Allgemeines Deutsches Kommersbuch

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Titelblatt der Erstausgabe des Allgemeinen Deutschen Kommersbuches

Das Allgemeine Deutsche Kommersbuch (ADK, auch Lahrer Kommersbuch oder Lahrerbibel) ist das bekannteste Kommersbuch (Liederbuch für den Gebrauch auf der studentischen Kneipe) in Deutschland. Es erschien erstmals 1858 und erreichte im Jahre 2013 seine 166. Auflage. In seiner neuesten, stark erweiterten Ausgabe enthält es über 700 Lieder, darunter hauptsächlich Studenten- und Volkslieder.

Das ADK wird eigens für den Besteller von Hand gebunden und entsprechend den Wünschen des Bestellers ausgestattet, etwa in Leder gebunden, mit Biernägeln versehen, mit dem Zirkel der Verbindung und mit Farbschnitt versehen. Die dadurch entstehenden verschiedenen Ausgaben werden zur Unterscheidung traditionell durchbuchstabiert.

Das ADK erschien bis zum Jahr 2000 beim Verlag Moritz Schauenburg in Lahr. Seit dem Jahr 2000 wird es im Morstadt Verlag in Kehl verlegt.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste, rein studentische Liederbuch stammt von Christian Wilhelm Kindleben. Er gab die Studentenlieder 1781 in Halle heraus. Vorher wurde studentisches Liedgut meist nur mündlich oder handschriftlich weitergegeben. Kindleben hatte mit dem Buch jedoch keinen Erfolg. Es enthielt für die Zeit zu viel Anstößiges, sodass es konfisziert und Kindleben aus Halle ausgewiesen wurde.

Im Geist der Befreiungskriege und mit der Gründung der Urburschenschaft verbreiteten sich Kommersbücher immer mehr. Ferdinand August Serig brachte 1825 die bewusst burschenschaftlich gehaltene Auswahl deutscher Lieder heraus, die bald zum Standardwerk wurde. Ab der 4. Auflage von 1836 gab es jedoch kaum noch Änderungen und der „Serig“ verlor wieder an Bedeutung. Hermann Schauenburg gab 1843 zusammen mit Rudolf Löwenstein und Justus Wilhelm Lyra das Buch Deutsche Lieder nebst ihren Melodien in Leipzig bei Robert Friese heraus. Durch den Erfolg dieses sogenannten „Leipziger Commersbuches“ wurde der „Serig“ endgültig verdrängt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einigen Jahren konnte Hermann Schauenburg überredet werden, ein neues Kommersbuch auf der Grundlage der Deutschen Lieder zu schaffen. Moritz Schauenburg hatte in Lahr einen Verlag gegründet und so taten sich die beiden Brüder zusammen. Für die musikalische Redaktion wurden die Komponisten und Musikpädagogen Friedrich Silcher und Friedrich Erk gewonnen.

Signatur von Wolfgang von Goethe in einer Erstausgabe

Die Deutschen Lieder wurden nicht einfach neu aufgelegt, sondern alle deutschen Universitäten wurden angeschrieben, um herauszufinden, welches die beliebtesten Lieder unter den Studenten waren. Das Ergebnis wurde 1858 zum 300-jährigen Bestehen der Universität Jena als das Allgemeine Deutsche Kommersbuch veröffentlicht. Der Erfolg war so groß, dass innerhalb eines Jahres die 4. erweiterte Auflage erschien. In dieser bitten die Verleger um Geduld, da zur Zeit des Drucks bereits fast die gesamte Auflage vorbestellt war und die 5. Auflage als unveränderter Nachdruck angekündigt wurde.

Um sich der Zeit anpassen zu können, wurde das Buch in zwei Teile unterteilt. Der Hauptteil sollte unverändert bleiben und enthielt in drei Abschnitten die wichtigsten Vaterlands-, Volks- und Studentenlieder. Im Anhang, der auch in der 1. Auflage schon 73 Lieder umfasste, sollten eher unbekanntere oder regionale Lieder unterkommen, die in den Antworten der Universitäten seltener genannt wurden und bei denen man sich nicht ganz sicher war, ob sie in den folgenden Auflagen enthalten sein würden. Diese Unterteilung machte man vor allem, um die Druckplatten des Hauptteils noch lange verwenden zu können und behielt sie, mit nur wenigen Änderungen, bis zur 24. Auflage 1880 bei.

