Alois Karl

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Alois Karl (2012)

Alois Karl (* 22. November 1950 in Neumarkt in der Oberpfalz) ist ein deutscher Politiker (CSU) und seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1990 bis 2005 war er Oberbürgermeister der Stadt Neumarkt in der Oberpfalz.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur absolvierte Karl ein Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Regensburg, welches er mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Während seines Studiums wurde Karl Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Rupertia Regensburg im Cartellverband. Nach dem Referendariat legte er 1979 auch das zweite Staatsexamen ab und war zunächst als Rechtsanwalt in Nürnberg tätig. Von 1981 bis 1990 leitete er schließlich das Rechtsamt der Stadt Neumarkt.

Alois Karl ist verheiratet und hat zwei Töchter. Sein Cousin ist der frühere CSU-Landtagsabgeordnete Herbert Fischer.

Seit 2015 ist er Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Neumarkt i.d.OPf.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Alois Karl ist als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Amberg in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2013 erreichte er hier 58,4 % der Erststimmen.

Seit 2009 gehört er als ordentliches Mitglied dem Haushaltsausschuss an. 2009 bis 2013 gehörte er dem Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union an; seit 2013 ist er dort stellvertretendes Mitglied. Er ist zudem stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgruppe Kommunalpolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Seit 2010 ist er Mitglied im Unterausschuss Europa des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages; seit 2013 ist er dort stellvertretender Vorsitzender. Seit 2010 ist er Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der OSZE. Seit 2014 ist er Vorsitzender der Deutsch-Baltischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages.

Seit 2013 ist er stellvertretendes Mitglied im Unterausschuss Kommunales des Innenausschusses des Deutschen Bundestages.

Er gehörte als ordentliches Mitglied von 2005 bis 2009 dem Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, von 2005 bis 2009 dem Innenausschuss und von 2007 bis 2009 dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages an.

Am 14. September 2009 erregte er Aufsehen, als er in Trautmannshofen bei einer Demonstration von Bauern gegen niedrige Milchpreise von einer Bäuerin mit Milch überschüttet wurde und sich dafür mit einer Ohrfeige revanchierte.[1]

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1984 ist Alois Karl Mitglied des Kreistages des Landkreises Neumarkt in der Oberpfalz. Von 1990 bis 2005 war Karl Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz. Von 1978 bis 1980 und von 2008 bis 2010 gehörte Alois Karl dem Stadtrat von Neumarkt an.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alois Karl ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.[2]

Alois Karl ist Beisitzer im Vorstand der Deutschen Afrika Stiftung.[3]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: Ehrenbürgerschaft in Neumarkt.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alois Karl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. CSU-Abgeordneter watscht Bäuerin. www.sueddeutsche.de, abgerufen am 15. September 2009.
  2. Alois Karl Website der Europa-Union Deutschland. Abgerufen am 11. Januar 2018.
  3. Website der Stiftung
  4. Alois Karl ist nun Ehrenbürger von Neumarkt. Nordbayern. 17. Dezember 2015. Abgerufen am 28. März 2017.