollar Preisgeld auszusetzen, als Maßnahme zur Modernisierung des Fechtsports. Dabei soll die Summe auf zwölf Wettbewerbe aufgeteilt werden: je drei Waffenarten bei beiden Geschlechtern und jeweils im Einzel- und Teamkampf.[86]

Als (FIE)-Präsident setzte sich Alischer Usmanow dafür ein, dass das Fechtprogramm für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio ein volles Medaillenkontingent umfassen soll. Diese Entscheidung, die bedeutet, dass das Fechten zum ersten Mal bei Olympischen Spielen für Männer und Frauen völlig gleichberechtigt sein wird, gab das Olympische Komitee 2017 bekannt.

Usmanows Investitionen in den Fechtsport dürften sich, laut den Hochrechnungen des Portals „Inside The Games“, im Jahr 2020 auf über 70 Millionen Euro belaufen. Neben der Förderung der Sportler ging es Usmanow auch um das Engagement für die Innen- und Außenwirkung des Verbands. Für die 105-Jahr-Feier des Fechtverbands ermöglichte er eine Kreuzfahrt auf der Seine (Kostenpunkt: über 5 Millionen Euro) und engagierte zu anderen Angelegenheiten musikalische Größen wie Sting und Robbie Williams.[87]

Alisher Usmanow ist seit 2008 Mitglied der FIE Hall of Fame.[88] Am 5. Dezember 2019 wurde er nach dem Beschluss des Russischen Fechterverbandes auch in den Hall of Fame dieser Organisation in der Kategorie „Fencing Family“ aufgenommen.[89]

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August 2007 übernahm Usmanow zusammen mit seinem Geschäftspartner Farhard Moshiri[90] 14,65 % des englischen Fußballclubs FC Arsenal für 75 Millionen Pfund vom früheren Vizepräsidenten David Dein, mit dem Plan einen kontrollierenden Anteil von 25 % zu erreichen. Die Übernahme erfolgte über die eigens dafür gegründete Firma Red and White Holding. Im September stockte Usmanow seinen Anteil am Verein auf 21 % bzw. 23 % auf.

Die Eigentumsanteile des Fußballclubs teilten sich schlussendlich nahezu komplett unter Usmanow und dem US-Amerikaner E. Stanley Kroenke auf. Zwischen beiden kam es bereits zu Beginn der geplanten Kooperation zum Konflikt, weil beide unterschiedliche Auffassungen über die Zukunft des Fußballclubs hatten. Während Kroenke sowie der Direktorenverband bestimmte Investitionen wie Millionentransfers bislang verweigerten und somit eine gesteuerte Mannschaftsentwicklung unmöglich war, wollte Usmanow jene nach und nach ermöglichen[91].

Später formulierte Usmanow in einem nachträglich veröffentlichten Brief an den Vorstand des Clubs die Problematik. Darin kritisierte er die bisherige Finanzpolitik und weist diese als Ursache für vergangene Fehlinvestitionen sowie anhaltende, finanzielle Problemlagen aus. Auch Arsenal-Trainer Arsène Wenger äußerte sich kritisch über diese Entwicklung: „Dem englischen Fußball droht die Gefahr, seine Seele zu verlieren“, denn „früher hatten wir Eigentümer, die Fans waren. Heute sind die Eigentümer Geschäftsmänner.“[92][93][94]

Usmanow und Moshiri setzten, nachdem Sie die Aktienanteile David Deins übernehmen konnten, diesen als Leiter ihrer Investmentfirma Red and White Holding ein.[95] Nach eigener Aussage fühlte Usmanow sich schon lange dem englischen Fußballclub – dem FC Arsenal London – verbunden.[96] Als ihm ferner der Kauf diverser Anteile am FC Manchester United angeboten wurden, führte das zu einem Dilemma. Für Usmanow hätte das bedeutet, im Widerspruch zu seiner Fan-Kultur zu stehen, obgleich es ein zu überdenkendes Investment gewesen wäre. Schlussendlich entschied er sich für Arsenal ⎼ als Fan und Unternehmer.[97]

Im März 2016 erwarb Red and White Holding ein weiteres Aktienpaket und hielt somit insgesamt 30,04 % an Arsenal-Anteilen. Um den Club in seiner Arbeit voranbringen zu können, wollte Usmanow weitere Investitionen tätigen, wurde allerdings nachhaltig von den Direktoren sowie dem Mehrheitseigner Kroenke außenvor gelassen. Mit der Rücktrittserklärung des Trainers Arsène Wenger entschied auch Usmanow, aus dem Club auszuscheiden und seine Anteile zu verkaufen. Es war im nicht gelungen, den FC Arsenal in neue Bahnen zu lenken.[98] Als Arsène Wenger 2018 als Trainer zurücktrat, verkaufte Usmanow seinen Anteil an Kroenke und verließ ebenfalls den Club.[99]

Wie schwer den Fans der Verkauf der Anteile an dem Fußballverein seitens Usmanows an Stanley Kroenke fiel, wurde in der englischen Presse ausgiebig diskutiert. Der Arsenal Supporters Trust bezeichnete den Übergang der Aktien sogar als „Dreadful day for Arsenal Football Club“[100]

Weitere Unterstützungsleistungen im Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2008 bis 2009 war „Metalloinvest Holding“ Hauptsponsor von Dynamo Moskau. Die führende russische Zeitung „Vedomosti“ schrieb, dass Usmanov, ein langjähriger Fan des Clubs, auf diese Weise beschlossen habe, ihn in einer schwierigen finanziellen Situation zu retten.[101] Seit 2012 unterstützt Usmanow den Erstligisten aus St. Petersburg, Club Zenit. Im Jahr 2013 erhielt der Club 334 Mio. Rubel über "Metalloinvest".[102] 2015 spendete Usmanow dem Russischen Fußballbund 1 Milliarde Rubel. 2019 unterstützte er den russischen Fußballclub „Arsenal“ aus Tula mit 600 Millionen Rubel.[103]

2017 erwarb Usmanow ein Aktienpaket des Taschkenter Fußballclubs Pachtakor.[104]

2020 installierte Usmanow seinen Neffen Sarwar Ismailow als Sport- und Wirtschaftsdirektor der Frauenmannschaft von FC Everton. Zuvor hat Ismailow im Everton-Fußballstadion Goodison Park als „Global Partnership Consultant“ gearbeitet.[105]

Usmanow als Mäzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohltätigkeit und Stiftung "Kunst, Wissenschaft und Sport"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 gründete Alischer Usmanow für seine wohltätigkeitsinitiativen die Stiftung "Kunst, Wissenschaft und Sport". Die Stiftung unterstützt etliche russische Kultureinrichtungen, darunter dass Mariinski-Theater in St.Petersburg, das Sowremennik-Theater in Moskau, die Tretjakow-Galerie, das Orchester der russischen Nationalphilharmonie von Wladimir Spiwakow sowie das staatlich-akademische Volkstanzensemble "Igor Moissejew". Daneben lässt die Stiftung einer Vielzahl an Museen notwendige Gelder zukommen. Hierunter fallen u. a. das Garage Museum of Contemporary Art, das Multimedia Art Museum Moskau, das Museum "Schloss Peterhof" und das Staatliche Lermontow-MuseumTarkhany.

Im September 2007 kaufte Usmanow einen Tag vor Auktionsbeginn bei Sotheby’s für rund 100 Millionen Dollar die Kunstsammlung des legendären Cellisten Mstislaw Rostropowitsch und dessen Frau Galina Wischnewskaja. Wie das Auktionshaus erklärte, sei die Rostropowitsch-Kollektion mit ihren 450 auserwählten Kunstwerken „eine der bemerkenswertesten Sammlungen, die bei Sotheby’s je gehandelt wurden, und gleichzeitig eine der wichtigsten Sammlungen russischer Kunst in privater Hand“. Usmanow will die Kollektion dem russischen Staat schenken, welcher sie im Puschkin-Museum ausstellen soll. Zusammen mit dem praktisch gleichzeitig erfolgten Erwerb der Rostropowitsch-Sammlung und dem Kauf von 547 sowjetischen Zeichentrickfilmen für rund 10 Millionen Dollar, die Usmanow dem staatlichen russischen Kinderprogramm „Bibigon“ schenkte, machte der bisher verschwiegene Oligarch die Öffentlichkeit auf sich aufmerksam.[56]

Zwei Mal spendete Alischer Usmanow hohe Beträge für Bauprojekte in der autonomen Republik Tatarstan. 2012 stellte er 250 Millionen Rubel für den Bau der Weißen Moschee in Bolgar zur Verfügung.[106] 2016 stiftete Usmanow 500 Millionen Rubel für die Errichtung der Bolgarer Islamischen Akademie. Der Bau der Bildungseinrichtung wurde von der Zentralen Geistlichen Verwaltung der Muslime Russlands, dem Russischen Muftirat und der Geistlichen Verwaltung der Muslime der Republik Tatarstan in Auftrag gegeben.[107]

