Allersberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Allersberg
Allersberg
Deutschlandkarte, Position des Marktes Allersberg hervorgehoben
49.252111.2386385Koordinaten: 49° 15′ N, 11° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Roth
Höhe: 385 m ü. NHN
Fläche: 59,64 km²
Einwohner: 7962 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 90584, 92342 (Realsmühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 09176
Kfz-Kennzeichen: RH, HIP
Gemeindeschlüssel: 09 5 76 113
Marktgliederung: 26 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
90584, 92342 (Realsmühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text Allersberg
Webpräsenz: www.allersberg.de
Bürgermeister: Bernhard Böckeler (CSU)
Lage des Marktes Allersberg im Landkreis Roth
Nürnberg Landkreis Nürnberger Land Landkreis Fürth Schwabach Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Soos Abenberger Wald Dechenwald Heidenberg Forst Kleinschwarzenlohe Büchenbach Georgensgmünd Kammerstein Schwanstetten Rednitzhembach Rohr (Mittelfranken) Rohr (Mittelfranken) Roth Thalmässing Wendelstein (Mittelfranken) Spalt Röttenbach (Landkreis Roth) Hilpoltstein Heideck Greding Allersberg Abenberg Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt


Allersberg ist eine Marktgemeinde im mittelfränkischen Landkreis Roth.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt 25 km südöstlich von Nürnberg am nordöstlichen Rand des fränkischen Seenlandes auf einer Höhe von 353 m ü. NN . Durch Allersberg fliesst die Kleine Roth, die etwa 2,5 Kilometer südwestlich des Ortes in den Rothsee einspeist.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde hat 26 Ortsteile:[2]

Es existieren folgende Gemarkungen: Allersberg, Altenfelden, Brunnau, Ebenried, Göggelsbuch, Lampersdorf, Wagnersmühle, Guggenmühle, Uttenhofen, Eismannsdorf, Eisbühl, Reckenricht, Reckenstetten, Polsdorf, Fischhof, Eppersdorf, Schönbrunn, Appelhof, Harrhof.

Geschichte[Bearbeiten]

Allersberg wurde 1254 erstmals als Zentrum einer Pfarrei urkundlich erwähnt. Im Jahre 1323 erhielt es durch Ludwig den Bayern das Marktrecht, das 1354 durch Kaiser Karl IV. noch erweitert wurde. Bis 1475 saßen das Geschlecht der Wolfsteiner in Allersberg, die dort auch 1339 das erste Spital gründeten. Danach belehnte das Hochstift Eichstätt Herzog Ludwig den Reichen mit Allersberg, wodurch es zu Bayern-Landshut kam.

Vor 1800 war Allersberg Pflegamt und gehörte zum 1777 zu Bayern gekommenen wittelsbachischen Herzogtum Neuburg-Sulzbach. Allersberg besaß das Marktrecht mit magistratischen Eigenrechten. Von 1689 bis 2006 war der Ort Sitz der Firma Jacob Gilardi, des ältesten Herstellers leonischer Waren in Deutschland.

Im April 1945 stand Allersberg im Brennpunkt von Kämpfen mit amerikanischen Truppen, wodurch der Ort stark zerstört wurde.[3]

Am 1. Juli 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Altenfelden und Göggelsbuch eingegliedert. Am 1. Januar 1972 folgten Ebenried sowie Teile der Gemeinden Brunnau und Lampersdorf.[4] Gebietsteile von Birkach kamen am 1. Mai 1973 hinzu.[5]

Bis 1973 war Allersberg der Endpunkt der Nebenbahnstrecke Burgthann–Allersberg.

Ortskern Allersberg, Panoramamablick, September 2013

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet des Marktes wurden 1970 6236, 1987 dann 6898 und im Jahr 2000 7883 Einwohner gezählt. Am 31. Dezember 2010 betrug die Einwohnerzahl der Gemeinde 8024, 2015 zählt man 8.400. Anfang 2009 verteilte sich die Bevölkerung wie folgt:

  • Allersberg (einschließlich St. Wolfgang): 6346
  • Altenfelden (einschließlich Appelhof, Eisbühl, Eppersdorf, Eulenhof, Harrhof, Reckenricht): 323
  • Birkach (Fischhof, Kronmühle Polsdorf): 247
  • Brunnau (einschließlich Guggenmühle, Wagnersmühle): 183
  • Ebenried (einschließlich Heblesricht, Realsmühle, Reckenstetten, Stockach, Uttenhofen): 654
  • Göggelsbuch (einschließlich Grashof): 526
  • Lampersdorf (einschließlich Eismannsdorf, Lampersdorf, Schönbrunn): 475

