Allgemeines Künstlerlexikon

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Ein kleiner Teil des Allgemeinen Künstlerlexikons
Titelseite 1992

Das Allgemeine Künstlerlexikon (AKL) ist ein Lexikonprojekt, das 1969 im Verlag E. A. Seemann in Leipzig von Günter Meißner begonnen wurde. Später übernahm der Verlag Walter de Gruyter die Herausgeberschaft, Meißner blieb bis zu seinem Tod 2015 Mitherausgeber. Bis zur Wiedervereinigung erschienen drei Bände: der erste 1983, der zweite 1986 und der dritte 1990.[1] Seit 1991 erschien das AKL im K. G. Saur Verlag, der seit 2006 zur Gruppe Walter de Gruyter gehört. Das AKL basiert auf den Daten des Thieme-Becker-Vollmer, die umfassend erweitert, ergänzt und gekürzt werden.

Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nachschlagewerk enthält in der CD-ROM- und Online-Ausgabe (Allgemeines Künstlerlexikon. Internationale Künstlerdatenbank – AKL-IKD) über 1.000.000 Einträge zu Bildenden Künstlern von der Antike bis zur Gegenwart. Die ausführlichen Künstler-Biographien enthalten Beschreibungen der schulischen Ausbildung jedes Künstlers, ihres beruflichen Werdegangs und ihrer Werke, wobei Hauptwerke der Kunst genannt werden. Ein fester Teil der Personenartikel sind wesentliche Ausstellungen, Publikationen und Sekundärliteratur. Die Artikel sind mit einem Namenskürzel des Verfassers signiert.

Im Rahmen des Projekts wurden auch folgende Speziallexika erstellt:

Die CD-ROM-Edition wurde mit der 31. Ausgabe im Dezember 2009 eingestellt.

Die Tatsache, dass das Lexikon nur als Pflichtfortsetzung zu beziehen ist und die über den ursprünglichen Plan inzwischen weit hinausgehende Bandanzahl den Etat der vor vielen Jahren bestellenden Bibliotheken somit auf unabsehbare Zeit belastet, rief Kritik hervor.[2]

Schließung der Redaktion in Leipzig und neuer Editionsplan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlag De Gruyter gab den Standort Leipzig auf und beendete damit die Tätigkeit der Redaktion des AKL, bestehend aus zwölf Festangestellten.[3] Am 19. Januar 2011 wurde bekannt, dass in Kooperation mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München, ein Editionsplan erstellt wurde, der die Herausgabe des Werkes neu strukturiert.[4] Nicht bestätigt werden konnte bislang die Verlagsinformation, dass das Zentralinstitut für Kunstgeschichte die Herausgeberschaft übernimmt und an der operativen Realisierung des Editionsplans mitwirkt.

Bibliographische Angaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Meißner (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. K. G. Saur, München / Leipzig 1991 ff., ISBN 3-598-22740-X. DNB 551852658

,CIP-Einheitsaufnahme

  • Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. München; Leipzig Saur ISBN 3-598-22740-X

Deutsche Bibliothek CIP-Einheitsaufnahme, Angabe im ersten Band, 1992 (Nachdruck von 1983)

Index-Werk 1999/2000
  • Günter Meißner (Hrsg.): Saur - Allgemeines Künstlerlexikon, bio-bibliographischer Index A - Z. München : Saur, 1999/2000 10 Bände

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das letzte Stichwort des dritten Seemann-Bandes war Mordecai Ardon. Der Nachdruck dieser drei Bände im K. G. Saur Verlag (1992) umfasste allerdings vier Bände. Bis zum Januar 2015 umfasste das Lexikon 85 Bände bis zum Stichwort Huib Luns, 5 Nachtragsbände bis zum Stichwort Ignacy Czwartos, 15 Bände Register nach Ländern und künstlerischen Berufen bis zu Band 80 der Hauptreihe, 12 Bände Bio-bibliographischer Index A–Z, 13 Bände Bio-Bibliographischer Index nach Berufen und 1 Handbuch, insgesamt 131 Bände.
  2. Ute Overhage: Allgemeines Künstlerlexikon (De Gruyter / SAUR). 3. März 2010
  3. De Gruyter zieht sich aus Leipzig zurück. Abbau an der Pleiße. (Memento des Originals vom 8. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.buchreport.de buchreport.de, 27. Januar 2011
  4. Redaktionelle Neuausrichtung des Allgemeinen Künstlerlexikons. De Gruyter kooperiert mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte. (Memento vom 7. September 2011 im Internet Archive) degruyter.de, 19. Januar 2011