Am 21. Juni 2013 übergab die Wohltätigkeitsstiftung „Kunst, Wissenschaft und Sport“ dem Moskauer Konservatorium ein 1908 erbautes Klavier der St. Petersburger Firma „Jakob Becker“. Dies sei, nach Aussage des Rektors des Konservatoriums, eine Gabe des russländischen Mäzens Alischer Usmanow. Das einzigartige Klavier sei von hohem musealen und künstlerischen Wert und habe vermutlich einer der Töchter von Nadeschda Filaretowna von Meck gehört.[108]

Als US-amerikanischer Biochemiker James Watson 2014 seine Nobelpreismedaille versteigern ließ, erwarb Usmanow sie für 4,8 Millionen Dollar und gab sie dem Wissenschaftler kurz darauf zurück. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass Watson mit Hilfe der Verkaufserlöse Gelder für Forschungsprojekte sowie den Ausbau seines Labors generieren wollte. Usmanow argumentierte hingegen, kein Wissenschaftler solle eine derartige Auszeichnung aufgeben müssen, (nur) um finanzielle Mittel freihalten zu können.[109]

Im März 2019 spendete Usmanow der usbekischen Regierung 50 Millionen US-Dollar für die Entwicklung seiner Heimatprovinz Namangan im Rahmen des Bauförderprogramms „Vorbildlich gestaltetes Dorf“ (usb. „Obod Qishloq“). Mit Unterstützung Usmanows sollen in der Stadt Namangan ein Internationales Business Center und eine Wirtschaftshochschule eröffnet werden.[110]

Im Oktober 2019 präsentierte der russische Regisseur Andrei Kontschalowski seinen Film „Sünde“ („Il Peccato“ bzw. „Sin“) über den Renaissancekünstler Michelangelo. Das Budget von etwa 15 Millionen Euro wurde größtenteils von privaten Sponsoren zur Verfügung gestellt, darunter von Alischer Usmanow und seiner Wohltätigkeitsstiftung „Kunst, Wissenschaft und Sport“. Usmanow wird in den filmographischen Angaben als Filmproduzent genannt.[111] In einem Interview gab Kontschalowski an, sich sehr glücklich zu schätzen, dass er auf die Unterstützung Usmanows vertrauen konnte, setzte sein Mäzenatentum mit dem von Lorenzo il Magnifico gleich und zeigte sich gegenüber der Anmerkung, dass Usmanow „keine weiße Weste“ habe, desinteressiert. Er „nehme Geld von jedem, der den Mut aufbringt, ein Projekt wie „Sin“ zu unterstützen“.[112]

Bis zum Jahr 2020 hat Usmanow insgesamt mehr als 2,6 Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke gespendet.[113]

Usmanow ersteigerte im Dezember 2019 bei Sotheby's in New York für 8.806.500 Dollar das 14-seitige Manuskript des französischen Adligen Baron de Coubertin, der darin seine Ideen zur Wiederbelebung Olympischer Spiele niederschrieb. Usmanow stellte das Manuskript im Februar 2020 dem Internationalen Olympischen Komitee zur Verfügung, damit es im Olympischen Museum in Lausanne ausgestellt werden kann. Zehn Tage vor der Ersteigerung schrieb Usmanow einen Brief an die Welt-Anti-Doping-Agentur und bat um die Zulassung russischer Athleten zu Wettkämpfen unter ihrer nationalen Fahne. Dies geschah vor dem Hintergrund des noch ausstehenden Urteils des Schiedsgerichts in Lausanne.[114]

Förderung der Kunst im In- und Ausland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die von Usmanow gegründete Stiftung „Kunst, Wissenschaft und Sport“ organisierte Ausstellungen russischer Kunst im Ausland. Gleichsam engagiert sie die Ausleihe sowie den Kauf nicht-russischer Kunstwerke und stellt diese im Rahmen bestehender und neu ausgestalteter Ausstellungen einem breiten Publikum zur Verfügung. So wurde 2008 eine Ausstellung der Werke des britischen Künstlers William Turner organisiert, dessen Gemälde das erste Mal seit 1975 in Russland gezeigt wurden. Die Sonderausstellung fand ihren Rahmen im Puschkin Museum für Schöne Künste.[115]

2013 präsentierten das Staatliche Puschkin-Museum für Schöne Künste, das Tate Britain, sowie die Wohltätigkeitsstiftung für „Kunst, Wissenschaft und Sport“ die erste große Ausstellung der Präraffaeliten-Bewegung "Pre-Raphaelites": Viktorianische Avantgarde". Die Moskauer Schau umfasste über 80 Gemälde und Kunstgewerbeobjekte aus britischen und amerikanischen Museen und Privatsammlungen, darunter Edelsteine aus der Tate-Sammlung - "Ophelia" und "Mariana" von John Everett Millais, "Proserpine" und "Die Geliebte" ("Die Braut") von Dante Gabriel Rossetti.[116]

Ebenfalls 2013 übergab die Stiftung von Usmanow das Gemälde "Der Evangelist Markus" des holländischen Künstlers Frans Hals an das Puschkin Museum. Das Stück wurde seitens der Stiftung erworben, nachdem es zuvor im Besitz der Londoner Galerie von Johnny Van Haften war, die auf niederländische Kunst des 17. Jahrhunderts spezialisiert ist. Das Gemälde gehörte im 19. Jahrhundert dem Russischen Reich und galt nach dem Krimkrieg (1853-1856) als verschollen.[117] Die Presse bezeichnete diese Gabe als den größten Kunsterwerb durch Russland der letzten 100 Jahre.[118]

2016 organisierte Usmanows Stiftung die Ausstellung von Kunstwerken aus der Vatikaner Pinakotek «Roma Aeterna» in der Moskauer Tretjakow-Galerie. Das Besondere daran war, dass bis zu diesem Zeitpunkt noch nie eine so große Anzahl an Gemälden die Pinakotek verlassen hatte, um im Ausland gezeigt zu werden. "Wir sind davon überzeugt, dass für eine Welt, die zunehmend polarisiert und durch Konflikte zerrissen wird, Kunst, insbesondere zu religiösen Themen, uns Hoffnung verleiht", sagte Kardinal Giuseppe Bertello, Präsident der Staatsregierung der Vatikanstadt, der aus diesem Grund nach Moskau kam.[119] 2018 wurde der Weg entgegengesetzt gewählt. Die Stiftung „Kunst, Kultur und Sport“ brachte die Ausstellung „Der russische Weg. Von Dionysos bis Malewitsch“ in die Vatikanstadt.[120]

Die Verbindung zu Italien wird ferner durch andere Aktivitäten der Stiftung gestärkt. Sie beteiligt sich z. B. an dem Erhalt und Restaurierung der Architektur-Denkmäler in Russland und im Ausland. So wurden aus ihren Mitteln der Dioskurenbrunnen und das Trajansforum in der Altstadt Roms sowie das Gebäude der italienischen Botschaft (Villa Berg in Moskau) in Russland restauriert. Hierfür erhielt Usmanov den Orden „Für die Verdienste vor dem Italienischen Staat“.[121]

Kulturplatform ART-OKNO[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eines der Wohltätigkeitsprojekte von Usmanov ist die Gründung der Kulturplattform ART-OKNO im Jahr 2017, die die Entwicklung von Kleinstädten in den Gebieten Belgorod, Kursk und Orenburg durch die Bildung von städtischen Gemeinschaften und die Durchführung von Kulturprojekten unterstützt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Städten Stary Oskol, Gubkin, Schelesnogorsk und Nowotroizk.[122]

Seit dem Ausbruch der Corona-Krise konzentrieren sich die Projekte der Kulturplattform auf Online-Formate. Ein Beispiel ist die Organisation von Webinarreihen zu den Themen Projektmanagement und Design sowie von Masterklassen bekannter russischer Musik- und Kunstschaffender für junge talentierte Interpreten.[123]

Unterstützung sehbehinderter Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung „Kunst, Wissenschaft und Sport“ unterstützt neben kulturellen und sportlichen Formaten ebenso Reha-Zentren für sehbehinderte Kinder und Jugendliche. Darüber hinaus hilft die Stiftung diesen Kindern und Jugendlichen, eine angemessene Aus- und Weiterbildung zu erhalten, um später einen Beruf ergreifen zu können. Ziel des Projekts ist es, sehbehinderten Menschen Möglichkeiten und Lösungen zu deren zu bieten Selbstverwirklichung und erfolgreiche Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen.[124]

Im Rahmen des Projektes zur Förderung sehbehinderter Menschen bezahle Alischer Usmanow zudem die erste in Russland durchgeführte Operation zur Implantation eines  eines sogenannten „epiretinalen Augenchips“. Hinter diesem Fachausdruck versteckt sich eine Art bionisches Auge, das Blinden das Augenlicht zurückgeben soll.[125] Dabei sendet eine Spezialbrille mit einer integrierten Videokamera Bilder an einen Chip, der auf der Netzhaut angebracht ist. Dieser Chip regt die noch gesunden Nervenzellen der inneren Netzhaut an. Weltweit wurde das Verfahren bereits etwa 140 Mal durchgeführt. Für Betroffene stellt das bionische Auge eine wesentliche Erleichterung dar. Das komplette Sehvermögen erlangen sie aber (derzeit) nicht zurück. Mit der Unterstützung Usmanows entwickeln Produktionsfirmen Theaterproduktionen und Filmübertragungen mit Fernsehkommentaren für ein blindes Publikum (Audiodeskription). Ein speziell ausgebildeter Sprecher erläutert während der Übertragung die Darstellungen. Mit Unterstützung der Stiftung finden derartige Aufführungen in verschiedenen Städten Russlands statt.[126][127]