Zum Jubiläum der 100. Auflage des Allgemeinen Deutschen Kommersbuches gab der Verlag Moritz Schauenburg eine limitierte Sonderausgabe heraus (abgebildet neben einer Ausgabe H)
Auflagen des Allgemeinen Deutschen Kommersbuches
Auflage Erscheinungs-
jahr1
Seiten-
anzahl2
Anzahl der
Liednummern3
Bemerkung
1. 1858 444 389 T. Hermann Schauenburg und Moritz Schauenburg; M. Friedrich Silcher und Friedrich Erk
2. vermutlich ungekennzeichnete Nachdrucke der Erstauflage
3.
4. 1859 477 456 sehr verbesserte Auflage, Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek in der Google-Buchsuche
5. 1859 477 456 unveränderte Auflage, (M Fr. Silcher und Fr. Erk), Lahr, M. Schauenburg & C. / Leipzig, G. E. Schulze, Jenaer Jubiläums Commersbuch zum 300. Stiftungsfest der Universität
6.1. 1861 562 536 stark fehlerhaft mit falschen Seitenzahlen und 16 Liedern im Inhaltsverzeichnis, die seit der 5. Auflage gestrichen wurden
6.2. 1861 578 549 korrigierte, erweiterte Auflage, mit Jubiläumstitelbild der 5. Auflage, Digitalisat der Österreichischen Nationalbibliothek in der Google-Buchsuche
7. 1862 578 549 mit Jubiläumstitelbild der 5. Auflage
8. 1862 578 549 Lahr, M. Schauenburg & T.
9. 1863 578 549 mit Jubiläumstitelbild der 5. Auflage, (Münchner DigitalisierungsZentrum der Bayerischen Staatsbibliothek)
10. 1865 578 549 oder früher
11. 1867 578 549 mit Jubiläumstitelbild der 5. Auflage, Lahr, M. Schauenburg (Digitalisat der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf)
12. 1869 578 549
13. 1870 584 560
14. 1870/71 624 621 Lahr, M. Schauenburg (M Fr. Silcher und Fr. Erk)
15. 1870/72 624 621
16. 1873 624 621 Straßburg, M. Schauenburg, 4 neue Lieder zur „Eröffnungsfeier der Universität Straßburg“ nach dem Inhaltsverzeichnis angefügt, Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek in der Google-Buchsuche
17. 1874 628 625 Straßburg, M. Schauenburg (M Fr. Silcher und Fr. Erk), die 5 Straßburger Lieder wurden in den regulären Anhang aufgenommen
18. 1877 628 625 T & M Ludwig Eichrodt
19.
20. 1877 628 625
21. 1877 628 625
22. 1878 628 625 vermehrt durch die Lachner’schen Melodien zu V. von Scheffels Liedern
23. 1879 628 625 vermehrt durch die Lachner’schen Melodien zu V. von Scheffels Liedern
24. 1880 628 625
25.1. 1882 696 695 Jubiläumsausgabe, völlig überarbeitet (77 Lieder gestrichen und 168 neu aufgenommen), die seit der 1. Auflage bestehende Einteilung in einen festen Hauptteil und einen variablen Anhang wurde aufgegeben
26.1. 1883 704 701 Anhang mit 6 neuen Liedern
25.2. 1883 704 701 Jubiläumsausgabe, zweiter Abdruck
25.3. 1884 704 701 Jubiläumsausgabe, dritter Abdruck
25.4. 1884/85 704 701 Jubiläumsausgabe, vierter Abdruck
26.2. 1886 716 709 Titelbild zum 500-jährigen Jubiläum der Heidelberger Universität August 1886
27. 1886 716 709 mit Jubiläumstitelbild der 26. Auflage von 1886
28. 1886 716 709
29. 1886 716 709 mit Jubiläumstitelbild der 26. Auflage von 1886
30. 1886 716 709 alternatives Titelbild mit Stadtansicht Heidelbergs
31. 1888 716 709 mit Jubiläumstitelbild der 26. Auflage von 1886
32. 1888 716 709
33. 1888 716 709 Ausgaben entweder mit Jubiläumstitelbild der 26. Auflage von 1886 oder alternativem Titelbild mit einer Stadtansicht von Heidelberg
