Almstedt

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Almstedt
Gemeinde Sibbesse
Wappen von Almstedt
Koordinaten: 52° 2′ 0″ N, 9° 57′ 53″ O
Höhe: 190 m ü. NHN
Fläche: 9,92 km²[1]
Einwohner: 886 (31. Dez. 2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. November 2016
Postleitzahl: 31079
Vorwahl: 05060
Almstedt (Niedersachsen)
Almstedt

Lage von Almstedt in Niedersachsen

St.-Mauritius-Kirche, Almstedt
St.-Mauritius-Kirche, Almstedt

Almstedt ist ein Ortsteil der Gemeinde Sibbesse im Landkreis Hildesheim, Niedersachsen, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Almstedt liegt südlich von Hildesheim an der Südflanke des Hildesheimer Walds zwischen den Naturparks Weserbergland im Westen und Harz im Südosten. Almstedt wird von der Alme (Zufluss der Riehe) durchflossen.

Ortsgliederung

Außer Almstedt gehört noch Segeste zum Ortsteil.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1151 wurde Almstedt zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der Name des Ortes bedeutet „Ort an der Alme“.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zählte Almstedt 606 Einwohner.[3]

Am 7. November 1901 wurde die Bahnlinie von Elze nach Gronau bis nach Bodenburg verlängert, und zwischen Almstedt und Segeste wurde ein Bahnhof gebaut. Anfangs hielten hier fünf Personenzugpaare pro Tag, und ein in Almstedt bereits bestehendes Kalkwerk erhielt einen eigenen Gleisanschluss für seinen Güterverkehr.[4] Am 24. September 1966 wurde der Personenverkehr auf der Eisenbahnstrecke allerdings eingestellt und 1974 auch der Güterverkehr.

Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Segeste eingegliedert.[5]

Almstedt wurde am 1. November 2016 mit den anderen Gemeinden der Samtgemeinde Sibbesse zur neuen Gemeinde Sibbesse zusammengeschlossen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat von Almstedt setzt sich aus zwei Ratsfrauen und drei Ratsherren folgender Parteien zusammen:[6]

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016)

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbürgermeister ist Torsten Uhde (CDU).[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde wurde das Ortswappen am 30. Juli 1938 durch den Oberpräsidenten der Provinz Hannover verliehen. Die Überreichung durch den Landrat aus Alfeld wurde am 5. Dezember desselben Jahres durchgeführt.[8]

Wappen von Almstedt
Blasonierung:Gespalten. Vorn auf Grün eine stehende goldene Garbe, hinten auf Gold ein gestieltes grünes Kleeblatt (1 : 2).“[8]
Wappenbegründung: Das Wappen ist in Anlehnung an das Siegel des gräflichen Gerichts derer von Steinberg-Bodenburg zu Almstedt gestaltet, das bis Mitte des 19. Jahrhunderts geführt ward. Schön ist die Sinngebung des Wappens durch die Gemeinde: Das Zeichen der Fruchtbarkeit der korntragenden Gemarkung ist verbunden mit einem bäuerlichen Glückszeichen, dem Kleeblatt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr

Die wichtigste Verbindung Almstedts mit dem überörtlichen Straßennetz stellt die Landesstraße 482 dar; die nächstgelegenen Bundesstraßen sind die B 243 im Osten und die B 3 im Westen. Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg verläuft ohne Haltestelle durch das Gemeindegebiet. Sie verfügt hier jedoch über einen Betriebsbahnhof mit dem Namen Almstedt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke
  • Die 1901 eingeweihte Bahnstrecke Elze–Bodenburg mit dem Bahnhof Almstedt-Segeste wurde 1966 für den Personenverkehr und 1974 auch für den Güterverkehr aufgegeben; inzwischen verkehrt jedoch auf einem renovierten Teilstück mehrmals im Jahr eine Museumseisenbahn, die Almetalbahn der Arbeitsgemeinschaft historische Eisenbahn e. V. (AHE). In den 1980er Jahren wurde das Bahnhofsgebäude von der Süd- auf die Nordseite der Gleise verlegt.[9]
  • Ebenfalls sehenswert ist die 1618 aus Bruchsteinen erbaute und 1819 vergrößerte St.-Mauritius-Kirche. Sie weist einen barocken Altar von 1760, eine Kanzel von 1784 und eine Orgel von 1752 auf. Ihr Turm wurde bereits im 14. Jahrhundert erbaut und diente auch als Wehrturm. In ihrer Sakristei sind spätgotische Wandmalereien aus der Zeit um 1400 zu sehen.[10] Die eine im Jahre 1748 gegossene Glocke läutete ursprünglich in der Pfarrkirche im ostpreußischen Nemmersdorf (heute russisch: Majakowskoje), wo sie für Kriegszwecke entnommen wurde. Sie überstand das Kriegsende und fand hier ihren neuen Läuteort.
  • In Almstedts baumbestandener Hauptstraße, in deren Mitte die Alme fließt, sind zahlreiche gut erhaltene Fachwerkhäuser beachtenswert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Almstedt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Spalte Fläche, Stand 1. Januar 2015.
  2. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015.
  3. Wilhelm Keil: Neumanns Orts- und Verkehrslexikon, S. 12 u. S. 998. Leipzig 1905.
  4. Uwe Helbig: 100 Jahre Lammetalbahn, S. 37. Hrsg. Fahrgastverband Pro Bahn e. V., j J.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 204.
  6. Ortsräte und Ortsbürgermeister der Gemeinde Sibbesse.
  7. Verzeichnis der Ortsbürgermeister/innen und Ortsvorsteher/innen im Landkreis Hildesheim. Auf: diekholzen.de, DOCX-Datei, abgerufen am 24. Juni 2017.
  8. a b Wilhelm Barner: Wappen und Siegel des Kreises Alfeld. (Neubindung). Lax GmbH & Co. KG, Hildesheim 1998.
  9. Uwe Helbig: 100 Jahre Lammetalbahn, S. 38. Hrsg. Fahrgastverband Pro Bahn e. V., o. J.
  10. Informationstafel im Vorraum der Kirche.