Nachdem Usmanow Mitte 2000 eine Netzhautablösung überstanden hatte, ließ er zwei Augenkliniken in München und Moskau und einen großen medizinischen Komplex in seiner Heimat Taschkent errichten.[128]

Beitrag zur Bekämpfung von COVID-19[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang April 2020 spendete Alisher Usmanov 20 Millionen US-Dollar für die Bekämpfung des Coronavirus an die Stiftung „Wohltätigkeit und Gesundheit“ in Usbekistan.[129] Im gleichen Monat erhielt Usbekistan weitere 5 Mio. US-Dollar zur Unterstützung im Kampf gegen die durch das Virus entstandene Krise,[130] während sich Usmanow in seine Villa in Taschkent zurückzog.[131]

Im Zuge der Corona-Krise würdigte man Alischer Usmanow zusammen mit Jack Dorsey und Bill Gates in der Rangliste der Top-3 der größten Philanthropen der Welt.[132] Im Mai 2020 bezeichnete die englische Tageszeitung „Sunday Times“ Usmanov als größten Stifter unter den Teilnehmern des Rich-List-Rankings zur Bekämpfung von COVID-19. So beliefen sich die Spenden des Milliardärs für diese Zwecke allein in Russland auf 126 Millionen US-Dollar und in Usbekistan auf 25 Millionen US-Dollar.[133] Die Mittel fanden Verwendung für den Kauf persönlicher Schutzausrüstung für Ärzte und Freiwillige sowie zur finanziellen Unterstützung des medizinischen Personals.

Streitpunkte, Kritik und medialer Aufruhr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermutung über Usmanows Verbindungen zum KGB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Studium hatte Usmanow den Posten eines Generaldirektors innerhalb des Komitees zur Verteidigung des Friedens in Taschkent inne. The Guardian fügt an, das sei ein pikantes Detail, da das Komitee angeblich eine Tarnorganisation des KGB sei. Allerdings konnte das nie belegt werden. Stattdessen wird seitens des Guardian Usmanov selbst zitiert, der eine Verbindung zum KGB aufgrund seiner Arbeit für das Komitee dementiert.[134]

Hinzu kommt nach Angaben von The Guardian, dass der zusammen mit Usmanow 1980 angeklagte Bachadyr Nasymow nicht nur Sohn des Leiters des regionalen KGB, sondern selbst KGB-Beamte war. Er habe, nach der Darstellung Usmanows, ihn in die Machtkämpfe des KGB hineingezogen. Weiterer Hinweis auf Usmanows Verbindungen zu Mitgliedern des sowjetischen Geheimdienstes sei laut The Guardian die Tatsache, dass zu seinem Freundeskreis Jewgeni Maximowitsch Primakow gehörte, Chef der Auslandsaufklärung des KGB. Usmanow dementierte alle Behauptungen über seine Verbindungen zum KGB oder anderen russischen oder usbekischen Geheimdiensten und warf The Guardian vor, jede Bekanntschaft eines Russen mit einem KGB-Beamten als kriminell darstellen zu wollen.[135]

Am Beispiel der MAPO-Bank, in der Usmanow und der KGB-Offizier Jewgeni Ananjew in den 1990er Jahren im Vorstand saßen, werden die Verwicklungen russischer Beamten mit kriminellen Organisationen besonders deutlich. Usmanow hat Jewgeni Ananjew, laut Pressemeldungen, bereits Ende der 1980er Jahre kennengelernt, als der angehende Oligarch mit der Organisation von Jagden auf die Fauna des Pamir für reiche Ausländer beschäftigt war. In dieser Zeit habe ein ausländischer Geheimdienstangehöriger versucht, Usmanow anzuwerben. Dies habe Usmanow beim usbekischen KGB gemeldet und sei auf diese Weise dem Oberstleutnant Jewgeni Ananjew begegnet. Ananjew avancierte in der Folge zum Geschäftspartner Usmanows. Mit dessen Unterstützung habe Usmanow später sein Unternehmen Agroplast zur Herstellung von Plastiktüten in Ramenskoje organisiert.[136]

Meldungen und Spekulationen über Verbindungen zur organisierten Kriminalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der russischen Presse tauchten immer wieder Meldungen auf, die Usmanows Verbindungen zur kriminellen Welt thematisierten. Beispielsweise schrieb im Juni 1998 der Journalist Valeri Lunew in der russischen Zeitung „Zawtra“, dass Usmanow nach seiner sechsjährigen Haft gewissen Unannehmlichkeiten begegnete, da dessen „frühere ‚Knastkumpels‘ begannen, den intelligenten Usbeken auf dem Gebiet bestimmter Finanzgeschäfte skrupellos auszunutzen“. Unter anderem wurde Usmanow in den Direktorenrat der Pervyj Russkij nezavisimyj bank (registriert am 25. Mai 1992[137]) eingesetzt. Die Bank vergab alsbald beachtliche Kredite an eine „interessierte“ Firma, die ausländische Währungen ankaufte und ins Ausland überwies, wo die Geldspur dann unweigerlich verloren ging.[138]

Nach seiner Haftentlassung hatte Usmanow zudem Kontakte mit dem Armenier Vatschagan Petrossow und Wjatscheslaw Iwankow (Deckname: Japontschik) unterhalten.[139] Petrossow war ein sogenannter „Dieb im Gesetz“ (russ. вор в законе) und eine Zentralfigur in der kriminellen Unterwelt Sowjetunions, der in die USA emigrierte und zum Anführer der russischen Mafia in Denver wurde, während Iwankow zu einer der bedeutendsten Figuren der organisierten Kriminalität Russlands avancierte. Petrossow war laut eines FBI-Berichts mutmaßlich der „strategische Berater“ von Iwankow und mit ihm zusammen in Fälle von Drogenhandel und Erpressung verwickelt. Die FBI-Beamten stellten außerdem fest, dass Petrossow Direktor der Moskauer Firma Interkross war, die ihr Einkommen aus dem Zigarettenimport der amerikanischen Firma R. J. Reynolds Tobacco Co. sowie aus der Herstellung und Verkauf von Polyestherwaren bezog. Der größte Teil des Zigarettenhandels in Russland war nichts anderes als unversteuerter Schmuggel, der von der Mafia dominiert war. Das FBI-Dokument besagt weiterhin, dass Petrossow nur deshalb in dieser Art von Geschäft verbleiben konnte, weil er Zahlungen an einen Volksbeauftragten innerhalb der russischen Regierung und an weitere Politiker tätigte, die die Betreibung seines schattenhaften Unternehmens zuließen.[140] Dies ist ein überdeutlicher Hinweis darauf, dass Usmanow, der bekanntlich zwischen 1990 und 1994 erster stellvertretender Generaldirektor von Interkross war, seinen Handel mit Plastiktüten und Zigaretten der Marke "Magna" (Hersteller R. J. Reynolds Tobacco Co.) mit Hilfe der russischen Mafia organisiert hatte.

Es sollen auch, laut Pressemeldungen, in den 1990er Jahren Kontakte zwischen Usmanow und den Bossen der russischen Mafia in New York (Brooklyn-Gruppe) sowie den Anführern der tschetschenischen Mafia „Obschtschina“ (darunter Chodsch-Achmed Taschtamirowitsch Nuchajew, Deckname: Chodscha) bestanden haben.[141]

The Guardian recherchierte, dass über die Jahre in den Medien immer wieder Vorwürfe aufgetaucht waren, Usmanow sei ein Geschäftsmann, der auf eine eher unrechtmäßige Art seine Geschäfte tätige und Verbindungen zu russischen und usbekischen Kriminellen habe, insbesondere zu Gafur Rachimow, der wiederholt als usbekischer Mafiaboss, der sich auf organisierte Drogenproduktion in Zentralasien spezialisiert und internationale Drogensyndikate gesteuert habe[142], bezeichnet wird. In der Vergangenheit hatte Usmanow zugegeben, Rachimow bereits seit 20 Jahren zu kennen und ihn seinerzeit auch auf die Anschuldigungen bezüglich des Heroinhandels angesprochen zu haben, worauf dieser antwortete, alle Behauptungen seien unwahr. Usmanow kenne ihn nur deshalb, weil er der Nachbar seiner Eltern gewesen war. Er habe bis in die Gegenwart keine geschäftlichen Beziehungen zu ihm unterhalten.[143] Litwinenko erstellte eine Akte über Gafur Rachimow, die sich im Archiv des amerikanischen Historikers Juri Felschtinski befindet. Daraus geht hervor, dass Usmanow nicht einfach nur ein Bekannter Rachimows war, sondern einer seiner Vertrauensleute in Moskau, ein „bedeutender Finanzier-Betrüger“ und das „Zentrum des Denkens“ von Rachimow. Außerdem waren Usmanow und Rachimow in die verbrecherischen Geschäfte von usbekischen und tschetschenischen kriminellen Gruppierungen verwickelt, als diese 1993 zum Zwecke der Geldwäsche die Bank „Aeroport“ gegründet hatten.[144]

