Allianz in den Alpen

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Allianz in den Alpen
Rechtsform Gemeindenetzwerk
Gründung 1997
Sitz Übersee am Chiemsee, Deutschland
Personen Marc Nitschke (Präsident), Antonio Chiadò (Vizepräsident), Rainer Siegele, Freddy Kaiser, Jure Žerjav, Pierre Balme, Silvio Capeder (Vorstand)
Aktionsraum Alpenraum/Alpenanrainerstaaten
Schwerpunkt Alpenkonvention (intl. Abk.)
Methode Netzwerkarbeit, Information, Projekte, Veranstaltungen
Mitglieder 280 Mitglieder (Gemeinden und Regionen)
Website www. alpenallianz.org

Das Gemeindenetzwerk Allianz in den Alpen mit Sitz in Übersee am Chiemsee ist ein Zusammenschluss von rund 280 Gemeinden und Regionen aus sieben Staaten des Alpenraums und besteht seit 1997. Die Mitglieder setzen alles daran, gemeinsam mit ihren BürgerInnen den alpinen Lebensraum zukunftsfähig zu entwickeln. Sie fördern den aktiven Austausch über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg, stellen die Menschen in den Mittelpunkt, haben die Zukunft im Fokus und gehen gemeinsam neue Wege.

Gemeinden befinden sich an der Schnittstelle zwischen Gesetzgebung und Umsetzung. Sie sind deshalb die zentrale Ebene für die nachhaltige Entwicklung und können vieles bewegen. Wo manche Gemeinden vor Problemen stehen, haben andere bereits Antworten gefunden. Durch grenzüberschreitende Projekte werden Beispiele vermittelt und bereits erprobte Lösungen an den lokalen Kontext angepasst, um eine intakte Natur, ein gesundes Wirtschaften sowie ein gutes Zusammenleben in den Alpen zu fördern. Die Kommunen können bei ihren Aktivitäten auf die Erfahrung anderer Gemeinden in den Alpen zurückgreifen und sich unbürokratisch organisatorisches Wissen, inhaltliche Begleitung und finanzielle Unterstützung abholen.

Alle Aktivitäten des Gemeindenetzwerks richten sich nach den Grundsätzen der Alpenkonvention, ein internationales Abkommen zwischen den Alpenländern sowie der EU für eine nachhaltige Entwicklung des Alpenraums. Ihre Umsetzung soll dort mit Leben erfüllt werden, wo jeder und jede Einzelne mitgestalten kann – in der Gemeinde. „Allianz in den Alpen“ ist eine von 16 offiziellen Beobachterorganisationen. Das Netzwerk bringt sich aktiv in den Gremien der Alpenkonvention ein, nimmt am Austausch zwischen den Alpenstaaten teil und vernetzt sich mit den anderen Beobachterorganisationen.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein hat zurzeit rund 300 Mitgliedsgemeinden und -regionen aus Frankreich, Schweiz, Italien, Deutschland, Österreich, Liechtenstein und Slowenien[1]. Mitglied kann nur werden, wer den Grundsätzen der Alpenkonvention zustimmt.

Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindenetzwerk Allianz in den Alpen setzte mehrere Programme um:

Das EU-Projekt MountEE läuft von 2012 bis 2015. Dabei beschäftigen sich insgesamt sechs Bergregionen – in den Alpen, in den Pyrenäen und in Schweden – mit energieeffizientem Bauen und Sanieren. MountEE wird von der EU im Rahmen des Programms "Intelligent Energy Europe" gefördert.

Das aktuelle Programm "dynAlp-nature" fördert innovative und übertragbare Ideen die eine Vernetzung von Naturräumen sowie den Erhalt und die Schaffung von Biodiversität zum Ziel haben. Dazu beitragen kann etwa naturnahe Bewirtschaftung von Grünflächen in der Gemeinde oder die Offenhaltung der Landschaft. Die liechtensteinische Pancivis-Stiftung fördert das Programm.

Das Programm „dynAlp-climate“ befasste sich von 2011 bis 2013 mit dem aktuellen Klimawandel indem es versucht, Projekte, die zur Minderung des menschenverursachten Klimawandels beitragen oder die sich dem anpassen und die Ökologie, Gesellschaft und Wirtschaft gleichermaßen berücksichtigen. Den Gemeinden stehen hierfür dank der finanziellen Unterstützung durch die MAVA Stiftung für Natur Fördermittel in Höhe von insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung.[2]

Mit 1.775.000 Euro wurden von 2006 bis 2009 36 Projekte unter der Bezeichnung „DYNALP²“ unterstützt, die einen konkreten Beitrag zur Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung und der Alpenkonvention leisteten. Neben der Unterstützung von Projekten in den Gemeinden war auch ihre Vernetzung Bestandteil der Förderung. Dazu gehörten gemeinsame Veranstaltungen wie Workshops, Exkursionen und internationale Tagungen.[3]

Von 2003 bis 2006 veranstaltete das Gemeindenetzwerk mit „DYNALP“ sein erstes großes internationales Projekt. Mit einem Budget von 2.160.000 EUR wurden 52 Gemeinden unterstützt, die im Bereich Tourismus, Naturschutz und Landschaftspflege, Berglandwirtschaft, sowie nachhaltige Entwicklung und Raumplanung Projekte im Sinne der Alpenkonvention durchführen wollten. [4]

In den Jahren 2001 bis 2005 schrieb Allianz in den Alpen jährlich den Wettbewerb „Gemeinde der Zukunft“ aus, in dem Projekte zur Nachhaltigkeit in Alpengemeinden prämiert wurden.

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2003 wurde in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe die „Zentralasiatische Bergdorfallianz“ nach dem Vorbild des Gemeindenetzwerks gegründet.[5] In diesem zentralasiatischen Gemeindenetzwerk geht es wie bei der Schwesterorganisation in den Alpen um nachhaltige Entwicklung in Berggemeinden und um den Erfahrungsaustausch zwischen den Gemeinden. Mit wechselseitigen Besuchen, Exkursionen und dem Austausch von Informationen sollen Erfahrungen über Projekte verbreitet werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliedsgemeinden auf der Internetseite der Allianz (Memento des Originals vom 10. Januar 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/alpenallianz.org
  2. Internetseite der Allianz zum Projekt „dynAlp-climate“
  3. Internetseite zum Projekt „DYNALP²“
  4. Internetseite zum Projekt „DYNALP“
  5. Zentralasiatische Bergdorfallianz (Memento des Originals vom 14. August 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/alpenallianz.org