Allee der Kosmonauten (Band)

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Allee der Kosmonauten
Allee der Kosmonauten (2005)
Allee der Kosmonauten (2005)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Christlicher Rock
Gründung 1994 als Kyd Moses
Auflösung 2008
Letzte Besetzung
Mischa Marin
Jott Fürwitt
Ehemalige Mitglieder
Christian Ettinger (1994–1997)
Uli König (1997–1999)
Ziggy Holzmann (1994–2003)
Livemitglieder
Michael Heise
Manuel Steinhoff
Andie Mette
Dee Rosario
Hannes Butzer
Heiko Koengeter
Lars Peter

Allee der Kosmonauten war eine der bekanntesten christlichen Rockgruppen Deutschlands, die aus Mischa Marin (Gesang) und Jürgen „Jott“ Fürwitt (Schlagzeug) und ihrer vierköpfigen Liveband bestand. Die Gruppe entstand aus einer Formation namens Kyd Moses, die es bis ins Vorprogramm von Nena schaffte.

Der Namenswechsel erfolgte im Jahr 2000, kurz nachdem die beiden Bandmitglieder praktizierende Christen geworden waren.

Kyd Moses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Besetzung von Kyd Moses bestand aus Christian Ettinger (1994–1997), Uli König (1997–1999), Ziggy Holzmann (1994–2003), Mischa Marin (seit 1994) und Jürgen Fürwitt (seit 1994).

1995 erschien die erste Single Kinder der Nacht bei BMG/Hansa. 1997 wurde das Album U-Topic eingespielt, welches aber nie veröffentlicht wurde, weil sich die Band zuvor von dem Plattenlabel trennte. Die zweite Single Brich mir dein Herz wurde 1998 bei dem Label Arcade veröffentlicht. Das im selben Jahr eingespielte Album Delphine wurde ebenfalls nicht veröffentlicht, da das Label in Konkurs ging.

Der Titel Brich mir Dein Herz sollte jedoch später der Anknüpfungspunkt für Grönemeyer sein und somit indirekt der Anfang eines neuen Weges. 1999 begleitete die Band für ein halbes Jahr Nena als Support auf einer Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Im Jahr 2000 kam es nach der Hinwendung zum christlichen Glauben zum Namenswechsel. Fortan heißt die Gruppe „Allee der Kosmonauten“.

Allee der Kosmonauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten beiden Singles Brich mir Dein Herz und Schneetrick erschienen bei Grönland, dem Label ihres Entdeckers Herbert Grönemeyer, von dem sie sich 2002 trennten. 2003 verließ Gitarrist Ziggy Holzmann die Band, um sich beruflich neu zu orientieren.

Im Folgejahr initiierten die Musiker das Projekt Zeichen der Zeit, für das sie Songs schrieben und andere bekannte Künstler zur Mitarbeit bewegen konnten (z. B. Rolf Stahlhofen, Xavier Naidoo, Patrick Nuo, Ben, Laith Al-Deen, Sarah Brendel, Judy Bailey und Paddy Kelly). Die erste Single Du bist nicht allein erreichte Platz 8 der deutschen Singlecharts.

Im Jahr 2003 erschien die Band zum ersten Mal im christlichen Kontext bei einem kurzen Konzert in der voll besetzten Waldbühne während des Ökumenischen Kirchentages in Berlin.

Das Album Zeichen der Zeit wurde im Jahr 2004 veröffentlicht, mit dabei sind, neben den oben genannten Musikern, unter anderen Katy Karrenbauer, Edo Zanki, Jazzkantine, Cappuccino, Yvonne Catterfeld, W4C, Beatbetrieb, Marta Jandová (Die Happy).

Ebenfalls 2004 erschien das Buch Kinder der Sehnsucht (Autor: Steffen Kern), das die Geschichte von der „wilden Rockband Kyd Moses“ zu der christlichen Band Allee der Kosmonauten erzählt.

Im selben Jahr gelangte ihre Single Ich würd’ gern wissen auf Platz 86 der deutschen Singlecharts.

Während der Tour 2004 formierte sich die Liveband mit Michael Heise (Bass), Andreas Mette (Gitarre), Dee Rosario (Gitarre) und Lars Peter (Keyboard). Die Band trat u. a. auf bei Jesus House, Pro Christ, Maiday, Himmelfahrtsfestival, als Headliner beim Power of Love Festival auf dem evangelischen Kirchentag 2005.