34. 1888 716 709 Ausgaben entweder mit Jubiläumstitelbild der 26. Auflage von 1886 oder alternativem Titelbild mit einer Stadtansicht von Heidelberg
35. 1888 716 709
36. 1889 716 709 alternatives Titelbild mit Stadtansicht Heidelbergs
37. 1890 716 709
38. 1890 716 709 alternatives Titelbild mit Stadtansicht Heidelbergs
39. 716 709 alternatives Titelbild mit Stadtansicht Heidelbergs
40. 1891 716 709
41. 1891 716 709
42. 1891 716 709 sowohl mit klassischer Bootsszene als auch mit alternativen Titelbild mit Stadtansicht Heidelbergs
43. 716 709
44. 1893 716 709 T & Eduard Heyck
45. 1893 716 709
46. 716 709
47. 716 709
48. 716 709
49. 716 709
50. 716 709
51. 1896 735 811 oder danach, Neue Bearbeitung, u. a. Lieder mit den Melodien von Otto Lob aufgenommen, Sitz ich beim vollen Glase doppelt abgedruckt, spätestens ab 54. einmal durch So komm in unsern schönen Reigen ersetzt
52.
53. 735 811
54. 735 811 Neue Bearbeitung
55.–58. 735 811 in Wikisource eingepflegt
59.–62. 735 811
63.–66. 1898 735 811 Sonderausgabe mit farb. illustr. Ln.-Ebd.
67.–68. 735 811
69.–70. 735 811
71.–74. 1904 735 811 oder früher
75. 1906 752 832
76.–80. 1907 752 832
81.–85. 1909 752 832
86.–90. 768 850
91.–95. 1909 768 850
96.–99. 1912 768 850 Widmung von Weihnachten 1912
100. 1914 760 821 Neben der regulären Ausgabe erschien eine auf 1000 Stück limitierte und nummerierte großformatige Sonderausgabe im Ganzleder-Einband mit ornamentaler Blindprägung und goldgeprägtem Rückentitel, dreiseitig gepunztem Goldschnitt, Zweifarbendruck, sowie einer besonderen Illustration.
101.–110. 1914 760 821
111.–114. 1919 760 821
115.–120. 1920 760 821 4 Lieder ausgetauscht
121.–126. 1922 760 803
127.–135. 1925 745 803 T. Eduard Heyck; M. Alfred Schlenker und Hans Joachim Moser
136.–138. 1926 745 803
139.–141. 1928 745 803
142.–143. 1928 745 803
144.–150. 1929 686 739
151. 1953 525 488 T & M Walther Haas
152.–153. 1956 525
154.–155. 1958 525 505
156. 1963 543 495
157. 1970 543 T & M Erdmann Werner Böhme
158. 1974 543
159. 1976 543
160. 1978–1986 543 491 auch „unveränderter Nachdruck 1992“
161. 2000 543 491 ab dem Jahr 2000 vom Morstadt Verlag [1863] in Kehl am Rhein von Michael Foshag herausgegeben
162. 2004 543 491
163. 2005 543 491
164. 2007 543 491
165. 2008 780 716 150 Jahre Allg. Dt. Kommersbuch – völlig neu überarbeitete, erweiterte Auflage, 780 Seiten [vorher 544 Seiten], ISBN 978-3-88571-336-4. Erweiterung des Inhalts von 450 auf über 700 Lieder durch Neuaufnahme von Liedern mit Regionalbezug, zu deutschen Universitätsstädten und zeitgenössischem Liedgut. Anpassung der Tonlagen an heutige Bedürfnisse. Gitarrenharmonien. Inhaltsverzeichnis mit Seitenkonkordanz zur 160.–164. Auflage. Es gab eine Sonderauflage von ~80 Stück zum Jubiläumskommers am 15. November 2008 bei Lahr.
166. 2013 780 716
1 geschätzte Jahreszahlen kursiv
2 letzte Seite des Inhaltsverzeichnisses, leere Seiten oder Eigenwerbung des Verlags nicht mitgezählt
3 bis zur 150. Auflage waren die Lieder durchnummeriert, bis zur 25. hatte jeder Abschnitt seine eigene Zählung – die Anzahl der Nummern weicht teilweise von den tatsächlich enthaltenen Lieder (s. u.) ab

Titelbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Frontispiz stammt im Original von Caspar Scheuren und wurde in den verschiedenen Auflagen immer wieder verändert.

Zwei Varianten wurden gedruckt:

Variante A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das zentrale Element ist ein Bild von feiernden Studenten auf einem Boot mit Bergen im Hintergrund. Darüber ist ein mit Blumen und Bändern geschmückter Pokal vor gekreuzten Parisern, auf dem ein Putte sitzt. Links und rechts davon sind zwei Medaillen abgebildet, deren Randbereich zu besonderen Anlässen mit Text versehen wurde. Jeweils darunter – neben dem Titel – wurden die beiden ursprünglichen musikalischen Redakteure Silcher und Erk verewigt. Unterhalb der Bootsszene ist ein Adler mit Wappenschild und Kranz vor zwei weiteren Parisern dargestellt. Diese Variante wurde von der 1. bis mindestens zur 34. und wieder ab der 42. Auflage als Titelbild verwendet.

Einigen Details wurden immer wieder umgestaltet:

  • Bis zur 51. Auflage wurde Kommersbuch auf dem Titelbild mit C geschrieben. Auf dem Deckblatt wurde schon zur 26. Auflage von 1886 auf die Schreibweise mit K gewechselt.
  • Der Titel wurde mit unterschiedlich starken Verschnörkelungen versehen.
  • Die beiden Medaillen im oberen Bildteil wurden aus besonderen Anlässen mit Gratulationen beschriftet:
    • „Jenaer Jubiläums Commersbuch“ links und „Zum 300 jährigen Stiftungsfest 15–17. Aug. 1858“ rechts in der 5. bis 11. Auflage,
    • „25. Auflage“ bzw. „Jubiläums Ausgabe“ nur im ersten Abdruck von 1882 und
    • „Zum 500 jährigen Jubiläum“ bzw. „der Heidelberger Universität August 1886“ (26. (1886) bis mindestens 34. Auflage).
  • Der geschmückte Pokal im oberen Teil enthält zwei gekreuzte Pariser, deren Klingen blass (bis 25. Auflage, 4. Abdruck) bzw. danach gar nicht ausgeführt sind.
  • Ab der 25. Auflage, 4. Abdruck sind die Schatten, die die Sonne in dieser Szene werfen würde, schraffiert. Insbesondere ist dies an den Gesichtern des Studenten am Bug und des Steuermanns am Heck, sowie den Rücken der zum Ufer schauenden Studenten erkennbar.
  • Die Sonne ist bis zur 24. Auflage etwas größer dargestellt als in späteren Auflagen, sodass die Pfeife des mittig stehenden Studenten sie teilweise verdeckt. In den Auflagen von 1882 bis 1884 fehlt die Sonne ganz – der Himmel ist teilweise bewölkt.
  • Der Student mit dem erhoben Glas trinkt in manchen Exemplaren bis zur 20. Auflage Rotwein, ansonsten Weißwein.
  • Der Adler mit dem Schild im unteren Teil
    • hat teilweise zwei Köpfe (bis min. 13. und ab der 151. Auflage), in der Zeit dazwischen hatte er nur einen Kopf,
    • ist grau mit großem Schnabel (bis zur 25. Auflage, 4. Abdruck), danach schwarz mit herausgestreckter Zunge.
    • Die Schwingen sind bis zur 34. Auflage ausgebreitet und ab der 42. eher hängend.
    • Der Schild wurde zweimal verkleinert (ab der 42. bzw. 151. Auflage).
    • Der Schild gibt Ort und Namen des Verlags an, mit Ausnahme der 16. und 17. Auflage wo aus Anlass der „Wiedereröffnung der Universität Straßburg“ nach dem Deutsch-Französischen Krieg „Strassburg“ statt „Lahr“ steht. Teilweise ist das Erscheinungsjahr angegeben (bis zur 6. Auflage), der Vorname Moritz abgekürzt und ein & Co angegeben (jeweils bis zur 11. Auflage).
  • Um den Pokal und den Adler umgebenden Kranz ist Couleurband gewickelt
    • bis zur 7. Auflage farblos,
    • danach teilweise mit den deutschen oder den preußischen Farben nach Jenaer Lesart (von unten nach oben),
    • ab der 25. Auflage, 4. Abdruck vermutlich mit Rosa-Weiß-Moosgrün der Burschenschaft Franconia Freiburg um den Pokal und Blau-Weiß-Rot um den Kranz,
    • ab der 151. Auflage wieder mit Schwarz-Rot-Gold (v.o.).
1. Auflage (1858)
11. Auflage (ca. 1867)
16. Auflage (ca. 1873)
25. Auflage 1. Abdruck (1882)
31. Auflage (1886)
55.-58. Auflage (ca. 1897)
151. Auflage

