Alpe Adria Radweg

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Alpe Adria Radweg
Ciclovia Alpe Adria
AlpeAdriaRadweg Ciclovia.JPG
Gesamtlänge ca. 410 km
Lage Salzburg, Kärnten, Friaul-Julisch Venetien
Startpunkt Salzburg
Zielpunkt Grado
Orte am Weg Salzburg, Villach, Udine, Grado
Bodenbelag überwiegend asphaltiert. In Teilbereichen nicht asphaltierte Feldwege
Höhendifferenz Gesamtanstieg ca. 2500 Höhenmeter
Schwierigkeit mittel
Webadresse Offizielle Homepage der Tourismusverbände
Der Alpe Adria Radweg an der italienisch-österreichischen Grenze

Der Alpe Adria Radweg (auch Ciclovia Alpe Adria Radweg oder italienisch Ciclovia Alpe Adria) ist ein rund 410 km langer Fernradweg, der vom österreichischen Salzburg über die Alpen ins italienische Grado an der Adria führt.

Allgemeine Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Salzburg als Start-, den Alpen als Etappen- und Grado an der Adria als Zielort verbindet der Radweg äußerst schöne und beliebte Urlaubsziele miteinander. Hohe Alpenpässe werden durch die Tauernschleuse mit dem Zug überbrückt und fallen somit weg. Der Radweg ist seit seiner Eröffnung 2012 eine beliebte, da technisch und konditionell nicht allzu schwierige Alpenquerung (Transalp). Die besten Monate einer Befahrung sind Juni, Juli und September, im August kann es insbesondere in der Poebene sehr heiß werden. Ein Großteil des Weges führt über Radwege, die Ausschilderung ist meist gut und einheitlich. In den Niederlanden wurde der Radweg Anfang 2015 zur Radroute des Jahres ausgezeichnet.[1]

Etappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In vielen Reiseführern und Berichten wird die komplette Strecke des Alpe Adria Radweges meist in sechs bis acht Tagesetappen beschrieben bzw. gefahren. Konditionsstarke Radler fahren die Strecke teilweise auch in nur drei Tagen. Die meisten durchradelten Gegenden sind touristisch gut erschlossen, so dass eine individuelle Unterteilung der Etappen meist kein Problem darstellt.

Salzburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

01. Etappe: Salzburg - Bischofshofen (54 Kilometer):

Ab Salzburg folgt man der Salzach größtenteils flach und auf Radwegen Richtung Süden, ehe zum Pass Lueg die ersten Höhenmeter gemacht werden müssen. Weiter bis Bischofshofen nun teils auf der B 159 mit Autoverkehr.

02. Etappe: Bischofshofen - Bad Gastein (52 Kilometer):

Über St. Johann im Pongau an der Salzach bis Schwarzach, dort beginnt der Anstieg zum Gasteinertal. Das Tal selbst ist wiederum eher flach, steil ist jedoch der Anstieg nach Bad Gastein.

Kärnten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

03. Etappe: Bad Gastein - Spittal an der Drau (59 Kilometer):

Kurz nach Bad Gastein wechselt man am Bahnhof Böckstein in einen stündlich verkehrenden Zug, der durch den Tauerntunnel den Alpenhauptkamm in ca. 12 Minuten unterquert[2]. Ab Mallnitz geht es steil ins Mölltal hinab, ehe bei Möllbrücke die Drau mit dem Drauradweg erreicht wird.

04. Etappe: Spittal an der Drau - Villach (39 Kilometer):

Von Spittal nach Villach folgt man weiter der Drau ohne Steigungen.

Friaul-Julisch Venetien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

05. Etappe: Villach - Tarvis (37 Kilometer):

Noch in Villach wird vom Drau- auf den Gail-Radweg gewechselt, dem bis Arnoldstein gefolgt wird. Hinter dem Ort geht es ansteigend zur österreichisch-italienischen Grenze. In Italien (dort wird der Weg auch FVG1 - Friuli-Venezia Giulia 1 genannt) geht es auf einem gut ausgebauten, separaten Radweg nach Tarvis.

06. Etappe: Tarvis - Venzone (60 Kilometer):

Die ca. 50 km zwischen Tarvis und Carnia folgt der Radweg großteils auf der Trasse der alten, stillgelegten Pontebbana-Eisenbahnstrecke durch das Kanaltal und den Canal del Ferro (Eisental). Der letzte Abschnitt ab der Brücke über die Fiume Fella bei Moggio Udinese ist noch in Bau (Stand 2017). Ab hier führt der Radweg am rechten Ufer der Fiume Fella bis zu einer ehemaligen Eisenbahnbrücke, die nach Carnia führt. Der Radweg ist durchgehend asphaltiert und führt bis auf wenige Ausnahmen über die Brücken und durch die teilweise beleuchteten Tunnel der aufgelassenen Eisenbahnstrecke. Es gibt Rastplätze und Einkehrmöglichkeiten.

07. Etappe: Venzone - Udine (55 Kilometer):

Meist über wenig befahrene Nebenstraßen oder Radwegen geht es durch die mitunter noch recht hügelige Poebene nach Udine, der nach Salzburg größten Stadt entlang der Tour.

08. Etappe: Udine - Grado (59 Kilometer):

Die letzte Etappe führt eben durch die Planstadt Palmanova und die Römerstadt Aquileia, ehe über einen Damm Grado erreicht wird [3].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auszeichnung zur Radroute des Jahres
  2. Autoschleuse Böckstein - Mallnitz
  3. Radweg von Palmanova nach Grado auf der openstreetmap Karte mit kurzen Unterbrechungen eingezeichnet: [1]

Literatur und Karten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]