Alpenvereinsführer

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Die Alpenvereinsführer (AV-Führer bzw. AVF), die alle wichtigen Gebirgsgruppen der Ostalpen abdecken, sind das Standardwerk in der ostalpinen Führerliteratur. Sie werden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein (DAV), dem Österreichischen Alpenverein (ÖAV) und dem Alpenverein Südtirol (AVS) herausgegeben und seit 1951 vom Bergverlag Rother verlegt.[1]

Zum 11. Dezember 2021, dem Internationalen Tag der Berge, wurden 120 Ausgaben der Alpenvereinsführer mit insgesamt 45.000 Seiten gemeinsam vom Deutschen Alpenverein und dem Bergverlag Rother digitalisiert. Diese können kostenlos von der Website des Deutschen Alpenvereins heruntergeladen werden.[2]

Im AV-Führer wird bei den neueren Führern zwischen einer alpin- und einer extrem-Variante unterschieden. Die alpin-Führer enthalten die Wanderwege, Hüttenzugänge, Gipfelanstiege sowie Eis- und Hochtouren einer Gebirgsgruppe bis zum Schwierigkeitsgrad II, die extrem-Führer verzeichnen alles, was schwieriger ist, insbesondere die Kletterrouten. Die Beschreibungen sind sachlich bis trocken, sparsam illustriert – im Gegensatz etwa zu den Bergbüchern Walter Pauses – und setzen trotz einführender Abschnitte allgemeine alpine Kenntnisse und Erfahrungen voraus. Die AV-Führer werden oft als Grundlage für andere Veröffentlichungen herangezogen und dienen als Ergänzung der Alpenvereinskarten oder anderer Kartenwerke.

Verfügbare Alpenvereinsführer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vergriffene Alpenvereinsführer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ankogel- und Goldberggruppe (Liselotte Buchenauer und Peter Holl, 1986)
  • Benediktenwand-Gruppe, Estergebirge und Walchenseeberge (W. und G. Zimmermann, 1977)
  • Brentagruppe (Heinz Steinkötter, 1988)
  • Chiemgauer Alpen (Marianne und Helmuth Zebhauser, 1988)
  • Dachstein Ost (Willi End, 1980)
  • Dachstein West (Willi End, 1980)
  • Dolomiten: Cristallogruppe (Jürgen und Angelika Schmidt, 1981)
  • Dolomiten: Marmolada (Heinz Mariacher, 1983)
  • Dolomiten: Rosengartengruppe (Heinz Mariacher, 1988)
  • Dolomiten: Schiaragruppe (Richard Goedeke, 1981)
  • Eisenerzer Alpen (Fritz Peterka)
  • Gesäuseberge / Ennstaler Alpen (Willi End)
  • Hochschwab (Günter und Luise Auferbauer, 1990)
  • Kaisergebirge alpin, München 2006, 12. Aufl. (Horst Höfler und Jan Piepenstock)
  • Karwendel alpin, München 2011, 16. Aufl. (Walter Klier)
  • Kitzbüheler Alpen (Georg Bleier und Kurt Kettner, 1984)
  • Loferer und Leoganger Steinberge (Nikolaus Stockklauser und Adi Stocker, 1991)
  • Lienzer Dolomiten (Hubert Peterka und Willi End, 1984)
  • Rieserfernergruppe (Werner Beikircher, 1983)
  • Rofangebirge (Rudolf Röder, Ernst Schmid und Rudger v. Werden, 1983)
  • Schobergruppe (Walter Mair, 1979)
  • Tannheimer Berge (Marcus Lutz, 1992)
  • Wetterstein, München 1996, 4. Aufl. (Stefan Beulke)

SAC Clubführer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alpinführer (bzw. Clubführer) des Schweizer Alpen-Club (SAC) sind das Pendant der AV-Führer für das Gebiet der Schweizer Westalpen. Die SAC-Führer beschreiben ebenfalls alle Gipfel, Wege und Anstiegsrouten eines Gebietes. Ähnlich zu den Alpenvereinsführern sind auch hiervon regelmäßig mehrere Bände vergriffen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Geschichte des Verlags
  2. Rother Alpenvereinsführer jetzt online. Deutsche Alpenverein, 9. Dezember 2021, abgerufen am 19. Januar 2022.