Alexander Litwinenko, ehemals Mitarbeiter der 7. FSB-Abteilung (Amt zur Erarbeitung und Unterbindung der Tätigkeit krimineller Organisationen), sammelte in den 1990er Jahren Informationen über Aktivitäten der usbekischen Mafia in Moskau und stellte fest, dass ihre Kontakte bis in die höchsten Kreise der russischen Staatsdiener reichten. So habe Sergei Jastrschembski – Usmanows Freund und Sekretär unter Jelzin und Putin – Schmiergelder von Gafur Rachimow erhalten, wofür er sich im Moskauer Bezirk Sokolinaja gora eine Datscha bauen ließ. Das Bestechungsgeld sei dabei über Rachimows Vertrauensmann Alischer Usmanow geflossen.[145]

Zu Usmanows Freunden zählten laut Geheimdienstinformationen neben Jastrschembski auch der einflussreiche Generalmajor Jewgenij Grigorjewitsch Chocholkow, Chef der 7. FSB-Abteilung, und Andrei Afanasjewitsch Kokoschin, ehemaliger Stellvertreter des Verteidigungsministers und Sekretär im Sicherheitsrat der Russischen Föderation. Außerdem bestanden über Usmanows Ehefrau Irina Winer-Usmanowa, Trainerin der russischen Nationalmannschaft für Rhythmische Sportgymnastik, Verbindungen zu Schamil Anwjarowitsch Tarpischtschew, dem früheren Berater des russischen Präsidenten in Sportfragen, und Boris Viktorowitsch Iwanjuschenkow, Minister für Sport und Tourismus. Beide hatten Zugang zur russischen Mafia. Tarpischtschew pflegte eine enge Beziehung zum „Dieb im Gesetz“ Alimzhan Tursunowitsch Tochtachunow (Deckname: Taiwantschik), während der Politiker Iwanjuschenkow (Deckname: Ratan) führendes Mitglied einer kriminellen Organisation in Podolsk war, die in Schutzgelderpressung, Rauschgifthandel und Autoschieberei verwickelt gewesen war[146]. Der FSB-Chef Chocholkow und der in Usbekistan geborene Gangster Tochtachunow besuchten, laut Litwinenko, in Taschkent dieselbe Schule. All diese Informationen legte Litwinenko 1998 Wladimir Putin vor, nachdem dieser am 25. Juli 1998 zum Direktor des FSB ernannt worden war. Bei einem persönlichen Treffen zeigte er Putin ein großes Schema, auf dem die gesamten, Litwinenko bekannten kriminellen Strukturen mit Verbindungen zu korrupten staatlichen Einrichtungen (wie Innenministerium, FSB und Steuerpolizei) und zu Wirtschaftsunternehmen, über die das Mafiageld gewaschen wurde, verzeichnet waren. Und er übergab ihm alle Informationen über die usbekische Mafia, wo alle Mafia-„Filialen“ in Russland, USA und Afghanistan sowie Kontakte zu FSB-Generälen und anderen Personen der Führungsebene im Innenministerium, die in Drogengeschäfte involviert waren, aufgeführt waren. Putin zeigte sich vor allem an den Informationen über Jastrschembski interessiert und machte diesen später zu seinem Sekretär. Weitere Schritte zur Bekämpfung der kriminellen Strukturen und der Korruption innerhalb des russischen Staatssystems habe Putin nicht unternommen.[147]

Auch andere Meldungen in der russischen Presse zu den Verflechtungen zwischen Mafia, staatlichen Behörden und Usmanow bezogen sich auf ermittelnde Beamte. So sei, zumindest in den 1990er Jahren, eine der wichtigsten Erfolgskomponenten von Usmanow der Rückhalt seitens des FSB gewesen. Ohne des Schutzes des russischen Geheimdienstes wäre Usmanow die Gründung bzw. Führung einer ganzen Reihe von Finanz- und Wirtschaftsunternehmen nicht möglich gewesen, beispielsweise der Finanz- und Industriegruppe „AtomRudMet“, deren „Finanzgehirn“ Usmanow gewesen sei, der ZAO „Interfinservice“, der „MAPO-Bank“, des Joint Ventures „Interkross“, dessen Gründer unter anderem bekannte Mafia-Autoritäten gewesen seien, des usbekisch-belgischen Joint Ventures „VITA“, der „Pervyj Torgowyj Bank“ (dt. Erste Handelsbank) und der Perwyj Russkij nezavisimyj bank. Beide letztgenannten Banken hätten ihre Arbeit Ende Mai 1992 begonnen und seien dann beinahe gleichzeitig zusammen mit den Geldern ihrer Kunden verschwunden. Ende der 1990er Jahre habe Usmanow eine solide Position in der Geschäftswelt erlangt und habe von da an keine allzu riskanten Geschäfte mehr getätigt. Da habe sich auch das organisierte Verbrechen im legalen Business etabliert und benutze dieses seither für Geldwäsche und anschließende Investitionen in große Projekte (z. B. in Erdöl- und Erdgasunternehmen und Waffenexport).[148]

Laut des amerikanischen Finanzministeriums hat Usmanows langjähriger Freund und Geschäftspartner (Interfin, USM u. a.) Andrei Skotsch, seit 1999 Duma-Abgeordneter, langfristige Verbindungen zu russischen Gruppierungen der organisierten Kriminalität unterhalten. Beispielsweise erzählte Skotsch 2012 der Financial Times, er hätte in den 1990er Jahren Erdölverträge mit zwei Männern ausgehandelt, die das FBI zu Anführern der Solnzewo-Bruderschaft zählt.[149] The Guardian veröffentlichte ebenfalls 2012 ein Foto, aufgenommen im Jahr 1994, auf dem Skotsch neben Sergei Michailow (Deckname: Michas) und Viktor Awerin (Deckname: Awera), den berüchtigtsten Gangstern des postsowjetischen Russlands und Bossen der Solnzewo-Bruderschaft, zu sehen ist.[150] Leonid Roitman, ehemaliges Mitglied der Magadan-Brigade, so benannt nach dem Anführer Oleg Asmakow (Deckname: Magadan), bestätigte 2019 in einem Interview mit dem russisch-amerikanischen Journalisten Seva Kaplan, dass Skotsch schon immer ein Solnzewo-Anführer war und bis heute geblieben ist. Seine kriminelle Tätigkeit in Moskau begann Skotsch zusammen mit Oleg Asmakow. Skotsch erfüllte innerhalb der Solnzewo-Bruderschaft die Funktion eines Koordinators und gab unter anderem die Befehle für Auftragsmorde. Er habe beispielsweise seinen Untergebenen gezeigt, wie man Leichen durch Verbrennen entsorgt. Heute habe er, so Roitman, mehr Einfluss in der Bratwa als Michailow. Außerdem bestätigte Roitman, dass die Geschäftstätigkeit von Alischer Usmanow weiterhin unter dem Schutz von Skotsch und seiner Solnzewskaja Gruppierung sowie von Lew Kwetnoi und Oleg Ibragimowitsch Scheichametow steht.[151] Der in kriminellen Kreisen unter seinem Decknamen Usbeke bekannte Usmanow war schon Anfang der 1990er Jahre Gelwäscher und Banker der Solnzewskaja-Gruppierung und pflegt bis heute enge Kontakte zu den führenden Repräsentanten der russischen Mafia.[152]

All diese Ausführungen deuten auf das Urteil hin, zu dem der britische Journalist Luke Harding nach Einsichtnahme in die 2010 durch WikiLeaks veröffentlichten Depeschen US-amerikanischer Botschaften kam, dass nämlich „Russland sich, einem Krebsgeschwür gleich, in eine brutale, autokratische Kleptokratie verwandelt hat, deren Zentrum Putins überragende Herrschaft ist und in die Beamte, Oligarchen und Mafiabosse fest eingebunden sind, um einen "virtuellen Mafiastaat" zu erschaffen“.[153]

Streit um russische Diamanten: Klage De Beers vs. Lukoil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die multimilliardenschwere Oppenheimer Familie, die hinter dem angloamerikanischen Diamantenunternehmen und Bergbauriesen De Beers stand, reichte 2001 gegen Russlands größten Ölproduzenten Lukoil eine Klage ein und forderte einen Schadenersatz in Höhe von 4,8 Milliarden Dollar.[154]