Variante B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Variante B des Titelbilds

Das alternative Titelbild zeigt das Heidelberger Schloss und die Heidelberger Altstadt. Ein ähnliche Szene mit Studenten wie in Variante A ist unten angefügt. Am Rand sind Ernst Moritz Arndt und Joseph Victor von Scheffel porträtiert. Diese Variante fand mindestens von der 30. bis zur 42. Auflage Verwendung und enthält einen ähnlichen geschmückten Pokal wie Variante A, dessen Klingen aber sehr breit dargestellt sind.

Lieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hermann Schauenburg erkannte, dass es für den Erfolg eines Kommersbuches unbedingt notwendig ist, aktuell zu sein. Deshalb wurde die Zusammenstellung der Lieder im Lahrer Kommersbuch mehrfach angepasst. Während der Hauptteil der ersten 24 Auflagen nahezu unverändert blieb, fand im Anhang von Anfang an ein stetiger Wechsel statt.

Bekannte und beliebte Lieder (insgesamt 129) wie Gaudeamus igitur, Ergo bibamus oder O alte Burschenherrlichkeit sind in allen 166 Auflagen enthalten. Andere Lieder, die neu aufgenommen wurden, sich aber nicht durchsetzen konnten (insgesamt 76), warf man dagegen bei der nächsten Veränderung der Druckvorlage wieder hinaus. Über 1600 verschiedene Lieder wurden im Laufe der Zeit im Allgemeinen Deutschen Kommersbuch abgedruckt. Die nachfolgende Tabelle vermittelt einen Eindruck der Veränderungen:

Lieder im Allgemeinen Deutschen Kommersbuches
Auflage 1..3 4..5 6.1 6.2..12 13 14..15 16..24 25.1 26.1..25.4 26.2..50 51..74 75..85 86..99 100..114 115..126 127..143 144-150 151 154-155 156 160..164 165..166
Anzahl der Lieder 387 456 536 549 564 621 625 712 718 729 814 834 853 832 832 818 746 488 505 495 491 716
neue Lieder 71 96 13 24 57 4 164 6 27 275 20 19 83 4 31 99 82 55 28 47 278
gestrichene Lieder 2 16 9 0 0 0 77 0 16 190 0 0 104 4 45 171 340 38 38 51 53
einzigartige Lieder 1 8 0 0 0 0 0 0 0 3 0 0 1 1 0 4 47 3 2 1 5 154

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]