Aljaksej Kaljuschny

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WeissrusslandWeißrussland Aljaksej Kaljuschny Eishockeyspieler
Aljaksej Kaljuschny
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 13. Juni 1977
Geburtsort Minsk, Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik
Größe 178 cm
Gewicht 84 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Stürmer
Nummer #71
Schusshand Rechts
Spielerkarriere
1994–1995 HK Dynamo Moskau
1995–1996 Neftechimik Nischnekamsk
1996–2000 HK Dynamo Moskau
2000–2002 HK Metallurg Magnitogorsk
2002–2004 Sewerstal Tscherepowez
2004 HK Junost Minsk
2004–2008 HK Awangard Omsk
2008–2010 HK Dynamo Moskau
2010–2012 HK Awangard Omsk
2012–2013 Lokomotive Jaroslawl
2013–2016 HK Dinamo Minsk

Aljaksej Mikalajewitsch Kaljuschny (weißrussisch Аляксей Мікалаевіч Калюжны, russisch Алексей Николаевич Калюжный/Alexei Nikolajewitsch Kaljuschny; * 13. Juni 1977 in Minsk, Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik) ist ein weißrussischer Eishockeyspieler, der zuletzt bis 2016 für den HK Dinamo Minsk in der Kontinentalen Hockey-Liga spielte.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aljaksej Kaljuschny begann seine Karriere als Eishockeyspieler beim HK Dynamo Moskau, für den er in der Saison 1994/95 sein Debüt in der Russischen Superliga gab. Nach einem Jahr bei deren Ligarivalen Neftechimik Nischnekamsk kehrte er 1996 zu Dynamo Moskau zurück, mit dem er in der Saison 1999/2000 erstmals Russischer Meister wurde. Daraufhin unterschrieb er einen Vertrag beim HK Metallurg Magnitogorsk, mit dem er zu Saisonbeginn sogleich den IIHF Super Cup und am Ende der Spielzeit 2000/01 erneut die Meisterschaft gewann. Nach zwei Jahren verließ der Angreifer Metallurg und wechselte für ebenfalls zwei Jahre zu Sewerstal Tscherepowez, mit denen er 2003 Vizemeister wurde. Nach der Hauptrunde 2003/04 verpflichtete ihn der HK Junost Minsk für die weißrussischen Playoffs, in denen er mit dem Hauptstadtklub die weißrussische Meisterschaft erringen konnte.

Im Sommer 2004 wurde Kaljuschny von HK Awangard Omsk unter Vertrag genommen, mit dem er 2005 den IIHF European Champions Cup gewann. Im Finale setzte sich der Weißrusse mit seinem Team mit 2:1 nach Verlängerung gegen den finnischen Meister Kärpät Oulu durch, wobei er den 1:1-Ausgleich neun Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit erzielte. Nach vier Jahren in Omsk kehrte Kaljuschny 2008 zum HK Dynamo Moskau zurück, mit dem er anschließend den Spengler Cup gewann. 2010 wurde er zum weißrussischen Eishockeyspieler des Jahres gewählt.

2010 fusionierte Dynamo Moskau mit dem HK MWD Balaschicha und Kaljuschny wechselte erneut zum HK Awangard Omsk. Mit Omsk erreichte er in der Saison 2011/12 das Play-off-Finale, in dem sein Team dem OHK Dynamo unterlag. Zudem nahm er am KHL All-Star Game 2012 teil. Im Mai 2012 erhielt Kaljuschny einen Zweijahresvertrag bei Lokomotive Jaroslawl, der im Juni 2013 aufgelöst wurde. Anschließend war er vereinslos, ehe er im September des gleichen Jahres vom HK Dinamo Minsk verpflichtet wurde, dessen Mannschaftskapitän er bis 2016 war.

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Weißrussland nahm Kaljuschny im Juniorenbereich an den Junioren-C-Weltmeisterschaften 1996 und 1997, als er als Topscorer und bester Vorlagengeber des Turniers maßgeblich zum Aufstieg der Weißrussen in die B-Gruppe beitrug, teil.