Damals war Nicky Oppenheimer Alleinaktionär und wichtigster Geldgeber des in Vancouver gegründeten Unternehmens Archangel Diamond Corporation (ADC). 1993 schloss ADC einen Vertrag betreffs einer Lizenz zu Exploration und Aufschluss von Diamantenvorkommen in der Timan-Petschora-Region der Oblast Archangelsk mit dem staatlichen Unternehmen Archangelskgeologija, das bereits 1932 unter einem anderen Namen im Auftrag der sowjetischen Regierung[155] gegründet worden war. 1994 kamen Oppenheimers ADC und Archangelskgeologija überein, dass ADC zusätzliche Geldmittel zur Verfügung stellen, während die Lizenz auf das gemeinsame Joint-Venture-Unternehmen unter dem Namen Almazny bereg übertragen wird. Jedoch wurde die Lizenz nie übertragen, sondern verblieb bei Archangelskgeologija. 1995 wurde das russische Staatsunternehmen privatisiert und in Archangelskgeologdobytscha (AGD) umbenannt. Die Lizenz wurde dabei auf AGD transferiert.[156] In diesem Zeitraum interessierten sich Alfa Group sowie MAPO-Bank, wo Usmanow zwischen 1995 und 1997 stellvertretender Vorsitzender war, für AGD, weil sie über die wertvolle Lizenz zum Diamantenabbau verfügte. Deshalb erwarben von Usmanow kontrollierte Unternehmen, darunter MAPO-Bank und Interfin, Aktien der AGD. Usmanow war zwischen 1997 und 2001 Mitglied des Direktorenrats der AGD. 1996 entdeckte ADC innerhalb der lizenzierten Region ein riesiges Diamantenvorkommen, dessen Wert auf etwa 5 Milliarden Dollar geschätzt wurde. ADC verlangte daraufhin, so wie es vereinbart war, die Übertragung der Lizenz auf das Joint Venture. Darauf habe Usmanow erwidert, dass AGD eine Umstrukturierung bevorsteht und die Schürflizenz dann dem neuen Unternehmen übergeben wird und nicht dem Gemeinschaftsunternehmen Almazny bereg. Der ADC wurde in der neuen Firma ein Anteil von 5 % angeboten, was das kanadische Unternehmen allerdings ablehnte. 1997 beschloss die Chefetage von AGD, den Vertrag mit ADC zu kündigen.[157]

In den nächsten Jahren schwankte AGD zwischen dem Versprechen und der Weigerung, die Lizenz zu transferieren, hin und her, was für ADC den Verlust ihrer Investitionen, erwarteten Gewinne und letztendlich ihre Insolvenz bedeutete. 1997 verlegte ADC ihren Hauptsitz nach Colorado, blieb aber weiterhin ein kanadisches Unternehmen.[158] 1998 erwarb Lukoil über Firmen, die Usmanows Kontrolle unterstanden (v. a. VA Investment LLC, wo auch Lukoil-Chef Wagit Alekperow Anteile besaß[159]), zunächst einen kontrollierenden Anteil von AGD und erlangte schließlich – durch den Aufkauf eines der amerikanischen Erdölgesellschaft Conoco gehörenden Aktienpakets[160] – 2000 oder 2001 die vollständige Kontrolle, so dass AGD zur hundertprozentigen Tochter von Lukoil wurde. Im August 1998 initiierte ADC ein Schiedsverfahren in Stockholm gegen AGD und Lukoil. Doch im Juli 1999 kamen AGD und ADC überein, dass AGD ihre Lizenz auf das Joint Venture Almazny bereg übertragen wird. Allerdings hielt sich AGD wieder nicht an die getroffene Vereinbarung, weshalb ADC das Stockholmer Schiedsverfahren reaktivierte. Im November 2001 reichte Lukoil eine Klage beim Regionalgericht in Archangelsk ein, mit dem Ziel, die internationalen Schlichtungsbestimmungen im Joint-Venture-Vertrag zu annullieren. Weil die schwedischen Schiedsrichter entschieden, sie seien für diesen Streitfall nicht zuständig, zog ADC im November 2001 mit ihrer Klage vor das Bundesbezirksgericht Colorado. ADC beschuldigte in der Klageschrift AGD, Lukoil und speziell Usmanow des Betrugs, der Verschwörung, vorsätzlichen Verletzung der vertraglichen Verpflichtungen und ungerechtfertigten Bereicherung.[161]

Usmanow taucht in den Gerichtsunterlagen als der Drahtzieher hinter der Übernahme des ehemals staatlichen Unternehmens durch AGD, später Lukoil, auf. Die Anklage unterstellte, dass Usmanow und seine Partner sich weigerten, Vereinbarungen in Bezug auf die Übertragung der Lizenz zum Diamantenabbau auf ADC einzuhalten, und dass es ihr Ziel gewesen sei, ADC aus Russland zu verdrängen und das Diamantenprojekt für sich allein zu beanspruchen. Usmanow gab 2001 an, nicht länger involviert zu sein, da die AGD-Anteile an Lukoil verkauft wurden.[162] Erst nach 15 Jahren wies das amerikanische Gericht im November 2016 die Klage von De Beers und Archangel Diamond Corporation gegen Lukoil ab.[163]

Kritik und medialer Aufruhr aus Großbritannien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es Presseberichte, die behaupteten, die britische Strafverfolgungsbehörde National Criminal Intelligence Service überwache Usmanow wegen seiner mutmaßlichen Verbindungen zu verdächtigen Personen aus der Sphäre des organisierten Verbrechens. Dies geschah zu einer Zeit, als Usmanow Geschäftspartner von Lord Owen war, früherer Parteichef der britischen SDP und britischer Außenminister. Usmanow und Owen saßen beide im Vorstand von Middlesex Holdings plc, die dann 2002 aus Gründen der Umstrukturierung in Global Natural Energy plc[164] umbenannt wurde.[165]

Der britische „Telegraph“ schreibt hierzu, die Aussage über die Strafverfolgung sei frei erdacht. Tatsächlich handele es sich um eine in Russland übliche Form der Unternehmenskultur, Kontakte in verschiedene Kreise zu pflegen, auch ohne in deren Geschäfte verwickelt zu sein[166].

Craig Murray[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Usmanow 2007 Anteile des Londoner FC Arsenal erwarb, gab es über ihn viele Meldungen, auch kritische, in der britischen Presse. Dazu beigetragen hat in erster Linie der frühere britische Botschafter in Usbekistan, Craig Murray. Er veröffentlichte am 2. September 2007 in seinem Blog einen Beitrag über Usmanow und bezeichnete ihn darin als einen „schändlichen Schurken, Verbrecher, Heroinschieber und angeklagten Vergewaltiger“, der „in keiner Weise ein politischer Häftling“ gewesen ist, sondern „ein Gangster und Erpresser, der zu Recht sechs Jahre im Gefängnis verbracht hat“. Usmanows vorzeitige Entlassung aus der Haft sei Islom Karimov zu verdanken, der bis 1986 Finanzminister sowie stellvertretender Regierungschef der Usbekischen SSR und seit 1991 erster Staatspräsident Usbekistans gewesen war. Karimov soll seinerseits den Straferlass aufgrund seiner Verbindung zu Usmanows Mentor, dem Boss der usbekischen Mafia und dem international führenden Drogenbaron Gafur Rachimow, angeordnet haben. Usmanows kriminelle Verbindungen zu einem der korruptesten Regimes der Welt (Usbekistan) hätten ihm, so Murray, aus dem Gefängnis verholfen. Danach habe sich Usmanow in den Privatisierungsprozess gestürzt, von dem die zerfallende Sowjetunion ergriffen wurde, zu einer Zeit also, als „die physische Kontrolle der Vermögenswerte durch die kriminelle Kraft sichergestellt wurde“ und „sich die Allianz zwischen der russischen Mafia und den russischen Sicherheitsbehörden ausbildete“. Die Freundschaft des Oligarchen zu Wladimir Putin habe Sergei Jastrschembski, Usmanows Studienfreund und Putins langjähriger Referent und Kabinettschef, ermöglicht. Über seine Position innerhalb der Gazprom unterstütze Usmanow Putins Angriffe gegen die Demokratie und Pressefreiheit. Im Auftrag Putins habe der Gasriese nationale und regionale Fernsehsender, mehrere Radiosender und Zeitungsverlage aufgekauft, die sich nun bei ihrer Berichterstattung in „sklavischer Verherrlichung“ der Person Putins ergehen. Nach Usmanows privatem Kauf von Kommersant sei der Chefredakteur durch einen putinfreundlichen Journalisten ersetzt worden. Drei Monate später sei der Journalist Iwan Safronow auf mysteriöse Weise aus dem Fenster gefallen und starb.[167]

Da Murray für seine Anschuldigungen nie Beweise vorgelegt hat, bleiben alle Anschuldigungen als ebensolche im Raum bestehen.[168]

Sich an Murrays Behauptungen anlehnend, äußerte sich auch der britische Politiker und Mitglied des Europäischen Parlaments Tom Wise während einer Parlamentsdebatte am 25. September 2007 ähnlich abfällig über Usmanow.[169]

