Allerheiligen (Neuss)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen von Neuss
Allerheiligen
Bezirk 28 von Neuss
Lage von Neuss-Rosellen
Koordinaten 51° 8′ 15″ N, 6° 44′ 44″ OKoordinaten: 51° 8′ 15″ N, 6° 44′ 44″ O
Fläche 4,9 km²
Einwohner 7431
Bevölkerungsdichte 1517 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Jan. 1975
Postleitzahl 41470
Stadtbezirk Rosellen (28)
Quelle: Fahrplanauskunft Stadtwerke Neuss

Allerheiligen ist ein Stadtteil der zum Neusser (statistischen) Bezirk Rosellen gehört und inklusive der Wohnplätze Gier sowie Kuckhof insgesamt 7.431 Einwohner zählt (Stand: 1. Januar 2019). Damit lebt in Allerheiligen etwa die Hälfte der Bevölkerung des südlichsten Neusser Bezirks Rosellen.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allerheiligen liegt rund 10 km südöstlich der Neusser Innenstadt und verfügt über einen S-Bahn-Anschluss an der Strecke Düsseldorf-Neuss-Dormagen-Köln-Bergisch Gladbach. Unweit des Stadtteils befindet sich das Autobahndreieck Neuss-Süd (A 57/A 46). Allerheiligen grenzt an mehrere Neusser Stadtteile: Im Westen an Rosellerheide und Rosellen, im Norden an Norf, im Nordosten an Elvekum sowie im Osten an Uedesheim. Im Süden grenzt Neuss-Allerheiligen an Dormagen-Nievenheim.

Abenteuerspielplatz

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend um Allerheiligen ist seit der Steinzeit besiedelt, wie Steinbeilfunde in der Nähe beweisen. Die heutigen Stadtteile/Ortschaften im Süden von Neuss entstanden im Rahmen der fränkischen Landnahme und gehörten zum Kirchspiel Rosellen und zum Kurfürstentum Köln. Die Bewohner hatten mehrfach unter Kriegszügen zu leiden, so 1474, als Karl der Kühne von Burgund Neuss belagerte. Nach der Besetzung durch die Franzosen wurde in Norf eine Mairie eingerichtet, der auch Allerheiligen untergeordnet wurde. 1815 fiel Allerheiligen an Preußen. Anfang des 20. Jahrhunderts waren rund 50 % der Einwohner Tagelöhner, 30 % Bauern und 20 % Handwerker. Mit der Ausweisung neuer Gewerbegebiete im Neusser Stadtgebiet entwickelte sich Allerheiligen zunehmend zu einer Pendlergemeinde. Seit den 1990er Jahren bis heute wächst der Stadtteil dynamisch weiter; regelmäßig entstehen neue Wohngebiete. Die Arbeiten im Nordosten von Allerheiligen (Neubaugebiet B) gehen im Jahr 2020 in die letzte Phase. Ein weiteres Neubaugebiet im Bereich Kuckhof ist für die nächsten Jahre in Planung.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Bevölkerung 4.200 4.477 4.629 4.688 4.747 4.744 4.806 5.078 5.276 5.461 5.895 6.261 6.439 7.097[1] 7.192[2] 7.362[3] 7.431[4]
Teichanlage

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden von Allerheiligen (dem ehemaligen Neubaugebiet A) entstand eine Parkanlage mit einem 4.900 Qudratmeter großen Teich und Rundwanderwegen. Außerdem gibt es dort einen großen Abenteuerspielplatz.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Buslinien der Stadtwerke Neuss (Linie 841 und 850), die u. a. eine direkte Verbindung an die angrenzenden Neusser Stadtteile Rosellen, Rosellerheide, Norf, Uedesheim bzw. die Neusser Innenstadt ermöglichen und der von Stadtwerke Neuss und Rheinbahn gemeinschaftlich betriebenen Schnellbuslinie SB53, mit der u. a. die Düsseldorfer Universität erreichbar ist, verfügt Allerheiligen seit dem Jahr 2003 über einen S-Bahn-Anschluss. Der S-Bahn-Haltepunkt Neuss-Allerheiligen wird durch einen 10 m hohen Lärmschutzwall von der Siedlung getrennt. Die Linie S11 der S-Bahn Rhein-Ruhr verkehrt auf der Strecke Düsseldorf-Neuss-Köln in der Woche im 20-Minuten-Takt. Sie verbindet den Stadtteil mit den Nahverkehrsnetzen von Neuss und Düsseldorf sowie Köln. Es liegt dadurch auch eine direkte Verbindung zum Flughafen Düsseldorf vor. Über die Kreisstraßen K30, K30n und K33 sowie die Landesstraße L380 ist Allerheiligen im Individualverkehr zu erreichen. Die nächsten Autobahnen sind A 46 (Ausfahrt Neuss-Uedesheim) und A 57 (Ausfahrt Neuss-Norf bzw. Dormagen). Auf diese Weise kann das Zentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf (Rheinturm) in etwa 15 Minuten, die Innenstadt von Köln (Dom) nach ungefähr 30 Minuten erreicht werden. Der Rhein bei Uedesheim ist mit dem Fahrrad etwa 15 Minuten entfernt.

Sportmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit November 2005 verfügt Allerheiligen über ein Sportzentrum mit einer Dreifachsporthalle und einer Gymnastikhalle. Im Sommer 2013 ist in der Nähe des S-Bahn Haltepunkts ein Skatepark eröffnet worden.

Nahversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allerheiligen verfügt unter anderem über ein Nahversorgungszentrum mit zwei Supermärkten, einer Apotheke, einem Schreibwarenladen (Post), einer Reinigung, einem Eiscafé, einer Pizzeria und einem Restaurant mit Biergarten.

Energieversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuss-Allerheiligen bezieht Fernwärme für die Haushalte aus dem im benachbarten Neuss-Uedesheim gelegenen größten Aluminium-Walzwerk der Welt.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St. Peter Schützenbruderschaft
  • St. Martins-Komitee Allerheiligen
  • Ausdauer-Sport-Club ASC Rosellen
  • SV 1930 Rosellen e. V.
  • Heimatverein vormals Reiterverein 1881 Rosellen

Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2015 hat im Stadtteil eine Grundschule ihren Betrieb aufgenommen. Weiterführende Schulen befinden sich unter anderem im angrenzenden Stadtteil Neuss-Norf.

Kindergärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Allerheiligen befinden sich zurzeit fünf Kindergärten.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nachrichten zur Statistik. Statistische Jahreszahlen. Die Bevölkerung in den Wohnplätzen der Stadt Neuss am 01.01.2016. (PDF) In: Webpräsenz von Neuss. Oktober 2016, abgerufen am 19. November 2019.
  2. Nachrichten zur Statistik. Statistische Jahreszahlen. Die Bevölkerung in den Wohnplätzen der Stadt Neuss am 01.01.2017. (PDF) In: Webpräsenz von Neuss. Dezember 2017, abgerufen am 19. November 2019.
  3. Nachrichten zur Statistik. Statistische Jahreszahlen. Die Bevölkerung in den Wohnplätzen der Stadt Neuss am 01.01.2018. (PDF) In: Webpräsenz von Neuss. Dezember 2018, abgerufen am 19. November 2019.
  4. Nachrichten zur Stastik. Statistische Jahreszahlen. Die Bevölkerung in den Wohnplätzen der Stadt Neuss am 01.01.2019. (PDF) In: Webpräsenz von Neuss. Dezember 2018, abgerufen am 16. Februar 2020.