Im Erwachsenenbereich spielte er mit der weißrussischen Auswahl bei der B-Weltmeisterschaft 1997 und den A-Weltmeisterschaften 1998, 1999 und 2000. Nach der Umstellung auf das heutige Divisionensystem stand er im Weißrussischen Kader bei den Weltmeisterschaften der Top-Division 2001, 2003, 2008, 2009, 2010, 2012, 2014, 2015 und 2016 sowie bei den Turnieren der Division I 2002 und 2004. Zudem vertrat er seine Farben bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano, 2002 in Salt Lake City und 2010 in Vancouver sowie bei den Qualifikationsturnieren für die Winterspiele 2002, 2006 in Turin und 2014 in Sotschi teil.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Klub-Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1994/95 Dynamo Moskau MHL 2 0 0 0 2
1995/96 Neftechimik Nischnekamsk MHL 44 5 3 8 24
1996/97 Dynamo Moskau Superliga 29 6 6 12 12
1997/98 Dynamo Moskau Superliga 43 8 10 18 30
1998/99 Dynamo Moskau Superliga 40 5 5 10 10 16 4 1 5 6
1999/00 Dynamo Moskau Superliga 38 3 9 12 20
2000/01 Metallurg Magnitogorsk Superliga 42 8 19 27 20
2001/02 Metallurg Magnitogorsk Superliga 39 11 12 23 22
2002/03 Sewerstal Tscherepowez Superliga 50 10 23 33 38 12 2 3 5 8
2003/04 Sewerstal Tscherepowez Superliga 56 11 20 31 60
2003/04 HK Junost Minsk Extraliga 6 2 3 5 4
2004/05 Awangard Omsk Superliga 60 14 16 30 32 11 0 4 4 4
2005/06 Awangard Omsk Superliga 50 12 26 38 32 13 4 5 9 0
2006/07 Awangard Omsk Superliga 54 18 45 63 24 11 5 4 9 8
2007/08 Awangard Omsk Superliga 56 25 31 56 24 4 3 1 4 2
2008/09 Dynamo Moskau KHL 51 12 19 31 4 12 6 3 9 6
2009/10 Dynamo Moskau KHL 56 11 17 28 18 4 1 0 1 4
2010/11 Awangard Omsk KHL 39 14 17 31 24 14 4 2 6 4
2011/12 Awangard Omsk KHL 41 6 15 21 18 18 1 4 5 0
2012/13 Lokomotive Jaroslawl KHL 52 8 15 23 26 6 2 2 4 2
2013/14 Dinamo Minsk KHL 51 11 15 26 8
2014/15 Dinamo Minsk KHL 48 7 27 34 8 4 0 1 1 4
2015/16 Dinamo Minsk KHL 53 10 21 31 26
KHL gesamt 391 79 146 225 132 58 14 12 26 20

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
1996 U20-Weißrussland U20-C-WM 4. Platz 4 0 4 4 2
1997 U20-Weißrussland U20-C-WM 1. Platz, Aufstieg 4 2 11 13 0
1997 Weißrussland B-WM 1. Platz, Aufstieg 7 3 1 4 2
1998 Weißrussland Olympia 7. Platz 7 1 0 1 6
1998 Weißrussland WM 8. Platz 6 1 4 5 2
1999 Weißrussland WM 9. Platz 6 1 1 2 6
2000 Weißrussland WM 9. Platz 6 1 2 3 12
2001 Weißrussland WM 14. Platz, Abstieg 6 2 1 3 4
2002 Weißrussland Olympia 4. Platz 9 1 1 2 0
2002 Weißrussland WM Div. I 1. Platz, Aufstieg 5 6 13 19 6
2003 Weißrussland WM 14. Platz, Abstieg 6 1 3 4 4
2004 Weißrussland WM Div. I 1. Platz, Aufstieg 5 3 7 10 4
2008 Weißrussland WM 9. Platz 6 1 3 4 4
2009 Weißrussland WM 6. Platz 5 1 5 6 0
2010 Weißrussland Olympia 9. Platz 4 3 1 4 2
2010 Weißrussland WM 10. Platz 6 4 2 6 4
2012 Weißrussland WM 14. Platz 7 3 2 5 2
2014 Weißrussland WM 7. Platz 7 1 6 7 2
2015 Weißrussland WM 7. Platz 8 5 5 10 6
2016 Weißrussland WM 5 1 0 1 2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]