Almenêches

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Almenêches
Wappen von Almenêches
Almenêches (Frankreich)
Almenêches
Region Normandie
Département Orne
Arrondissement Alençon
Kanton Sées
Gemeindeverband Sources de l’Orne
Koordinaten 48° 42′ N, 0° 7′ OKoordinaten: 48° 42′ N, 0° 7′ O
Höhe 158–247 m
Fläche 20,27 km2
Einwohner 713 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 35 Einw./km2
Postleitzahl 61570
INSEE-Code

Almenêches – ehemalige Abteikirche
Kirchenschiff

Almenêches ist ein nordfranzösischer Ort und eine Gemeinde mit 713 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Orne in der Region Normandie.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Almenêches liegt wenige Kilometer nördlich des Naturparks Normandie-Maine in einer Höhe von ca. 180 m.[1] Die nächstgrößere Stadt ist Alençon (ca. 35 km südlich). Das Klima ist in hohem Maße vom Meer beeinflusst; Regen (ca. 725 mm/Jahr) fällt verteilt übers ganze Jahr.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999
Einwohner 1.183 940 739 686 645

Der anhaltende Bevölkerungsrückgang ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust von Arbeitsplätzen zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Umgebung des Ortes wird traditionell in hohem Maße Feld- und Weidewirtschaft betrieben. Im Ort selbst haben sich auch Handwerker, Händler und Dienstleister niedergelassen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im 8. Jahrhundert entstand ein karolingisches Benediktinerinnenkloster, in welchem die hl. Opportuna als Äbtissin wirkte. Im Jahre 1025 wurde Almenêches erstmals als Almanniscus urkundlich erwähnt, 1136 als Castrum Almaniscarum. Der Ortsname bezieht sich wahrscheinlich auf römische Soldaten alemannischer Abstammung, die sich im Rahmen des Litus Saxonicum gegen Ende des 3. Jahrhunderts oder zu Anfang des 4. Jahrhunderts im heutigen Nordfrankreich mit ihren Familien niedergelassen haben.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die karolingische Gründung der Abtei Almenêches, eines Benediktinerinnen-Klosters, wurde mehrfach zerstört und wiederaufgebaut; die letzten verbliebenen Nonnen wurden im Jahr 1737 auf Grund einer königlichen Anweisung nach Argentan umgesiedelt.
  • Die ehemalige Abteikirche aus dem 16./17. Jahrhundert blieb größtenteils erhalten und wurde Pfarrkirche. Der Turm schließt in einer mehrfach geschwungenen Haube; die Fassade zeigt ein Maßwerkfenster in Stilformen des 17. Jahrhunderts. Der Kirchenbau seit dem Jahr 1948 als Monument historique anerkannt.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Almenêches – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Almenêches – Karte mit Höhenangaben
  2. Almenêches – Klimadiagramme
  3. Almenêches – Geschichte
  4. Almenêches – ehemalige Abteikirche in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)