Alix von Melle

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Alix von Melle (* 1. September 1971 in Hamburg) ist mit sieben bestiegenen Achttausendern die erfolgreichste deutsche Höhenbergsteigerin.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alix von Melle wuchs als drittes von vier Kindern einer Berufsschullehrerin und eines Kaufmanns in Ahrensburg auf.[2] Nach dem Abitur studierte sie Geografie in Hamburg und ab Ende 1992 an der Ludwig-Maximilians-Universität München.[3] Einige Jahre leitete sie die Geschäftsstelle des Bayerischen Landesverbandes des Deutschen Alpenvereins. Heute arbeitet sie in der Presse und Öffentlichkeitsabteilung der Münchner Globetrotter-Filiale und lebt in Höhenkirchen-Siegertsbrunn.[4] Ihr Ehemann ist seit 2011 der Extrembergsteiger Luis Stitzinger.[5]

Bergsteigen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Alix von Melle bereits in der Schule Ski fahren gelernt hatte, kam sie über das Skibergsteigen zum Bergsport, heute ist sie Fachübungsleiterin Skihochtouren. 2001 konnte sie als erste deutsche Frau über die Südwand (Franzosenroute mit Slowenen- und Messner-Variante (VI+)) auf den Aconcagua (6962 m) steigen. Ein Jahr später folgte der Muztagata (7509 m). 2004 konnte sie die Ama Dablam (6814 m) über den Südwestgrat (VI) sowie den Huascaran Norte (6652 m) besteigen. 2005 gelang ihr der Gipfel des Mount McKinley (6190 m). Auf den Gipfel des Pik Lenin (7134 m) stieg von Melle 2007.[3]

Achttausender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Berg Höhe (m) Route Anmerkung
000000000000001.00000000001 29. Juni 2006 Gasherbrum II 000000000008034.00000000008.034 Südwestsporn (III), Banana-Ridge
000000000000002.00000000002 21. Juni 2008 Nanga Parbat 000000000008125.00000000008.125 Kinshofer Route (V) Mit Helga Söll zusammen zweite deutsche Frau am Gipfel
000000000000003.00000000003 18. Mai 2009 Dhaulagiri 000000000008167.00000000008.167 Nordostgrat (II) Mit Helga Söll zusammen zweite deutsche Frau am Gipfel
Mai 2010 Makalu 000000000008485.00000000008.485 Franzosenroute Umkehr auf 8050 Metern wegen Kälte
000000000000004.00000000004 2. Oktober 2010 Cho Oyu 000000000008188.00000000008.188 Tichy-Route
000000000000005.00000000005 25. Juli 2011 Broad Peak 000000000008051.00000000008.051 Westgrat und Westflanke
Mai 2012 Manaslu 000000000008163.00000000008.163 Nordostflanke und Nordostgrat Umkehr auf 7990 Metern wegen eines Gewitters
000000000000006.00000000006 1. Mai 2013 Shishapangma 000000000008027.00000000008.027 Nordgrat
Mai 2014 Makalu 000000000008485.00000000008.485 Franzosenroute Auf 8250 Metern Umkehr wegen starker Symptome von Höhenkrankheit
000000000000007.00000000007 30. September 2017 Manaslu 000000000008163.00000000008.163 Nordostflanke und Nordostgrat

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephanie Geiger: Erfolgreichste deutsche Bergsteigerin. Von Melle bezwingt den Cho Oyu. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Oktober 2010.
  2. Clemens Kratzer: Interview mit Alix von Melle. alpin.de, 16. März 2011, abgerufen am 7. Mai 2013.
  3. a b Teamwork. goclimbamountain.de, abgerufen am 7. Mai 2013.
  4. Axel Klemmer: Alix von Melle: Auf dem fünften Achttausender. 4-seasons.de, 16. Mai 2011, abgerufen am 7. Mai 2013.
  5. Stephanie Geiger: Bergsteigerpaar nimmt nächsten Achttausender Welt online, 12. Januar 2013, abgerufen am 22. Februar 2014.