Alpenrod

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Alpenrod
Alpenrod
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Alpenrod hervorgehoben
Koordinaten: 50° 38′ N, 7° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Hachenburg
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 12,15 km2
Einwohner: 1540 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57642
Vorwahl: 02662
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 202
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Gartenstraße 11
57627 Hachenburg
Webpräsenz: www.alpenrod.de
Ortsbürgermeisterin: Beate Salzer (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Alpenrod im Westerwaldkreis
Karte
Kirche (1843/44) in Alpenrod

Alpenrod ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hachenburg an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt südöstlich von Hachenburg im Westerwald am linken Ufer der Großen Nister und des Enspeler Bachs.

Mit dem im Südwesten des Ortsteils Alpenrod liegenden Gräbersberg (513 m ü. NN) befindet sich auf der Gemarkung der Gemeinde die höchste Erhebung in der Verbandsgemeinde Hachenburg. Auf dem Gräbersberg steht ein Aussichtsturm mit einer öffentlich zugänglichen Besucherplattform auf 30 Metern Höhe.

Ortsteile der Gemeinde sind Alpenrod, Hirtscheid und Dehlingen. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Haus Alpenrod, Hof Eichwiese, Hof Welterstein, Neuhof und Talmühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Urkunde aus dem Jahr 1320 wird das Dorf erstmals als Albrechtsrode erwähnt. Hier stand auch eine Burg zum Schutz der Wege auf dem „Nöchel“. Es hatte aber schon früher eine Kapelle mit einer kleinen Siedlung gegeben (mindestens 1131).

Der Turm der jetzigen Kirche stammt aus dieser Zeit. Schätzungen gehen bis in das 9. Jahrhundert. Zu Alpenrod gehören die Ortschaften Dehlingen (Erster Siedler mit Namen Dillinger, 1618) und Hirtscheid (um 1100 Hirnscheid). Hier gab es ab 1551 ein Talmühle. Graf Salentin Ernst von Manderscheid-Sayn versuchte (1657 und 1678–1680) den Verkehr der Köln-Frankfurter Straße (heutige B 8) über Hachenburg zu leiten. Daher baute er eine Poststraße aus, die oberhalb von Alpenrod entlang führte und heute als die alte Poststraße bekannt ist. Die Köln-Leipziger Straße und die Köln-Frankfurter Straße waren die wichtigsten Fernwege seit der Zeit der merowingischen Könige. Da das Tal in alten Zeiten versumpft und schwer zugänglich war, führten alle Wege über die Höhen wie die alte Poststraße. Zu vermuten ist, dass diese Straße schon zu keltischen Zeiten genutzt worden ist.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Alpenrod, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4][1]

Jahr Einwohner
1815 889
1835 921
1871 888
1905 914
1939 1.022
1950 1.078
Jahr Einwohner
1961 1.047
1970 1.162
1987 1.271
1997 1.564
2005 1.601
2015 1.540

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Alpenrod besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD JUL WG 1 WG 2 Gesamt
2014 10 2 2 2 16 Sitze
2009 9 3 2 2 16 Sitze
2004 7 2 3 4 16 Sitze
  • JUL = Junge unabhängige Liste e. V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „In Gold ein blauer Schrägbalken, belegt mit drei silbernen Kugeln, oben drei stilisierte grüne Bäume, unten eine rote Glocke“.

Die drei Kugeln im Schrägbalken weisen zugleich auf die drei zur Gemeinde gehörenden Dörfer Alpenrod, Dehlingen und Hirtscheid und auf das mittelalterliche ortsansässige Adelsgeschlecht der Schönhals zu Albrechtenrode hin, das in seinem Wappen drei Kugeln führte. Die Glocke symbolisiert die Kirche und das Kirchspiel Alpenrod, die Bäume den Waldreichtum. Die Farben Gold und Rot (Glocke) sind ein Hinweis auf die frühere Zugehörigkeit zur Grafschaft Sayn.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Töpferei für salzglasiertes Steinzeug
  • Grab- und Natursteinbetrieb
  • Touristik Service
  • Ofenshop
  • Aluminiumverarbeitung: Eloxieren von Aluminium
  • Heilpraktiker
  • Tischlerei
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Sanitär Solar Heizung
  • Planungsbüro

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alpenrod – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 46 (PDF; 2,16 MB)
  3. Zusammenfassung aus „Das Kirchspiel Alpenrod im Westerwald und seine Bewohner im 17. und 18. Jahrhundert“ von Heinrich Heimann und Irmtraut Weinknecht 1967; Hrsg: Zentralstelle für Personen und Familiengeschichte Frankfurt am Main.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen