Allersberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Allersberg
Allersberg
Deutschlandkarte, Position des Marktes Allersberg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 15′ N, 11° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Roth
Höhe: 385 m ü. NHN
Fläche: 59,72 km2
Einwohner: 8234 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 90584, 92342
Vorwahl: 09176
Kfz-Kennzeichen: RH, HIP
Gemeindeschlüssel: 09 5 76 113
Marktgliederung: 26 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
90584 Allersberg
Webpräsenz: www.allersberg.de
Bürgermeister: Bernhard Böckeler (CSU)
Lage des Marktes Allersberg im Landkreis Roth
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Allersberg, Luftaufnahme (2016)

Allersberg ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Roth.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt 25 km südöstlich von Nürnberg am nordöstlichen Rand des fränkischen Seenlandes auf einer Höhe von 353 m ü. NN. Durch Allersberg fließt die Kleine Roth, die etwa 2,5 Kilometer südwestlich des Ortes in den Rothsee einspeist.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 26 Ortsteile:[2]

Eppersdorf, Luftaufnahme (2016)

Es existieren folgende Gemarkungen: Allersberg, Altenfelden, Brunnau, Ebenried, Göggelsbuch, Lampersdorf, Wagnersmühle, Guggenmühle, Uttenhofen, Eismannsdorf, Eisbühl, Reckenricht, Reckenstetten, Polsdorf, Fischhof, Eppersdorf, Schönbrunn, Appelhof, Harrhof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allersberg wurde 1254 erstmals als Zentrum einer Pfarrei urkundlich erwähnt. Im Jahre 1323 erhielt es durch Ludwig den Bayern das Marktrecht, das 1354 durch Kaiser Karl IV. noch erweitert wurde. Bis 1475 saßen das Geschlecht der Wolfsteiner in Allersberg, die dort auch 1339 das erste Spital gründeten. Danach belehnte das Hochstift Eichstätt Herzog Ludwig den Reichen mit Allersberg, wodurch es zu Bayern-Landshut kam.

Vor 1800 war Allersberg Pflegamt und gehörte zum 1777 zu Bayern gekommenen wittelsbachischen Herzogtum Neuburg-Sulzbach. Allersberg besaß das Marktrecht mit magistratischen Eigenrechten. Von 1689 bis 2006 war der Ort Sitz der Firma Jacob Gilardi, des ältesten Herstellers leonischer Waren in Deutschland.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 1945 stand Allersberg im Brennpunkt von Kämpfen mit amerikanischen Truppen, wodurch der Ort stark zerstört wurde.[3]

Bis 1973 war Allersberg der Endpunkt der Nebenbahnstrecke Burgthann–Allersberg.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Altenfelden und Göggelsbuch eingegliedert. Am 1. Januar 1972 folgten Ebenried sowie Teile der Gemeinden Brunnau und Lampersdorf.[4] Gebietsteile von Birkach kamen am 1. Mai 1973 hinzu.[5]

Ortskern Allersberg, Panoramamablick, September 2013

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 5130 Einwohner
  • 1970: 6236 Einwohner
  • 1987: 6898 Einwohner
  • 1991: 7469 Einwohner
  • 1995: 7778 Einwohner
  • 2000: 7883 Einwohner
  • 2005: 8055 Einwohner
  • 2010: 8024 Einwohner
  • 2015: 8234 Einwohner

Anfang 2009 verteilte sich die Bevölkerung wie folgt:

  • Allersberg (einschließlich St. Wolfgang): 6346
  • Altenfelden (einschließlich Appelhof, Eisbühl, Eppersdorf, Eulenhof, Harrhof, Reckenricht): 323
  • Birkach (Fischhof, Kronmühle Polsdorf): 247
  • Brunnau (einschließlich Guggenmühle, Wagnersmühle): 183
  • Ebenried (einschließlich Heblesricht, Realsmühle, Reckenstetten, Stockach, Uttenhofen): 654
  • Göggelsbuch (einschließlich Grashof): 526
  • Lampersdorf (einschließlich Eismannsdorf, Lampersdorf, Schönbrunn): 475

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus Allersberg
Unteres Tor
Gilardihaus
Bahnhof Allersberg