Im Jahr 2005 erreichten sie mit dem Titel „Dein Lied“ beim deutschen Vorentscheid des Eurovision Song Contest den 3. Platz. Es folgte eine Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz mit über 60 Konzerten.

Als wohl erste Musikgruppe trat Allee der Kosmonauten im „Aktuellen Sportstudio“ im ZDF bei Johannes B. Kerner auf und sprach dort über ihren Glauben an Jesus Christus. Begleitet wurde die Truppe von Marcelo Bordon (FC Schalke 04) am Saxophon, der ebenfalls Christ ist. Auch der Empfang in der Staatskanzlei in Mainz durch Kurt Beck und der Auftritt dort war vorher noch keiner Band vergönnt.

2006 gab es eine Neuauflage des Projektes Zeichen der Zeit mit dem Album „David Generation“. Die Single „Ich trage dich“ kam zwar in die Charts, blieb aber hinter dem Erfolg der ersten Single Du bist nicht allein zurück.

Ende 2006 erschien das Album „Lobpreis“.

Nach einer ausgedehnten Tour 2007 produzierte die Gruppe im Jahr 2008 den Film Lauter singen, der die Geschichte der Band erzählt und mit Musik, Liveausschnitten sowie privaten Originalaufnahmen die ganzen Jahre dokumentiert. Der Film wurde im Rahmen des Christival 2008 in Bremen vorgestellt, ist aber bislang nicht veröffentlicht. 2008 verließ Jott Fürwitt die Band um sich anderen Projekten zu widmen. Jott Fürwitt äußerte sich dazu nur vage: Es sei „die Zeit gekommen, neue Dinge zu tun“. Genaue Gründe für die Trennung sind noch nicht bekannt.[1] Die Band gab noch einige Konzerte als Allee der Kosmonauten. 2009 entstehen die „Googs“, bei denen Jott Fürwitt Gitarre spielt und singt. Fürwitt 2011.: „Es war an der Zeit ADK aufzulösen, es war eine schöne und gute Phase, aber am Ende hat sich vieles wiederholt,...trotz des Erfolges. Jetzt kann ich endlich wieder ehrliche Musik machen...“ Die „Googs“ veröffentlichen schon 2010 ihre erste EP, 2011 das erste Album. Es folgen Live- und TV-Auftritte... (Googs-Info.de) Seit 2009 tritt Marin unter seinem Namen mit den Musikern der Band auf. 2010 erschien das Debüt-Album des Projekts stadtklangfluss, an dem Marin beteiligt ist.[2] Im Januar 2012 veröffentlichte Marin sein Solo-Debüt-Album Die Mehrzahl von Glück. Außerdem ist offenbar ein Nachfolgeprojekt zu Allee der Kosmonauten mit dem Namen Rakete geplant. Das schon für 2010 angekündigte Album[3] ist aber bislang nicht erschienen.

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001 – Brich mir dein Herz (Grönland/EMI)
  • 2001 – Brich mir Dein Herz (Vinyl, Remix)
  • 2002 – Schneetrick (Grönland/EMI)
  • 2004 – Ich würd’ gern wissen (J*Star/Edel)
  • 2005 – Dein Lied (J*Star/Edel)

Zeichen der Zeit

  • 2003 – Du bist nicht allein (Sony)
  • 2004 – Ein weiterer Morgen (Sony)
  • 2006 – Ich trage dich (Sony/BMG)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005 – Koordinaten (J*Star/Edel)
  • 2006 – Lobpreis (J*Star/Gerth Medien)

Zeichen der Zeit

  • 2004 – Zeichen der Zeit (Sony)
  • 2006 – David Generation (Sony/BMG)

Jott: GooGs

  • 2009 – Bscherung (Kompilation)
  • 2010 – Vorspiel (EP)
  • 2011 – GooGs" (Album)
  • 2012 – "Josef (Single)
  • 2013 – Die Hitz (Album)
  • 2014 – So lang' ich kann (Single)
  • 2015 – Zusamme uff Platt (Live-Doppel-Album)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. »Allee der Kosmonauten« trennen sich (Memento vom 17. November 2013 im Webarchiv archive.is)
  2. Archivlink (Memento des Originals vom 28. August 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/blogs.myspace.com
  3. http://www.raketerockt.de/