Alpen-Sockenblume

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Alpen-Sockenblume
Epimedium cf alpinum Alppivarjohiippa Alpsockblomma C IMG 9102.JPG

Alpen-Sockenblume (Epimedium alpinum)

Systematik
Eudikotyledonen
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Berberitzengewächse (Berberidaceae)
Unterfamilie: Berberidoideae
Gattung: Elfenblumen (Epimedium)
Art: Alpen-Sockenblume
Wissenschaftlicher Name
Epimedium alpinum
L.

Die Alpen-Sockenblume (Epimedium alpinum)[1] ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sockenblumen (Epimedium) in der Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration aus Otto Wilhelm Thomé: Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, Gera 1885
Laubblätter und Blütenstand
Blütenstand
Einzelblüte

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alpen-Sockenblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 40 Zentimetern erreicht. Der „Wurzelstock“ ist kriechend. Ein grundständiges Laubblatt wird nach der Blütezeit gebildet. Der Stängel ist bogig aufrecht und einblättrig.[1]

Die Laubblätter sind doppelt dreizählig gefiedert. Die lang gestielten Teilblätter sind bei einer Länge von 4 bis 8 Zentimetern herzförmig und haben helle, nach vorne gerichtete Stacheln. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und die -unterseite mattgrün und zerstreut mit kurzen, krausen, rötlichen Haaren bedeckt.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Jeweils wenige Blüten sind zu einem lockeren rispigen Blütenstand angeordnet.

Die zierlichen, zwittrigen Blüten sind vierzählig und bei einer Breite von ungefähr 1 Zentimeter zygomorph.[1] Die vier Kelchblätter haben eine Länge von bis zu 4 Millimetern, sind grün bis rötlich gefärbt und hinfällig.[1] Die vier Kronblätter sind dunkelrot und doppelt so groß wie die Kelchblätter. Es sind vier schuhförmige, hellgelbe, gespornte Nektarblätter vorhanden.[1]

Die Balgfrucht ist bis zu 2 Zentimeter lang und kurz geschnäbelt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12.[2]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet der Alpen-Sockenblume erstreckt sich von Albanien bis in die Südalpen, nach Westen reicht es bis Piemont. Die Alpen-Sockenblume kommt in montanen schattigen, warmen Laubwäldern in Höhenlagen bis 1200 Metern vor. Sie ist selten.

Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Epimedium alpinum erfolgte 1753 durch Carl von Linné. Das Artepitheton alpinum bedeutet „aus den Alpen“.

Trivialnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Alpen-Sockenblume bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: Bischofshut, Bischoffsmütze und Sockenblume.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Epimedium alpinum L., Alpen-Sockenblume. In: FloraWeb.de.
  2. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 422.
  3. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 140.(online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]