1. Bürgermeister: Bernhard Böckeler (CSU); 2. Bürgermeister: Thomas Schönfeld (CSU); 3. Bürgermeister: Manfred Kinzler (SPD)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung und Soziales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 4 Kindergärten kirchlicher Träger
  • Sybilla Mauerer Grundschule
  • Mittelschule Allersberg
  • Fachschule für Heilzerziehungspflege
  • Volkshochschule Allersberg
  • Stadtbibliothek
  • Pflegestation, kirchlicher Träger
  • Sozialstation der Caritas
  • Altenheim

Es finden im Jahresverlauf hunderte von Veranstaltungen statt;[6] Über das Tagesgeschehen informiert eine Regionalausgabe der Nordbayrischen Nachrichten. In den Sommermonaten sind das Freibad und der nahe Rothsee beliebte Treffpunkte. Zahlreiche Rad- und Wanderwege erschließen erschließen die Natur- und Baudenkmäler der Umgegend.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allersberg liegt inmitten des Landschaftsschutzgebietes Schutz des Landschaftsraumes im Gebiet des Landkreises Roth - Südliches Mittelfränkisches Becken östlich der Schwäbischen Rezat und der Rednitz mit Vorland der Mittleren Frankenalb (LSG Ost). Unmittelbar westlich des Ortsrandes befindet sich das Naturschutzgebiet Stauwurzel des Rothsees. Östlich des Ortsteiles Ebenried liegt das Naturschutzgebiet Vogelfreistätte Schwarzachwiesen bei Freystadt und bietet störungsempfindlichen und wiesenbrütende Vogelarten einen wichtigen Lebensraum.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allersberg ist ein Unterzentrum in der Planungsregion Nürnberg. 2014 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 6.517.000 Euro, davon waren 1.793.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

2014 gab es in der Gemeinde 1.718 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. 3.266 Einwohner standen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis, so dass die Zahl der Auspendler um 1.555 Personen höher war als die der Einpendler. Im Jahr 2010 bestanden 75 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1910 Hektar. Davon waren 987 Hektar Ackerfläche und 914 Hektar Wiesen und Weiden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Individualverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allersberg ist über die gleichnamige Autobahnanschlussstelle (AS 55) an die 1,5 km westlich verlaufende Autobahn A 9 angebunden. Im Süden verläuft die Staatsstraße 2237 von Roth nach Freystadt.

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Spital
Spitalweiher

Seit Dezember 2006 wird der bei Altenfelden gelegene neue Bahnhof Allersberg an der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München angefahren. Nach Nürnberg besteht weitgehend ein Ein-Stunden-Takt bei einer Fahrzeit von rund 15 Minuten. Der Allersberg-Express verkehrt dabei ohne Halt zwischen dem Hauptbahnhof Nürnberg und Allersberg. Richtung Ingolstadt/München besteht ferner eine zweistündliche Anbindung mit dem München-Nürnberg-Express bei einer Fahrzeit von rund 90 Minuten. Neben dem Bahnhof liegt ein großer Park-and-ride-Platz. Auch der Göggelsbuchtunnel befindet sich im Bereich der Gemeinde. Darüber hinaus wird der Markt Allersberg durch Buslinien des VGN bedient.

Schifffahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sieben Kilometer westlich gibt es an der Lände Roth eine Anbindung an das europäische Wasserstraßensystem. Es bestehen dort Möglichkeiten zum Umschlag von Schwerst- und Schüttgütern und ein Landungssteg ermöglicht bei Bedarf dort die Personenschifffahrt.

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jacob Gilardi, ließ das Gilardihause erbauen und war Inhaber der Firma Jacob Gilardi
  • Gabriel de Gabrieli (1671–1747), Baumeister des Gilardihauses (1723–1728)
  • Hans-Heinrich Vangerow (* 1924), leitete von 1966 bis 1972 das Forstamt Allersberg und entwickelte in dieser Zeit die Waldjugendspiele

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Allersberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111026/164353&attr=OBJ&val=1483
  3. Wolfgang Handrick: Allersberg 1930 bis 1950. Zwei schwierige Jahrzehnte in der Geschichte der Marktgemeinde. Allersberg 1997, Seiten 112–132
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 483.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 732.
  6. Veranstaltungen in Allersberg