Politik[Bearbeiten]

Rathaus Allersberg
Unteres Tor
Gilardihaus
Bahnhof Allersberg

1. Bürgermeister: Bernhard Böckeler (CSU); 2. Bürgermeister: Thomas Schönfeld (CSU); 3. Bürgermeister: Manfred Kinzler (SPD)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bildung und Soziales[Bearbeiten]

  • 4 Kindergärten kirchlicher Träger
  • Sybille Mauerer Grundschule
  • Mittelschule Allersberg
  • Fachschule für Heilzerziehungspflege
  • Volkshochschule Allersberg
  • Stadtbibliothek
  • Pflegestation, kirchlicher Träger
  • Sozialstation der Caritas
  • Altenheim

Es finden im Jahresverlauf hunderte von Veranstaltungen statt;[6] Über das Tagesgeschehen informiert eine Regionalausgabe der Nordbayrischen Nachrichten. In den Sommermonaten sind das Freibad und der nahe Rothsee beliebte Treffpunkte. Zahlreiche Rad- und Wanderwege erschließen erschließen die Natur- und Baudenkmäler der Umgegend.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Allersberg liegt inmitten des Landschaftsschutzgebietes - Südliches Mittelfränkisches Becken östlich der Schwäbischen Rezat und der Rednitz mit Vorland der Mittleren Frankenalb (LSG-00428.01) Unmittelbar westlich des Ortsrandes befindet sich das Naturschutzgebiet Stauwurzel des Rothsees. (NSG-00404.01)

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Allersberg ist ein Unterzentrum in der Planungsregion Nürnberg. Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 3.540.000 Euro, davon waren umgerechnet 493.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 41, im produzierenden Gewerbe 853 und im Bereich Handel und Verkehr 226 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 327 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2762. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es sieben Betriebe, im Bauhauptgewerbe deren acht. Zudem bestanden im Jahr 1999 132 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2034 Hektar. Davon waren 1066 Hektar Ackerfläche und 996 Hektar Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Individualverkehr[Bearbeiten]

Allersberg ist über die gleichnamige Autobahnanschlussstelle (AS 55) an die 1,5 km westlich verlaufende Autobahn A 9 angebunden. Im Süden verläuft die Staatsstraße 2237 von Roth nach Freystadt.

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Ehemaliges Spital
Spitalweiher

Seit Dezember 2006 wird der bei Altenfelden gelegene neue Bahnhof Allersberg an der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München angefahren. Nach Nürnberg besteht weitgehend ein Ein-Stunden-Takt bei einer Fahrzeit von rund 15 Minuten. Der Allersberg-Express verkehrt dabei ohne Halt zwischen dem Hauptbahnhof Nürnberg und Allersberg. Richtung Ingolstadt/München besteht ferner eine zweistündliche Anbindung mit dem München-Nürnberg-Express bei einer Fahrzeit von rund 90 Minuten. Neben dem Bahnhof liegt ein großer Park-and-ride-Platz. Auch der Göggelsbuchtunnel befindet sich im Bereich der Gemeinde. Darüber hinaus wird der Markt Allersberg durch Buslinien des VGN bedient.

Schifffahrt[Bearbeiten]

Sieben Kilometer westlich gibt es an der Lände Roth eine Anbindung an das europäischen Wasserstraßensystem. Es bestehen dort Möglichkeiten zum Umschlag von Schwerst- und Schüttgütern und ein Landungssteg ermöglicht bei Bedarf dort die Personenschifffahrt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen[Bearbeiten]

  • Jacob Gilardi, ließ das Gilardihause erbauen und Inhaber der Firma Jacob Gilardi
  • Gabriel de Gabrieli, Baumeister des Gilardihauses (1723 -28)
  • Hans-Heinrich Vangerow, leitete von 1966 bis 1972 das Forstamt Allersberg und entwickelte in dieser Zeit die Waldjugendspiele

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Saint-Céré FrankreichFrankreich Frankreich

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Allersberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111026/164353&attr=OBJ&val=1483
  3. Wolfgang Handrick: Allersberg 1930 bis 1950. Zwei schwierige Jahrzehnte in der Geschichte der Marktgemeinde. Allersberg 1997, Seiten 112–132
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 483.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 732.
  6. Veranstaltungen in Allersberg