Almendres

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Teil des Steinkreises von Dos Almendres
Entwicklungsstadien des Cromlech von Dos Almendres
Verzierte Steine im Cromlech von Dos Almendres

Der Cromlech von Dos Almendres ist ein jungsteinzeitlicher Steinkreis im Distrikt Évora in der Region Alentejo. Er ist der bedeutendste Cromlech in Portugal sowie auf der gesamten Iberischen Halbinsel und ca. 1000 bis 2000 Jahre älter als Stonehenge.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stätte von Dos Almendres liegt in einem Wäldchen zwischen den Dörfern Valverde und Guadalupe etwa 16 km (Fahrtstrecke) westlich der Stadt Évora in einer Höhe von ca. 400 m an einem Hang unweit der Anta Grande do Zambujeiro (ca. 4 km südöstlich) und den beiden kleineren Steinkreisen von Portela de Mogos (40 Steine) und Vale Maria do Meio (ca. 10 km nordöstlich).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sehr wahrscheinlich in mehreren Etappen errichtete Anlage wird in die Übergangszeit von der Stein- zur Kupferzeit (4000 bis 2800 v. Chr.) datiert. Bei ihrer Entdeckung und Freilegung in den Jahren nach 1964 waren viele Steine umgestürzt und – aufgrund der Hanglage – teilweise verrollt. Vor allem die Rekonstruktion des östlichen Ovals scheint nicht besonders gelungen.

Steine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der aus ca. 100 ein bis drei Meter hohen und zum Teil von weither herbeitransportierten Steinen (Pedras talhas) aus verschiedenen Gesteinsarten zusammengesetzte Steinkreis besteht heute aus einem doppelten west-östlich gerichteten Steinoval in Form einer ’8’. Es gibt die Auffassung, dass es sich einst um jeweils zwei Doppelovale gehandelt haben könnte – eine ansonsten für Cromlechs nirgends bekannte Ordnung.

Die meisten Steine sind seitlich und oben abgerundet, was wahrscheinlich nicht allein auf natürliche Verwitterungsprozesse zurückzuführen sein dürfte. Viele Steine sind gebaucht, d. h. sie sind etwa 40 bis 80 cm über dem Bodenniveau dicker als darüber und darunter.

Nur wenige Steine tragen (später angebrachte ?) Augenmotive, Kreise, Krummstäbe (Báculos) oder Zickzacklinien, sowie Sonnen- und Monddarstellungen als Verzierungen. Mehrere Steine haben Schälchen auf der Oberseite.

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der ca. 500 m nordöstlich gelegenen „Finca Almendres“ steht, von Silos und Olivenbäumen umgeben, der etwa 3,50 m hohe Menhir von Almendres. Er besteht aus porphyrischem Granodiorit und hat wie viele Menhire und die meisten zylinderförmigen Kalksteinidole des Landes eine flache und eine gewölbte Seite. Er trägt ebenfalls eine Báculo-Verzierung, die ältere kaum mehr erkennbare Wellenlinien überdeckt.

In der Nähe liegen auch die Reste des Dolmen von Almendres, einer Anta.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dos Almendres – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 38° 33′ 27,1″ N, 8° 3′ 41,4″ W