Auf all dies reagierte Usmanow, indem er über die britische Anwaltskanzlei Schillings, die dem Webhost Fasthosts Internet Ltd. mit juristischen Konsequenzen drohte, Murrays Website sperren ließ. Dies führte zu massiven Protesten zuerst in der Blogosphäre, weil auch andere Blogs von der Blockierung betroffen waren, darunter der des künftigen britischen Außenministers und Premierministers Boris Johnson. Gegenüber The Guardian äußerte Johnson sich empört über Usmanows Vorgehensweise: „Das ist doch London und nicht Usbekistan!“[170] In der Folge intervenierten britische Politiker (Tom Watson, Iain Dale)[171][172][173] und auch die Medien berichteten.[174][175][176]

The Times schrieb, dass Usmanow keinen Gerichtsprozess gegen die Äußerungen von Craig Murray angestrengt hat.[177] Nach Einschätzung des usbekischen Menschenrechtlers Jewgenij Djakonow wird Usmanow auch niemals ein Gerichtsverfahren gegen Murray anstrengen, denn Murray selbst war derjenige, der zwischen 2002 und 2004 als britischer Konsul in Usbekistan unter anderem Informationen über Usmanow sammelte und an zuständige Stellen nach Großbritannien sendete. Sollten im Laufe eines Gerichtsprozesses diese als geheim eingestuften Dokumente offengelegt werden, gäbe es einen riesengroßen Skandal. Das würde Usmanow nicht riskieren.[178]

Craig Murray beschuldigte Usmanow des Weiteren der Korruption, weil er 2004 über Gazprominvestholding als zuständiger Direktor Bestechungsgelder an Gulnora Karimova, Tochter des usbekischen Staatspräsidenten Islom Karimov, geleistet habe, damit die Erdgasreserven Usbekistans an Gazprom übergehen. Karimova habe dafür insgesamt 88 Millionen Dollar Schmiergelder erhalten, mit der Aussicht auf weitere Zahlungen für den Export von Erdgas. Usmanow habe sogar Putin in Form von 40 % MAPO-Bank-Anteilen bestochen, indem die Aktien über Usmanows ehemaligen Kommilitonen und Putins Sekretär Jastrschembski übergeben worden sind.[179][180] Inzwischen wird laut der Nachrichtenagentur Reuters angenommen, dass Usmanow unter Karimow keine Verbindungen zu den usbekischen Behörden hatte.[181]

FC Arsenal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der abgesessenen Haftstrafe in den 1980er Jahren beauftragte der Vorstand von FC Arsenal 2009 einen Privatdetektiv damit, die Vergangenheit des Oligarchen zu untersuchen. Er reiste sogar nach Taschkent, wo Usmanow sechs Jahre im Gefängnis verbrachte, um Details zu dessen Verurteilung und der späteren Annullierung durch russische und usbekische Gerichte zu recherchieren. Doch angesichts der Verschleierungstaktik seitens der usbekischen Behörden kam die Untersuchung zu keinem Ergebnis.[182] Der nachträgliche Vorwurf lautet, dies sei auf eine Verschleierungstaktik usbekischer Behörden zurückzuführen; das konnte allerdings weder belegt noch anderweitig bewiesen werden. Im Gegenzug forderte Usmanow den Vorstand auf offenzulegen, ob Gelder der Clubaktionäre für diese Untersuchung ausgegeben wurden[183].

The Times[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu einem weiteren Skandal kam es, als am 12. November 2012 The Times meldete, dass Usmanow die Londoner PR-Agentur RLM Finsbury mit der Überarbeitung des englischsprachigen Wikipedia-Artikels über ihn sowie der Entfernung aller Äußerungen zu den Anschuldigungen bezüglich seiner kriminellen Vergangenheit und anderer kritischer Anmerkungen beauftragt hatte. Finsbury entschuldigte sich für die Änderungen, merkte jedoch an, dies sei nicht von Usmanow in Auftrag gegeben worden.[184]

Vorwürfe über die Einflussnahme auf „Kommersant“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaftszeitung „Kommersant“, noch zu Sowjetzeiten gegründet, war lange Zeit für unabhängigen, regierungskritischen Journalismus bekannt.

Über eine mögliche Einflussnahme Usmanows auf die Zeitung „Kommersant“ wird verschieden berichtet. Aus einem Artikel in der deutschen Zeitung „Die Welt“ geht beispielsweise folgendes hervor:

Seitdem das wirtschaftsliberale Tagesblatt 2006 in den Besitz der Medienholding von Alischer Usmanow übergegangen ist, hat es einiges von diesem Ruf eingebüßt. Damals schrieb die Zeitung selbst, dass mit der Übernahme von „Kommersant“ Usmanow einen Auftrag des Kreml ausführte. Auch die Panorama-Stiftung sei überzeugt, dass Usmanow das Wirtschaftsblatt entweder auf direkte Anweisung des Kreml oder zumindest in Abstimmung mit ihm erworben habe. Dahinter steckte, so die Annahme, die Strategie des Kremls, die Medienkontrolle zum Teil den russischen Milliardären zu übergeben, damit diese für regierungskonforme Inhalte sorgen. So sei es den russischen Machthabern möglich gewesen, gegenüber dem Ausland mit einer reichhaltigen Medienlandschaft in Privatbesitz aufzutreten. Im Juli 2010 sah sich der langjährige Chefredakteur von „Kommersant“ Andrej Wassiljew wegen Einflussnahme aus dem Kreml gezwungen, von seinem Posten zurückzutreten. Die russische Staatsmacht nähere sich immer weiter der „unmittelbaren Leitung der Presse“ an, so Wassiljew, denn die Informationsströme werden sehr stark reguliert und gefiltert. Er sprach von einer zunehmenden Manipulation der Medien. So könne er nicht mehr professionell arbeiten.[185]

Im Gegenzug antwortete Wassiljew dem liberalen Radiosender „Echo Moskau“, für ihn selbst sei die Arbeit erst unter Berezovskij und später unter Usmanow immer ein persönlicher Balanceakt gewesen, da beide sehr unterschiedliche politische Positionen vertreten. Für den „Kommersant“ hat es seiner Aussage nach hingegen zu keinem Zeitpunkt eine Situation gegeben, in dem sich die Zeitung entgegen ihrer Grundsätze verhalten habe.[186]

Im März 2019 wurde der „Kommersant“-Autorin Maria Karpenko aufgrund ihres kritischen Artikels über den Sankt-Petersburger Gouverneur Alexander Beglow gekündigt. Im Mai 2019 mussten die Korrespondenten Ivan Safronow und Maxim Iwanow nach der Veröffentlichung eines Artikels über die Vorsitzende des Föderationsrates Walentina Matwijenko ihre Posten räumen, weil sie augenscheinlich die journalistischen Standards des „Kommersant“ verletzt hätten. Doch die Journalisten wurden anschließend seitens der Chefredaktion aufgefordert, ihre Quellen offenzulegen, da im Rahmen der Arbeit Fehler vermutet wurden.[187] Usmanow seinerseits wies den Vorwurf der Einmischung zurück. Der Rauswurf der Kollegen veranlasste das gesamte Politikressort des „Kommersant“ — das waren über 220 Mitarbeiter —, aus Protest die Zeitung zu verlassen.[188]

Datenleck: Panama und Paradise Papers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Veröffentlichung der Panama Papers im April 2016 benannte die Süddeutsche Zeitung den kremlnahen Usmanow als Anteilseigner mehrerer Offshore-Firmen, der zudem mehrere kritische Zeitungen aufgekauft und auf Linie der russischen Regierung gebracht habe. Usmanows Anwalt bemerkte zur Nennung von Usmanows Namen in den Panama Papers, dass die „wichtigsten, operativen Gesellschaften“ in Russland registriert seien und die ausländischen Unternehmen „auf sehr begrenzter Basis“ und „unter strengster Einhaltung“ gesetzlicher Bestimmungen in Anspruch genommen würden.[189] Die Komplexität und Undurchsichtigkeit der durch Usmanow kontrollierten Firmen, die aus den Panama Papers hervorgehen, veranschaulicht die Datenbank der Offshore-Leaks. Darin werden die Verbindungen zwischen den einzelnen Briefkastenfirmen (ABU Group Ltd., Brenson Holding Ltd., Hovigton Enterprises Ltd., Ocean Breeze Estates Ltd., Swinstar Holdings Ltd.) sichtbar.[190] Zusätzlich wird aufgezeigt, dass Usmanows Hovigton durch Vermittlung des Dienstleisters Bridgewaters (IOM) Ltd. zwischen 2011 und 2015 auf Wladimir Skotsch, den Vater seines Freundes Andrei Skotsch, registriert war. Die Firma Hovigton ist deshalb interessant, weil sie Aktieninhaberin der auf Zypern registrierten Gallagher Holdings Ltd. (Usmanows anderer Freund, Farhard Moshiri, besaß an Gallagher 10 % Anteile[191]) war, aus der später Usmanows Stahlimperium USM Steel & Mining Group Ltd. hervorging.[192]

Auch in den im November 2017 publizierten Paradise Papers taucht Usmanows Name auf. Die Recherchen der Süddeutschen Zeitung führten zum begründeten Verdacht, dass Usmanow als Miteigentümer des britischen FC Arsenal auch Einfluss auf einen anderen britischen Topligisten, FC Everton, haben könnte, der seit Februar 2016 zu 49,9 % dem britischen Geschäftsmann und Usmanows Freund Farhad Moshiri gehört. Die Süddeutsche zeigte auf, dass Usmanow 2007 für 110 Millionen Euro 14,6 % der Arsenal-Anteile über die auf Jersey registrierte Firma Red & White Holdings kaufte. Weil die Hälfte der Anteile der Holding zeitweise Moshiri gehörte, war er damit auch Besitzer der Arsenal-Anteile. Mit der Zeit wurden sie auf 30 % aufgestockt. Im Februar 2016 verkaufte Moshiri seine Anteile für etwa 190 Millionen Euro an Usmanow, so dass diesem nun 30 % von Arsenal gehörten. Gleichzeitig erwarb Moshiri für 116 Millionen Euro 49,9 % des FC Everton. Den Verdacht der Beeinflussung von zwei Fußballclubs bestärkten die Feststellung des russischsprachigen Internetportals championat.com vom 26. Februar 2016, dass Usmanow nun neuer Besitzer von Everton werde, und die Bekanntgabe, dass Usmanows USM Holding – wo Moshiri mit 11 % Anteilen im Vorstand sitzt – im Januar 2017 für 35 Millionen Euro die Namensrechte für das Trainingsgelände des FC Everton übernimmt. Aus den Paradise Papers lasse sich somit herauslesen, dass die Geschäftsverbindungen zwischen den beiden Aktionären so vielfältig und die Geldströme so verschlungen sind, dass Usmanow, so die Süddeutsche, „die Schlagkraft und den Fintenreichtum besitzen (könnte), mehr als nur einen Premier-League-Klub zu beeinflussen“. Dies wäre aber ein Verstoß gegen die Regelungen der Premier League, die einem Klubbesitzer oder -direktor die Beteiligung an einem anderen Verein verbietet, damit dieser auf die Richtlinien des anderen Klubs keinen Einfluss üben kann.[193]

Aus den 13,4 Millionen vom ICIJ ausgewerteten Paradise Papers gingen noch weitere Erkenntnisse über die geheimen Finanzgeschäfte Usmanows hervor. 2009 erwarben Usmanow und sein Partner Juri Milner über dessen Firma DST unter anderem Facebook-Anteile. Nachdem Facebook 2012 den Börsengang angetreten hatte, wuchs der Wert des sozialen Netzwerks von 6,5 auf 105 Milliarden Dollar. Vier Tage nach dem Börsengang verkaufte DST sein Aktienpaket für etwa eine Milliarde Dollar. Laut der Süddeutschen Zeitung sei dies ein legendäres Geschäft gewesen, von dem im Silicon Valley noch lange die Rede war. Mit Hilfe der Paradise Papers stellte das ICIJ fest, dass vor dem Aktiengeschäft die Facebook-Anteile einer undurchsichtigen Briefkastenfirma Kanton Services von den Britischen Jungferninseln gehörten, die von Gazprominvestholding (von Usmanow geleitet) finanziert und kontrolliert wurde. Der Experte für forensische Buchprüfung David Zweighaft, der an der Auswertung der Paradise Papers beteiligt war, kam zu dem Schluss, dass das staatliche Unternehmen Gazprom tatsächlich der Kreditgeber von Kanton Services war. Laut ICIJ hatte Gazprom fast keinen Anteil am riesigen Gewinn des Aktienverkaufs. Um die Rolle von Gazprom zu verschleiern, hat Kanton Services die Transaktionen mit Tochtergesellschaften von Milners DST durchgeführt. Unterlagen aus den 2016 publizierten Panama Papers belegen, dass Kanton Services Kredite in Höhe von 197 Millionen Dollar von Gazprominvestholding erhielt, und zwar drei Monate bevor sich DST – und damit Usmanow und Milner – in Facebook einkauften. Auf Anfrage des ICIJ teilte Gazprominvestholding mit, dass die Kredite "für allgemeine Firmenzwecke zur Verfügung gestellt worden" seien. Dem widersprach Michael Carpenter, ehemaliger Russland-Direktor im Nationalen Sicherheitsrat der USA, als er feststellte, dass die kremlnahen Institutionen ihre Investitionen aus strategischen und nicht ausschließlich kommerziellen Interessen tätigen. Auf Anfrage der New York Times teilte Usmanows Sprecher mit, dass der Oligarch zur Tätigung von Investitionen keine staatlichen oder quasistaatlichen Gelder lieh oder nutzte. Und Juri Milner stellte gegenüber New York Times fest, Usmanow habe viele Geldquellen, so dass es unmöglich sei festzustellen, ob Geld von Gazprominvestholding zum Erwerb von Facebook-Aktien genutzt wurde. In der Folge wurde Facebooks Vizepräsident Colin Stretch im Herbst 2017 zu einer Anhörung des US-Senats zitiert, um zu berichten, in welchem Ausmaß Russland über die sozialen Medien in den Präsidentschaftswahlkampf zwischen Donald Trump und Hillary Clinton 2016 eingegriffen hatte.[194] Überdies richteten im Januar 2018 Senator Marco Rubio und drei weitere republikanische Senatoren eine formale Anfrage an die Trump-Regierung, damit diese auch Usmanow als einer dem Präsidenten Putin nahestehenden Person in die neue Sanktionsliste gegen Russland aufnimmt. Die Senatoren bezogen sich ebenso auf Verbindungen des Milliardärs zu russischen Staatsgeldern, die als Investments ihren Weg unbemerkt in die amerikanische Social-Media-Industrie fanden.[195] Usmanow wurde indessen nicht mit Sanktionen belegt, im Gegensatz zu seinem Freund und Geschäftspartner Andrei Skotsch, weil der letztere seit langem Beziehungen zur organisierten Kriminalität unterhält und eine Zeit lang eine kriminelle Gruppierung selbst geleitet hat.[196]

Zudem tauchte Usmanows Name in Verbindung mit der Firma Bridgewater bzw. Bridgewaters in den Paradise Papers auf. Das Unternehmen von der Isle of Man fand bereits in den Panama Papers Erwähnung und war auf Briefkastenfirmen spezialisiert. Die ausgewerteten Daten deuten darauf hin, dass Usmanow den Dienstleister Bridgewater aufgekauft haben könnte, der von zwei Usmanow-Vertrauten geleitet wurde. Einer hatte die Leitung von etlichen Tochterunternehmen von USM, der zweite von der Vorgänger-Firma von USM inne. Die Journalisten von der Süddeutschen fragten sich daher, ob der Putin-treue Oligarch direkten Einfluss auf einen Briefkasten-Dienstleister habe, der zahlreiche prominente Kunden aus dem engeren Kreis des russischen Präsidenten bedient, wie z. B. die Ehefrau von Putins Pressesprecher Dmitri Sergejewitsch Peskow. Wenn dem so wäre, dann würden die Kunden nicht ausreichend überprüft und die Sanktionen gegenüber Russland (im Zusammenhang mit der Krimkrise und Russlands Eingriffen in den US-Wahlkampf) nicht greifen. Die Behauptungen, Usmanow sei Eigentümer und Bridgewater werde heimlich durch jemanden kontrolliert, wies Bridgewater als „falsch“ zurück. Usmanow erklärte, dass die vorgebrachten Anschuldigungen auf Unwahrheiten basieren.[197]

Anschuldigungen von Alexey Nawalny[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FBK vs. Usmanow / Medwedew[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang März 2017 geriet Usmanow in einen aufsehenerregenden Korruptionsskandal, nachdem der politische Aktivist und Kremlkritiker Alexei Nawalny und sein Fonds zur Bekämpfung der Korruption (FBK) das YouTube-Video „Für euch ist er kein Dimon“ über das geheime Luxusleben von Dmitri Medwedew veröffentlicht hatten. Demnach soll der Oligarch einem dem Ministerpräsidenten nahestehenden Fonds ein großes Grundstück in Rubljowka, einem teueren Vorort Moskaus, geschenkt haben.

