Alliance to End Plastic Waste

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Alliance to End Plastic Waste
(AEPW)
Gründung 16. Januar 2019
Sitz London
Aktionsraum International
Website www.endplasticwaste.org

Alliance to End Plastic Waste (AEPW) (deutsch: Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt) ist eine internationale nichtstaatliche Non-Profit-Organisation von international tätigen Konzernen mit Sitz in London.

Ziel ist nach eigenen Angaben Lösungen voranzubringen, die die Umweltverschmutzung durch Kunststoffabfälle, insbesondere in die Weltmeere, verringern und vermeiden. Die AEPW arbeitet dabei mit dem Weltwirtschaftsrat für Nachhaltige Entwicklung als strategischem Partner sowie dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen zusammen.

Initiativen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reinigung von Flüssen, die Plastik ins Meer spülen: In einem ersten Schritt will die Allianz das Projekt Renew Ganges der Renew Oceans (Renewlogy) aus Salt Lake City unterstützen, das am Ganges in Indien Müll sammelt und von der National Geographic Society (NGS) unterstützt wird. Weitere neun Flüsse sollen dann folgen.
  • Aufbau von Infrastruktur für Abfallsammlung und Recycling, beispielsweise mit Städten mit hohem Müllaufkommen, etwa in Indonesien. Eine Zusammenarbeit am Projekt „Stop Ocean Plastics“ von Borealis und SYSTEMIQ ist in Jembrana (Indonesien) geplant.[1]
  • Neue Recycling-Techniken: beispielsweise führt der deutsche Chemiekonzern BASF mit der selbst entwickelten chemische Methode aus dem Projekt „ChemCycling“ an, mit der Abfall, der bislang nicht recycelt werden kann, wieder in Rohmaterial verwandeln werden soll.
  • Bildung und Einbindung: Regierungen, Unternehmen und Gemeinden sollen dadurch „zum Handeln bewegt werden“, erklärt die Initiative.[2]

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Allianz möchte als Dachorganisation die Arbeit zwischen den Unternehmen und mit Regierungen und Verwaltungen auf unterschiedlichen Ebenen und mit Partnern aus der Zivilgesellschaft koordinieren.

Den Vorsitz übernahm im Januar 2019 der CEO von Procter & Gamble, David S. Taylor. Es gibt zwei stellvertretende Vorsitzende. Derzeit Antoine Frérot von Veolia Environnement und Bhavesh V. „Bob“ Patel, CEO von LyondellBasell.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründungsmitglieder sind BASF, Berry Global, Braskem, Chevron Phillips Chemical, Clariant, Covestro, Dow Chemical, DSM, ExxonMobil, Formosa Plastics Corporation USA, Henkel, LyondellBasell, Mitsubishi Chemical, Mitsui Chemicals, NOVA Chemicals, OxyChem, PolyOne Corporation, Procter & Gamble, Reliance Industries, Royal Dutch Shell, Saudi Basic Industries Corporation (SABIC), Sasol, Suez, SCG Chemicals, Sumitomo Chemical, Total, Veolia Environnement und Versalis (zu Eni).[3] Zudem beteiligen sich die US-amerikanischen Getränkekonzerne The Coca-Cola Company und PepsiCo

Einige der Mitgliedsunternehmen sind auch in dem für die Kunststoffindustrie im November 2014 gegründeten World Plastics Council für Lösungen zu Meeresabfällen vertreten. Der WPC gehören rund 80 Kunststoffverbänden in 35 Ländern an.

Budget[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2019 wurde bekannt gegeben, dass eine Milliarde US-Dollar sofort und weitere 500 Millionen US-Dollar in den nächsten fünf Jahren für den Kampf gegen Umweltverschmutzung durch Kunststoffabfälle von den Mitgliedern ausgegeben werden soll.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://endplasticwaste.org/latest/the-alliance-launches-partnership-with-project-stop-in-bali/
  2. https://www.recyclingtoday.com/article/alliance-to-end-plastic-waste-targets-plastic-in-environment/
  3. Konzerne gründen Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt. In: euwid-recycling.de. 16. Januar 2019, abgerufen am 25. Januar 2019 (deutsch).