Allerheiligen bei Wildon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Allerheiligen bei Wildon
Wappen Österreichkarte
Wappen von Allerheiligen bei Wildon
Allerheiligen bei Wildon (Österreich)
Allerheiligen bei Wildon
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Fläche: 20,51 km²
Koordinaten: 46° 55′ N, 15° 33′ OKoordinaten: 46° 54′ 51″ N, 15° 33′ 14″ O
Höhe: 407 m ü. A.
Einwohner: 1.491 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 8412
Vorwahl: 03182
Gemeindekennziffer: 6 10 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Allerheiligen bei Wildon 240
8412 Allerheiligen bei Wildon
Website: www.allerheiligen-wildon.at
Politik
Bürgermeister: Christian Sekli (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
    
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Allerheiligen bei Wildon im Bezirk Leibnitz
Allerheiligen bei WildonArnfelsEhrenhausen an der WeinstraßeEmpersdorfGabersdorfGamlitzGleinstättenGrallaGroßkleinHeiligenkreuz am WaasenHeimschuhHengsbergKitzeck im SausalLangLebring-Sankt MargarethenLeibnitzLeutschach an der WeinstraßeOberhaagRagnitzSankt Andrä-HöchSankt Georgen an der StiefingSankt Johann im SaggautalSankt Nikolai im SausalSankt Veit in der SüdsteiermarkSchwarzautalStraß in SteiermarkTillmitschWagnaWildonSteiermarkLage der Gemeinde Allerheiligen bei Wildon im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Schloss Herbersdorf, Portal
Pfarrkirche Allerheiligen
Pfarrkirche Allerheiligen, Innenansicht
Kapelle in Großfeiting

Allerheiligen bei Wildon ist eine österreichische Gemeinde im Norden des Gerichtsbezirks bzw. des politischen Bezirkes Leibnitz in der Steiermark. Seinen Namen erhielt der in der Region Stiefingtal gelegene Ort von der dortigen Kirche. Allerheiligen hat 1491 Einwohner (Stand 1. Jänner 2019) und eine Fläche von 20,51 km².

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst sieben Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Allerheiligen bei Wildon (976 Ew.) mit Mittergrub
  • Großfeiting (111)
  • Kleinfeiting (68)
  • Pesendorf (55)
  • Pichla (45)
  • Schwasdorf (115)
  • Siebing (121)

Die Gemeinde besteht aus zwei Katastralgemeinden (Fläche: Stand 31. Dezember 2018[2]):

  • Allerheiligen (1.070,18 ha)
  • Feiting (963,99 ha)

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1968 wurden die damaligen Gemeinden Feiting und Allerheiligen zur heutigen Gemeinde Allerheiligen zusammengelegt.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allerheiligen bei Wildon liegt in der Klimaregion Südoststeirisches Riedelland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde auf dem in der Nähe des Ortes befindlichen Buchkogel lassen darauf schließen, dass die Gegend bereits in der Steinzeit besiedelt war. Auf dem Ortsgebiet selbst finden sich archäologische Funde, die eine Besiedlung zur Zeitenwende nachweisen, unter anderem eine villa rustica und unweit davon ein stattliches römisch-norisches Gräberfeld. Nach dem Untergang des Römischen Reiches ließen sich slawische Bauern hier nieder.

Mit der Besitznahme durch die Bajuwaren und dem Beginn der systematischen Rodungs- und Siedlungspolitik der großen bayrischen Klöster wird die Geschichte durch schriftliche Quellen nachweisbar. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Nennungen mancher Ortsteile.

Der Ort Allerheiligen entstand um das Schloss Herbersdorf, in dessen Nähe Markwart von Herbersdorf 1218 eine Kirche für sich und seine Untertanen errichten ließ. Die Herbersdorfer hatten die Herrschaft bis 1609 inne, als diese mit dem Tod des letzten Herbersdorfers an die Glojacher überging. Die Glojacher mussten aufgrund hoher Steuerschulden Herbersdorf an die Jesuiten verkaufen.

Wegen der in Graz wütenden Pest wurde 1680 der Unterricht der Scholastiker der Grazer Universität, die damals von Jesuiten geführt wurde, in den Ort verlegt. Mit jesuitischer Unterstützung wurde auch die Kirche des kleinen Ortes ungewöhnlich prächtig ausgebaut. Als der Orden 1773 aufgelöst wurde, ging die Herrschaft an den staatlichen Religionsfonds über. Durch die daraus folgende staatliche Aufhebung der Lehnsherrschaft Mitte des 19. Jahrhunderts gingen wichtige Aufgaben an die neu geschaffenen Gemeinden über, und die Geschichte des Ortes trennte sich von der des Schlosses, dessen Besitzer jahrhundertelang den Ort beherrscht hatten.

Der erste verbriefte Bürgermeister von Allerheiligen war Franz Harkamp. 1925 fiel der anfangs noch zu Allerheiligen gehörige Ortsteil Afram der damaligen Gemeinde Stocking zu.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Allerheiligen bei Wildon
Sehenswürdigkeiten sind

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismusverband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Heiligenkreuz am Waasen den Tourismusverband „Stiefingtal“. Dessen Sitz ist in Heiligenkreuz am Waasen.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 30. April 2019 Christian Sekli (ÖVP).[4]

Dem Gemeindevorstand gehören seit 14. Mai 2019 weiters die Vizebürgermeisterin Theresia Wiedner (ÖVP) und der Gemeindekassier Alois Feirer (ÖVP) an.[4]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2015 setzt sich dieser wie folgt zusammen:[4]

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:
Partei 2015 2010 2005 2000
Stimmen % Mandate St. % M. St. % M. St. % M.
ÖVP 600 65,6 11 662 67,8 11 663 70,2 11 713 83,9 13
SPÖ 158 17,3 02 144 14,8 02 185 19,6 03 137 16,1 02
FPÖ 085 09,3 01 064 06,6 01 nicht kandidiert nicht kandidiert
Die Grünen 072 07,9 01 065 06,7 01 nicht kandidiert nicht kandidiert
Attraktive Liste für Allerheiligen nicht kandidiert 041 04,2 00 096 10,2 01 nicht kandidiert
Wahlberechtigte 1205 1194 1116 1055
Wahlbeteiligung 77 % 82 % 85 % 82 %

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: Kurt Lampl, Pfarrer
  • 2012: Konrad Monsberger, Kapellmeister
  • 2014: Josef Felgitscher, Alt-Bürgermeister von Allerheiligen
  • 2018: Hermann Schützenhöfer (* 1952), Landeshauptmann der Steiermark seit 2015[5]

Mit Allerheiligen verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Teimer von Wildau (1778–1838), Tiroler Freiheitskämpfer und Militär-Maria-Theresien-Ordensritter, Herr auf Schloss Herbersdorf und der dazugehörigen Herrschaft, ist hier gestorben und in der Pfarrkirche Allerheiligen begraben.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. CSV-Datei aus REGIONALINFORMATION.zip (1.221 KB); abgerufen am 12. Jänner 2019
  3. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 321. ZDB-ID 1291268-2 S. 630.
  4. a b c Gemeinderat, abgerufen am 16. Juli 2019.
  5. 800-Jahr-Feier, www.allerheiligen-wildon.at am 23. September 2018; abgerufen am 13. Februar 2019.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Allerheiligen bei Wildon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien