Alpena Motor Car Company

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Alpena Motor Car Company
Rechtsform Company
Gründung 1910
Auflösung 1914
Auflösungsgrund Insolvenz
Sitz Alpena, Michigan, USA
Leitung Richard Collins
Branche Automobile

Alpena Motor Car Company war ein US-amerikanischer Hersteller von Automobilen.[1][2]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas F. Ahern, ein Ingenieur aus Detroit, und sein Freund Daniel D. Hanover gründeten das Unternehmen im Juni 1910. Sitz war in Alpena in Michigan. Im Juli 1910 wurden die Reste der aufgelösten Wolverine Motor Car Company aus Mount Clemens übernommen und bis August nach Alpena transportiert. 1911 begann die Produktion von Automobilen. Der Markenname lautete Alpena. Im Juni 1911 übernahm Richard Collins die Leitung, nachdem der bisherige Präsident Hanover den Posten wegen Krankheit aufgab. Im Februar 1914 endete die Produktion, als das Unternehmen in Insolvenz ging.

Canadian Motors importierte Fahrzeuge nach Kanada.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1911 wurden alle Modelle Flyer genannt. Sie hatten einen Vierzylindermotor mit 30 PS Leistung. Der Radstand des Fahrgestells betrug 284 cm. Model A war ein fünfsitziger Tourenwagen, Model B ein viersitziger Tourenwagen, Model C ein viertüriger Tourenwagen und Model D ein Torpedo-Roadster.

1912 bestand das Sortiment aus zwei Modellreihen Four, beide mit Vierzylindermotoren. Der viertürige Tourenwagen Model F, der Roadster Model G und das Model H als Detachable Tonneau hatten 305 cm Radstand und mit 40 PS den stärkeren Motor. Die kleineren Modelle können als Nachfolger der 1911er Modelle angesehen werden, da sie Motorleistung und Radstand übernahmen. Model J war ein viertüriger Tourenwagen, Model K ein Roadster, Model L ein Detachable Tonneau und Model M ein Tourenwagen.

Ab 1913 ergänzte das Sechszylindermodell Six als Model N-50 das Angebot. Der Motor stammte von der Rutenber Motor Company und leistete 50 PS. Der Radstand betrug einheitlich 343 cm. Ein zweisitziger Roadster, ein viersitziger Tourabout sowie Tourenwagen mit fünf und sieben Sitzen standen zur Verfügung. Der Four hatte 315 cm Radstand. Das Model O-38 war ein fünfsitziger Tourenwagen. Das Model P-40 gab es als zweisitzigen Runabout und als viersitzigen Torpedo. Bei beiden leistete der Motor 40 PS. Mit 44 PS etwas stärker war der Motor im Roadster Model X.

Modellübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Modell Ausführung Zylinder Leistung (PS) Radstand (cm) Aufbau
1911 Flyer Model A 4 30 284 Tourenwagen 5-sitzig
1911 Flyer Model B 4 30 284 Tourenwagen 4-sitzig
1911 Flyer Model C 4 30 284 Tourenwagen 4-türig
1911 Flyer Model D 4 30 284 Torpedo-Roadster
1912 Four Model F 4 4 284 Tourenwagen 4-türig
1912 Four Model G 4 4 284 Roadster
1912 Four Model H 4 4 284 Detachable Tonneau
1912 Four Model J 4 30 284 Tourenwagen 4-türig
1912 Four Model K 4 30 284 Roadster
1912 Four Model L 4 30 284 Detachable Tonneau
1912 Four Model M 4 30 284 Tourenwagen
1913–1914 Six Model N-50 6 50 343 Roadster 2-sitzig, Tourabout 4-sitzig, Tourenwagen 5-sitzig, Tourenwagen 7-sitzig
1913–1914 Four Model O-38 4 40 315 Tourenwagen 5-sitzig
1913–1914 Four Model P-40 4 40 315 Runabout 2-sitzig, Torpedo 4-sitzig
1913–1914 Four Model X 4 44 315 Roadster

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 28–29 (englisch).
  • George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 1: A–F. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 38. (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 28–29 (englisch).
  2. George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 38. (englisch)