Alkalisierung

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Die Alkalisierung bezeichnet den Vorgang der Erhöhung des pH-Werts, so dass das Milieu alkalischer wird.

Begriffsdefinition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Textilveredelung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Textilveredelung versteht man unter Alkalisierung ein Verfahren für die Bearbeitung von PET-Fasern. Dazu wird die PET-Faser alkalisch behandelt, was dazu führt, dass

  • eine Verringerung des Filamenttiters und des Faserdurchmessers auftritt
  • ein geschmeidiger, seidenähnlicher Griff entsteht
  • Bildung von Kratern und Einkerbungen auf der Oberfläche entstehen, woraus eine Mattierung der Faser resultiert
  • ein unerwünschter, Festigkeits- und Gewichtsverlust eintritt (10–30 %)

Naturwissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im naturwissenschaftlichen Kontext wie beispielsweise in der Bodenentwicklung (Pedogenese) wird der Vorgang der Erhöhung des pH-Wertes im Boden durch alkalische Stäube (Magnesitstaub oder Zementstaub) als Alkalisierung bezeichnet.

Medizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Prophylaxe eines Tumorlyse-Syndroms kann unter anderem eine Harn-Alkalisierung durch entsprechende Infusionen oder Medikamente vorgenommen werden, wodurch eine bessere Ausscheidung des Harns erreicht werden kann.

Ernährungswissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittels Alkalisieren kann man in der Kakaopulverherstellung a) Fett aus der Kakaomasse trennen und b) Geschmack und Farbe des Kakaopulvers beeinflussen[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kakaopulverherstellungabgerufen am 7. Juni 2019