Nawalny wurde festgenommen[198] und wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt zu 15 Tagen Haft und wegen Organisation eines nicht genehmigten Protests in Moskau zu einer Geldstrafe von 20.000 Rubel verurteilt.[199]

Antwort von Alischer Usmanow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Usmanow wies zuvor in zwei Videobotschaften vom 18. und 24. Mai 2017 alle Bestechungsvorwürfe entschieden zurück, bezeichnete Nawalny unter anderem als „Loser“ und „Lügner“. Er beschuldigte ihn zudem, die „rote Linie überschritten“ zu haben.[200] So forderte Usmanow Nawalny auf, "sich zu entschuldigen sich gegenseitig in Frieden leben zu lassen". Er betonte, dass er entgegen der Aussage von Nawalny, über die Jahre der Unternehmensführung 40.000 Arbeitsplätze geschaffen und mehr als 800 Milliarden Rubel in ihre Entwicklung investiert habe. Er dementierte vehement, sein Vermögen im Zuge der Privatisierung als Geschenk erhalten zu haben. Stattdessen gab Usmanow zu bedenken, dass die Unternehmen, in die er investiert, wie Megafon, Mail.Ru, Odnoklassniki, VKontakte, keine sowjetischen Unternehmen seien, mit denen der Aufbau eines entsprechenden Vermögens umsetzbar wäre, sagte er.[201]

Des Weiteren wies Usmanow die Anschuldigungen zurück, er sei ein Krimineller, der versuche, seine Vergangenheit zu vertuschen. Er beteuertem, 6 Jahre unverschuldet und aufgrund eines politisch motivierten Schuldspruches im Gefängnis verbracht zu haben. Anschließend sei er vollumfänglich vom Obersten Gericht rehabilitiert worden.[202]

Weitere Untersuchung des FBK[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nawalny veröffentlichte daraufhin am 29. Mai 2017 auf seinem YouTube-Kanal den Film Antwort an Alischer Usmanow. Darin geht Nawalny im Detail darauf ein, auf welche Weise Usmanow zum Milliardär werden konnte und beruft sich dabei auf Jahresberichte, Protokolle und andere offizielle Unterlagen der britischen Aktiengesellschaft Middlesex Holdings plc. Außerdem erläutert er, wie es dem usbekischen Großunternehmer gelang, staatliche metallurgische Unternehmen zu privatisieren, über Briefkastenfirmen einen riesigen Profit zu erwirtschaften und der russischen Staatskasse Millionen US-Dollar an Steuergeldern vorzuenthalten.[203]

Usmanows Vorgehensweise, so erläutert Nawalny im Film, ist im Prinzip einfach: Die russischen Rohstoffe billig an die unter der eigenen Kontrolle stehenden Offshore-Firmen zu verkaufen, damit diese die Rohstoffe dann zum Marktpreis auf der ganzen Welt vertreiben können. Die Aufwendungen (Produktionskosten, Gehälter etc.) verbleiben bei den metallurgischen Werken in Russland. Der Profit sei gering, entsprechend wenig Steuern werden gezahlt, wodurch der russische Staat Verluste erleide, während der größte Profit aus dem Verkauf bei ausländischen Tarnfirmen lande, die keine bzw. sehr geringe Steuern zahlen und die zudem von Usmanow und seinen Partnern kontrolliert werden. Diese Art der Steuerhinterziehung nennt man, laut Nawalny, Transferpreisbildung. Zu jener Zeit (2000–2001, 2002–2008) war Dmitri Medwedew der Vorstandsvorsitzende von Gazprom, so dass Usmanow, so der Vorwurf von Nawalny, jahrelang Gazprom bestehlen konnte, ohne dafür belangt zu werden.[204]

Gerichtsurteil und Zurücknahme der Anschuldigungen durch Nawalny[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. April 2017 zog Usmanow mit einer Verleumdungsklage gegen Nawalny und seine Antikorruptionsstiftung FBK vor Gericht.[205] Ende Mai kam das Moskauer Ljublinski-Gericht zum Urteil, dass Nawalny zu Unrecht Korruptionsvorwürfe gegen Usmanow verbreitet und somit seine „Ehre, Würde und den Ruf als Geschäftsmann“ beschädigt habe. Der Oppositionspolitiker wurde aufgefordert, die Anschuldigungen gegen Usmanow zurückzunehmen und das belastende Video zu löschen. Nawalny erwiderte, er werde den Beitrag nicht entfernen.[206]

Am 11. August 2017 wies das Moskauer Stadtgericht die Berufung des FBK zurück. Doch statt der gerichtlichen Forderung, den kompletten Film „Für euch ist er kein Dimon“ zu entfernen, sollten nun lediglich die auf Usmanow bezogenen Ausschnitte aus dem Video herausgenommen werden, womit sich die FBK-Anwälte einverstanden erklärten.[207]

Obwohl Nawalny am 10. Oktober 2017 die Richtigstellung veröffentlicht hat, hat er das belastende Video allerdings nicht, wie vom Gericht angeordnet, gelöscht.[208]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Alischer Usmanow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Elene Perotti: Russia: Kremlin creeps closer to media domination? Auf: Editor´s Weblog (Herausgegeben von der World Association of Newspapers) am 1. September 2006
  2. The Guardian: The colourful life of football's latest oligarch, vom 19. November 2007, abgerufen am 6. Mai 2020.
  3. ozodlik.org: В Ташкенте в автокатастрофе погиб племянник миллиардера Алишера Усманова, vom 9. Mai 2013, abgerufen am 21. Mai 2020.
  4. Blog von Aleksandr Belenkij: Неизвестное детство Алишера Усманова, vom 24. Juli 2018, abgerufen am 15. Mai 2020.
  5. Biografie auf svpressa.ru: Алишер Усманов. Бизнесмен и управленец, abgerufen am 4. Mai 2020 (russisch); Biografie auf zen.yandex.by: Алишер Усманов: реальная биография, тайны, фото и личная жизнь, vom 10. März 2020, abgerufen am 9. Mai 2020.
  6. Biografie auf finparty.ru: Биография — Усманова Алишера Бурхановича, abgerufen am 9. Mai 2020.
  7. «МГИМО. На всех языках мира». Документальный фильм. Abgerufen am 17. Juni 2020 (russisch).
  8. Алишер Усманов: миллиарды и человеческие отношения | Миллиардеры. 23. April 2012, abgerufen am 17. Juni 2020 (amerikanisches Englisch).
  9. Biografie auf neftegaz.ru: Усманов Алишер Бурханович, abgerufen am 6. Mai 2020; dailymail.co.uk: Arsenal's oligarch takes on his friend Abramovich, vom 31. August 2007, abgerufen am 8. Mai 2020.
  10. Oleg Peresin: Перевод с президентского, Magazin „Itogi“, Nr. 35 (794), vom 5. September 2011, abgerufen am 13. Mai 2020.
  11. a b c Usmanows Biografie (Memento vom 27. November 2006 im Internet Archive) auf der Webseite der russischen Wirtschaftszeitschrift Ekspert
  12. Profile: Billionaire Russian oligarch and Arsenal shareholder Alisher Usmanov. 19. November 2007, abgerufen am 31. Juli 2020 (englisch).
  13. Usmanows Lebenslauf auf lenta.ru; meduza.io: Обвинения Алишера Усманова в изнасиловании: откуда они взялись и как бизнесмен их опровергал, abgerufen am 4. Mai 2020 (russisch).
  14. Alexander Litwinenko: Akte über Gafur Rachimow, vom 1. April 2000.
  15. The Guardian: The colourful life of football's latest oligarch, vom 19. November 2007, abgerufen am 6. Mai 2020.
  16. Biografie auf forbes.ru: Алишер Усманов: миллиарды и человеческие отношения, abgerufen am 2. Mai 2020.
  17. Biografie auf svpressa.ru: Алишер Усманов. Бизнесмен и управленец, abgerufen am 4. Mai 2020 (russisch).
  18. Biografie auf svpressa.ru: Алишер Усманов. Бизнесмен и управленец, abgerufen am 4. Mai 2020 (russisch).
  19. http://www.timesonline.co.uk/tol/sport/football/premier_league/arsenal/article2357823.ece Profile auf timesonline.co.uk; Grigori Naberezhnow, Kristina Astafurowa: Усманов раскрыл своих возможных наследников, rbc.ru, vom 3. Januar 2020, abgerufen am 3. Mai 2020 (russisch); Biografie auf svpressa.ru: Алишер Усманов. Бизнесмен и управленец, abgerufen am 4. Mai 2020 (russisch); dailymail.co.uk: Arsenal's oligarch takes on his friend Abramovich, vom 31. August 2007, abgerufen am 9. Mai 2020.
  20. IslamRF.ru: Алишер Усманов: «Чтобы чувствовать себя в гармонии со своей душой – надо находиться в своей вере»; Jewish Business News: Alisher Usmanov And Irina Viner: The Story Of The Muslim Billionaire And His Jewish Wife, abgerufen am 5. Mai 2020.
  21. Biografie auf neftegaz.ru: Усманов Алишер Бурханович, abgerufen am 6. Mai 2020. Im Artikel ist von Anfang der 1980er Jahre die Rede, was aber nicht stimmen kann, da Usmanow im August 1980 zu 8 Jahren Haft verurteilt wurde; Iwan Woronow: Алишер Усманов, кандидат в олигархи, in: whoiswho.ru, vom 1. Dezember 2001, Biografie archiviert auf 2001 - Биография по версии сайта www.whoiswho.ru, abgerufen am 16. Mai 2020.
  22. Anna Sarybajewa: Первый бизнес Усманова: туры на Памир и поставки американских сигарет Magna, moneymakerfactory.ru, vom 1. September 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  23. Irina Nikitina: Трудоголик, ramns.ru, vom 3. April 2012, abgerufen am 14. Mai 2020.
  24. Biografie auf forbes.ru: Алишер Усманов: миллиарды и человеческие отношения, abgerufen am 2. Mai 2020; Biografie auf svpressa.ru: Алишер Усманов. Бизнесмен и управленец, abgerufen am 4. Mai 2020 (russisch).
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