Aljona Sergejewna Kostornaja

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Aljona Kostornaja Eiskunstlauf
Aljona Kostornaja beim JGP-Finale 2017
Voller Name Aljona Sergejewna Kostornaja
Nation RusslandRussland Russland
Geburtstag 24. August 2003 (17 Jahre)
Geburtsort Moskau, Russland
Größe 151 cm
Karriere
Disziplin Einzellauf
Verein Sambo-70
Trainer Jewgeni Pljuschtschenko
Sergei Rozanov
Ehemalige Trainer Eteri Tutberidse
Sergei Dudakow
Choreograf Shae-Lynn Bourne
Sergei Rozanov
Status aktiv
Medaillenspiegel
EM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
ISU Eiskunstlauf-Europameisterschaften
Gold Graz 2020 Damen
Persönliche Bestleistungen
 Gesamtpunkte 240,00 ISU GP NHK Trophy 2019
 Kür 159,45 ISU GP Internationaux
de France 2019
 Kurzprogramm 85,04 ISU GP NHK Trophy 2019
Platzierungen im Eiskunstlauf Grand Prix
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Grand-Prix-Finale 1 0 0
 Grand-Prix-Wettbewerbe 2 0 0
letzte Änderung: 4. Februar 2020

Aljona Sergejewna Kostornaja (russisch Алёна Сергеевна Косторная; * 24. August 2003 in Moskau) ist eine russische Eiskunstläuferin. Sie gewann bei den Juniorenweltmeisterschaften 2018 Silber, wurde im selben Jahr Zweite beim Grand-Prix-Finale der Junioren sowie Dritte bei den russischen Meisterschaften und 2020 Europameisterin.

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kostornaja war laut eigener Aussage als Kind sehr aktiv und begann deshalb 2007 mit dem Eiskunstlaufen.[1][2] Zunächst wurde sie von Marina Tscherkassowa trainiert,[3][4] zur Saison 2011/2012[5] kam sie in das Moskauer Trainingszentrum Sambo-70 zu Jelena Schgun.[3] 2017 wechselte Kostornaja innerhalb von Sambo-70 in die Gruppe von Eteri Tutberidse und Sergei Dudakow,[3] der unter anderem auch Olympiasiegerin Alina Sagitowa, die zweifache Weltmeisterin Jewgenija Medwedewa und Juniorenweltrekordhalterin Alexandra Trussowa angehören.[1]

Im Februar 2017 nahm Kostornaja als Ersatzläuferin[6] erstmals an russischen Juniorenmeisterschaften teil und wurde 16. Nach dem Trainerwechsel konnte sie über den Sommer ihre Leistungsfähigkeit deutlich steigern, sodass sie im Oktober desselben Jahres erstmals an einem internationalen Wettkampf, dem ISU Junior Grand Prix (JGP) in Danzig, teilnehmen durfte. Dort gewann sie knapp vor ihrer Landsfrau Darja Panenkowa,[7] beim JGP im italienischen Neumarkt folgte wenige Tage später ein zweiter Platz.[8]

Damit war Kostornaja auch für das Grand-Prix-Finale der Junioren qualifiziert, welches Anfang Dezember im japanischen Nagoya stattfand. Dort verbesserte sie zunächst mit 71,65 Punkten den von Alina Sagitowa gehaltenen Juniorenweltrekord im Kurzprogramm, bevor ihre Landsfrau und Trainingspartnerin Alexandra Trussowa wenige Minuten später diese Marke wiederum überbot (73,25 Punkte).[9] In der Kür erzielte Kostornaja eine um etwa 0,5 Punkte bessere Wertung als Trussowa, addiert lag diese aber um etwa einen Punkt vorne, sodass Kostornaja Silber gewann. Zwei Wochen später wurde sie bei den russischen Meisterschaften der Erwachsenen in Sankt Petersburg Dritte.

Im neuen Jahr verlor Kostornaja bei den russischen Juniorenmeisterschaften Ende Januar erneut nur knapp gegen Trussowa. Im März trat sie bei den Juniorenweltmeisterschaften in Sofia an. Trotz einer persönlichen Bestleistung von insgesamt 207,39 Punkten lag sie als Zweite in der Endabrechnung diesmal recht deutlich hinter der Juniorenweltrekord laufenden Trussowa, die als erste weibliche Eiskunstläuferin überhaupt in ihrer Kür zwei Vierfachsprünge zeigte und so einen deutlich höheren technischen Wert erzielte.[10]

Bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften 2020 holte sich die 16-Jährige im Januar 2020 im österreichischen Graz den Titel.[11] Im Juli 2020 vollzog Kostornaja einen Trainerwechsel zu Jewgeni Pljuschtschenko.[12]

Kostornaja bei der Siegerehrung der EM 2020

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meisterschaft / Saison 2017/18 2018/19 2019/20
Europameisterschaften 1.
Russische Meisterschaften 3. 3. 2.
Grand-Prix-Wettbewerb 2017/18 2018/19 2019/20
Grand-Prix-Finale 1.
NHK Trophy 1.
Trophée Eric Bompard 1.

Bei den Junioren (JGP: ISU Junior Grand Prix):

Wettbewerb/Saison 2016/17 2017/18 2018/19
Juniorenweltmeisterschaften 2.
Russische Meisterschaften 16. 2. 2.
Grand-Prix-Wettbewerb 2017/18 2018/19 2019/20
JGP Finale 2. 1.
JGP Polen 1.
JGP Italien 2.
JGP Cup of Austria 1.
JGP Czech Skate 1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Aljona Kostornaja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Алена Косторная: «Люблю прыжки, мне нравится ощущение полета». In: fsrussia.ru. 12. März 2018, abgerufen am 13. April 2018 (russisch).
  2. Фигуристка Алена Косторная: Тутберидзе похвалила один раз за весь год. In: rsport.ria.ru. 29. Dezember 2017, abgerufen am 13. April 2018 (russisch).
  3. a b c Алена Косторная: «Мне очень хочется стать нейрохирургом». In: fsrussia.ru. 7. Dezember 2017, abgerufen am 13. April 2018 (russisch).
  4. Интервью с Алёной Косторной. In: tulup.ru. 28. Dezember 2017, abgerufen am 13. April 2018 (russisch).
  5. Косторная Алёна Сергеевна. In: fskate.ru. Abgerufen am 13. April 2018 (russisch).
  6. СПИСОК УЧАСТНИКОВ ПЕРВЕНСТВА РОССИИ 2017 г. (Memento vom 17. Januar 2017 im Internet Archive)
  7. Junior Ladies Results. (Ergebnisse JGP Polen). In: isuresults.com. Abgerufen am 13. April 2018.
  8. Junior Ladies Results. (Ergebnisse JGP Italien). In: isuresults.com. Abgerufen am 13. April 2018.
  9. Александра Трусова из Рязани побила рекорд юниорского Гран-при по фигурному катанию. In: 7info.ru. 7. Dezember 2017, abgerufen am 13. April 2018 (russisch).
  10. Trusova rides pair of quads to world junior crown. In: web.icenetwork.com. 10. März 2018, abgerufen am 13. April 2018 (englisch).
  11. Eiskunstlauf EM in Graz: Schweizerin Alexia Paganini wird Vierte (26. Januar 2020)
  12. Russian figure skater Kostornaia leaves Tutberidze to join Plushenko camp. Abgerufen am 25. September 2020.