Allgemeines Ehrenzeichen (Hessen)

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Medaille
Bandschnalle

Im Großherzogtum Hessen bestand bis 1918 eine Auszeichnung, die ursprünglich mittels Verordnung vom 25. September 1843 als Allgemeines Civil-Ehrenzeichen vom zu diesem Zeitpunkt bereits beinahe 66-jährigen Großherzog Ludwig II. von Hessen gestiftet und zunächst in nur wenigen Exemplaren – bislang sind nur zwei Verleihungen amtlich nachweisbar – verliehen wurde.[1] Unter Aufhebung der Stiftungsverordnung von 1843 stiftete dann am 14. November 1849 Großherzog Ludwig III. von Hessen das Allgemeine Ehrenzeichen, das ab 1850 in verschiedenen Zweckinschriften verliehen wurde und nunmehr grundsätzlich auch dem Militär zugänglich war.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1843 bis 1894[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Allgemeine Ehrenzeichen wurde von Großherzog Ludwig II. von Hessen am 25. September 1843 gestiftet und wurde als Ehrenzeichen für Verdienste in verschiedenen Ausfertigungen verliehen:

  • Für Tapferkeit
  • Für Kriegsverdienste
  • Für Verdienste
  • Für Treue Dienste
  • Für Langjährige Treue Dienste
  • Für Fünfzigjährige Treue Dienste
  • Für Rettung von Menschenleben
  • Für Wiederholte Rettung von Menschenleben
  • Für Treue Arbeit

1894 bis 1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1894 wurden die Statuten von Großherzog Ernst Ludwig verändert. Das Ehrenzeichen wurde seither ausschließlich als Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Mit dem Ende der Monarchie im November 1918 wurde die Auszeichnung nicht mehr verliehen.

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auszeichnung bestand 1894 bis 1918 aus einer silbernen Medaille, die auf der Vorderseite das nach links gewandte Bildnis des Stifters zeigte. Auf der Rückseite standen von einem Lorbeer- (links) und Eichenkranz (rechts) umschlossen die Worte FÜR TAPFERKEIT. Ab Mitte 1917 erfolgte die Fertigung der Medaille nur noch versilbert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jörg Nimmergut: Handbuch Deutsche Orden. Zweibrücken 1989.
  • Lars Adler: Das „allgemeine Civil-Ehrenzeichen“ von 1843 als Vorläufer des großherzoglich hessischen Allgemeinen Ehrenzeichens, in: OuE-Magazin 22. Jg., Heft 126 (April 2020), S. 92–96.
  • Verzeichnis der mit Großherzoglich hessischen Orden und Ehrenzeichen dekorirten Personen: 1875, S. 249 ff., Digitalisat.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. dazu ausführlich Lars Adler: Das „allgemeine Civil-Ehrenzeichen“ von 1843 als Vorläufer des großherzoglich hessischen Allgemeinen Ehrenzeichens, in: OuE-Magazin 22. Jg., Heft 126 (April 2020), S. 92–96.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]