Alois Kostner

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Gipsporträt des Malers Alois Kostner um 1890
Altar in der St. Rochus Kapelle in Fonteklar Lajen gefasst und vergoldet von Alois Kostner
Zu Pferd v.l.n.r. Alois Kostner, Dr. Conrad Moroder, Curat F. Anderlan[1]

Alois Kostner, auch Luis Moler genannt, (* 8. Mai 1856 in Stern/La Ila, Gadertal; † 29. Mai 1918 in St. Ulrich in Gröden) war ein Grödner Fassmaler.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kostner begann mit 16 Jahren seine Lehre in Plan bei Wolkenstein, besuchte die Kunstschule in St. Ulrich und ging 1879 nach München, wo er eine Weiterbildung als Vergolder genoss.

Die Mutter Genoveffa Sefa dala Cazines wohnte im Hof Planaces in St. Ulrich und war wegen ihrer Kunst als Strickerin von Trachtenmützen bekannt.[2] 1883 kaufte Kostner das Haus Pana an der Panabrücke in St. Ulrich von der Familie Pertan. Er heiratete Frau Johanna Stuflesser-Petlin, die Schwester des Altarbauers Ferdinand Stuflesser-Petlin am 23. April 1883 und hatte fünf Kinder: Johann, Marianna, Ferdinand, Engl und Franziska.

Kostner erweiterte das Pana-Haus und baute noch zwei Häuser dazu, wo er die größte Malerwerkstatt St. Ulrichs betrieb. Er fertigte Kircheneinrichtungen, zusammen mit dem Schwager Ferdinand Stuflesser, die sie in die gesamte Welt vertrieben.

Er pilgerte im Jahr 1898 mit 500 Tirolern nach Jerusalem.[3]

Von seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land brachte er Reliquien die er in einer holzgeschnitzten Madonnenstatue am Hochaltar der Pfarrkirche seines Geburtsortes Stern im Gadertal einbauen ließ.[4]

1908 finanzierte Kostner den Bau des neuen Schulgebäudes der Barmherzigen Schwestern in Bozen und wurde deshalb mit der päpstlichen Medaille Pro Ecclesia et Pontifice ausgezeichnet.

Wie viele Maler im 20. Jahrhundert war Kostner auch Fotograf und hinterließ eine Sammlung von Aufnahmen vieler Grödner Bauernhöfe.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Art Kamera wurde von Alois Kostner benutzt
Gemälde eines Pilgers von Alois Kostner im Österreichischen Ospiz in Jerusalem[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chiocchetti Nadia: Nosta Jent. Persones y personalités dla Ladinia. Union Generela di Ladins dles Dolomites. Fotolito Longo (keine Jahresangabe), Texte auf Ladin Dolomitan mit Zusammenfassung auf Deutsch und Italienisch, ISBN 88-901703-4-4, S. 80–81 und S. 218–219.
  • Paulina Moroder, Eugen Trapp: L lëur d’auteresc te Gherdëina, 1700–1940. Calënder de Gherdëina 2001, Union di Ladins de Gherdëina St. Ulrich 1975, S. 72–77. (Ladinisch)
  • Pater Angelus Stummer: Tirol an des Erlösers Grab. Brixen 1899, S. 13, 287, 390.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alois Kostner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Pater Angelus Stummer: Tirol an des Erlösers Grab. Brixen 1899.
  2. Die Mutter des Künstlers.
  3. Iaco Rigo: The pilgrimage of my grandsire Alois Kostner da Pertan (Luis Moler) to the Holy Land.
  4. Karl Gruber: Kunst im Gadertal. Tappeiner Verlag, Bozen 1987, ISBN 88-7073-042-5, S. 124.