Alkahest

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Alkahest (Alcahest) ist ein hypothetisches Universal-Lösungsmittel, das jede Substanz, einschließlich Gold, aufzulösen vermag. Viele Alchemisten haben nach diesem Lösungsmittel gesucht.

Alkahest ist ein Kunstwort, das möglicherweise von Paracelsus aus arabischen Wörtern gebildet wurde. Möglicherweise kannte Paracelsus auch aus mittelalterlichen Schriften die Flüssigkeit sal alkali, eine Lösung aus Kaliumhydroxid in Alkohol, die viele Stoffe auflösen kann.[1] Paracelsus' Rezept bestand aus Ätzkalk, Alkohol und Calciumcarbonat. Er glaubte, dies sei der Stein der Weisen. Ein Problem bezüglich des Alkahest wäre die Lagerung gewesen. Wenn es nämlich alles auflöste, dann auch jeden Behälter, in dem es gelagert wurde. Der Alchimist Philalethes hat daraufhin die Definition angepasst: Alkahest löst Stoff-Verbindungen in die Elemente auf, aus denen die Verbindungen bestehen.

Andere Quellen behaupten, dass Alkahest der Name des Elixiers des Lebens sei, welches aus dem Stein der Weisen gewonnen werde.

Aus heutiger Sicht kann Wasser als eine Art Universal-Lösung gelten, da sich viele Stoffe aufgrund der chemischen Polarität in Wasser lösen lassen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Paolo A. Porto: „Summus atque felicissimus salium“. The Medical Relevance of the liquor Alkahest. In: Bulletin of the History of Medicine. 76, 1, 2002, ISSN 0007-5140, S. 1–29.
  • Eyrénée Philalèthe: "Anthoposophia theomagica", 1650.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Diese Rezeptur ist dem modernen Chemiker wohlbekannt. Ein Bad aus Kaliumhydroxid in Ethanol ist ein probates Mittel zur Reinigung von Glasgeräten im Laboratorium. Die ätzende Lösung entfernt auch hartnäckige Verschmutzungen in Tagesfrist.