Alpandeire

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Gemeinde Alpandeire
View of Alpandeire.jpg
Alpandeire – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
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Hilfe zu Wappen
Alpandeire (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Andalusien Andalusien
Provinz: Málaga
Comarca: Serranía de Ronda
Koordinaten 36° 38′ N, 5° 12′ WKoordinaten: 36° 38′ N, 5° 12′ W
Höhe: 700 msnm
Fläche: 31,24 km²
Einwohner: 260 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 8 Einw./km²
Postleitzahl: 29460
Gemeindenummer (INE): 29014
Verwaltung
Bürgermeisterin: Maria Dolores Bullón Ayala
Website: www.alpandeire.es
Lage der Gemeinde
Karte Gemeinde Alpandeire 2022.png

Alpandeire ist ein südspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit nur noch 260 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) in der Provinz Málaga in der autonomen Gemeinschaft Andalusien.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Alpandeire liegt an einem Hang in den zerklüfteten und bewaldeten Bergen im Süden der Serranía de Ronda ca. 4 km westlich des Río Genal in einer Höhe von ca. 700 m. Die Stadt Ronda liegt knapp 23 km (Fahrtstrecke) nördlich; der Felsen von Gibraltar befindet sich ca. 100 km südlich. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 775 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2019
Einwohner 1.090 996 853 316 260[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft, die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe (Höfesterben) und die daraus resultierende Arbeitslosigkeit haben zu einem immer noch anhaltenden Bevölkerungsschwund geführt (Landflucht).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort und seine Bevölkerung sind traditionell von der Landwirtschaft abhängig. Angebaut werden Getreide, Wein, Oliven und Gemüsepflanzen wie Bohnen, Kichererbsen und Erbsen; traditionell spielen auch Esskastanien eine wichtige Rolle. Im 18. Jahrhundert erlebten viele Orte in der Serranía de Ronda einen wirtschaftlichen Aufschwung, der vor allem auf die Wein- und Schnapsherstellung zurückzuführen war. In den 1960er Jahren begann man mit der Entwicklung des Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (casas rurales).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet wurden prähistorische Kleinfunde entdeckt, die heute im Museum von Málaga aufbewahrt und teilweise gezeigt werden. Außerdem finden sich in ca. 1000 m Höhe die Überreste dreier Großsteingräber (dolmenes): Dolmen de Encinas Borrachos, Dolmen del Montero und Dolmen del Cortijo de La Mimbre.[4] Es wird jedoch davon ausgegangen, dass der Ort erst in der Frühzeit der islamischen Epoche durch Angehörige eines Berberstammes gegründet wurde. Nach der Rückeroberung (reconquista) durch die Christen in der Zeit um 1485 lebten noch zahlreiche Muslime (moriscos) in der Region, die jedoch – falls sie sich nicht zum Christentum bekannten – im Jahr 1572 vertrieben wurden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alpandeire – Iglesia de San António de Padua
  • Das Ortszentrum wird beherrscht von der monumentalen, zweitürmigen Iglesia de San António de Padua, auch Catedral de la Serranía genannt. Der im Mudéjar-Stil aus Ziegelsteinen errichtete, aber außen wie innen größtenteils verputzte Kirchenbau stammt aus dem 16. Jahrhundert, doch wurde er ca. 200 Jahre später tiefgreifend umgearbeitet. Das Innere der Kirche ist dreischiffig; alle drei Schiffe (naves) sind gewölbt.[5]
  • Eine auf einem Felsen sitzende Bronzestatue des Kapuziners Leopoldo de Alpandeire wurde im Jahr 2009 aufgestellt. Sein in der Nähe befindliches Geburtshaus ist zu einem Museum umgewandelt worden.[6]
  • Im Ort und in seiner Umgebung gibt es zahlreiche Brunnen (fuentes), von denen einige auch als Viehtränken genutzt wurden.
Umgebung
  • Nahe dem Encinas-Borachos-Pass befinden sich die Überreste eines Dolmens.[7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Alpandeire – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Alpandeire/Benarrabá – Klimatabellen
  3. Alpandeire – Bevölkerungsentwicklung
  4. Alpandeire – 3 Dolmen
  5. Alpandeire – Kirche
  6. Alpandeire – Bronzestatue
  7. Alpandeire – Dolmen