Allenwiller

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Allenwiller
Wappen von Allenwiller
Allenwiller (Frankreich)
Allenwiller
Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine
Département Bas-Rhin
Arrondissement Saverne
Kanton Saverne
Koordinaten 48° 39′ N, 7° 23′ OKoordinaten: 48° 39′ N, 7° 23′ O
Höhe 225–400 m
Fläche 5,96 km²
Einwohner 535 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 90 Einw./km²
Postleitzahl 67310
INSEE-Code

Mairie Allenwiller
katholische Kirche St. Michael Allenwiller
Blick zur protestantischen Kirche

Allenwiller (deutsch: Allenweiler) ist eine Gemeinde mit 535 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Kanton Saverne im Département Bas-Rhin in der Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine in Frankreich. Sie ist ein Mitglied der Communauté de communes de la Sommerau.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbardörfer sind Salenthal und Singrist im Norden, Romanswiller im Südosten und Birkenwald im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allenweiler gehörte zur Herrschaft Ochsenstein. Es war ein Lehen des Bischofs von Metz.[1] Als die Familie derer von Ochsenstein im Mannesstamm mit Georg von Ochsenstein 1485 ausstarb, gelangte das Erbe über dessen Schwester an die Grafen von Zweibrücken-Bitsch.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1570 kam es zu einem weiteren Erbfall, der Allenweiler zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg brachte: Graf Jakob von Zweibrücken-Bitsch (* 1510; † 1570) und sein schon 1540 verstorbener Bruder Simon V. Wecker hinterließen nur jeweils eine Tochter als Erbin. Die Tochter des Grafen Jakob, Margarethe (* 1540; † 1569), war mit Philipp V. von Hanau-Lichtenberg (* 1541; † 1599) verheiratet. Zu dem sich aus dieser Konstellation ergebenden Erbe zählte auch die Herrschaft Ochsenstein. In der Verwaltungsstruktur der Grafschaft Hanau-Lichtenberg wurde Allenweiler dem Amt Westhofen zugeschlagen.[2] Philipp V. von Hanau-Lichtenberg führte in den ererbten Gebieten sofort die Reformation durch, die wie sein übriges Herrschaftsgebiet nun lutherisch wurden.

Mit der Reunionspolitik Frankreichs unter König Ludwig XIV. kamen das Amt Westhofen und Allenweiler unter französische Oberhoheit. Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., fiel das Erbe – und damit auch Allenweiler – 1736 an den Sohn seiner einzigen Tochter, Charlotte, den Erbprinzen und späteren Landgrafen Ludwig (IX.) von Hessen-Darmstadt. Mit dem durch die Französische Revolution begonnenen Umbruch wurde das Amt Westhofen Bestandteil Frankreichs und in den folgenden Verwaltungsreformen aufgelöst.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl[3]
1793 1800 1806 1821 1831 1836 1841 1846 1851 1856 1861 1866
632 458 445 458 487 496 507 483 467 433 424 465
1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1921 1926 1931
445 406 460 430 406 393 393 415 405 400 402 401
1936 1946 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2008 2012
365 363 369 358 381 378 393 418 453 495 507 526
Demography Allenwiller.svg

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf ist durch Nebenstraßen an das Verkehrsnetz angeschlossen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Industrie und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Erwerbszweige sind das Kleingewerbe und die Landwirtschaft.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].
  • Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Allenwiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Knöpp, S. 17.
  2. Knöpp, S. 17; Matt, S. 9.
  3. cassini.ehess.fr