Alrosa Airlines

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Alrosa Airlines
Boeing 737-800 der Alrosa Airlines auf dem Flughafen Tallin
IATA-Code: 6R
ICAO-Code: DRU
Rufzeichen: MIRNY
Gründung: 1992
Sitz: Flughafen Mirny, RusslandRussland Russland
Heimatflughafen:

Flughafen Mirny
Flughafen Moskau-Domodedowo[1]

Unternehmensform: Nichtöffentliche Aktiengesellschaft
Leitung: Andrej Gulow[2]
Fluggastaufkommen: 346.366 (2015)[3]
Frachtaufkommen: 10.029 t (2015)[4]
Flottenstärke: 33 (inkl. Hubschrauber)
Ziele: national und international
Website: www.alrosa.aero

Alrosa Airlines (russisch АО Авиакомпания АЛРОСА) ist eine russische Fluggesellschaft mit Sitz am Flughafen Mirny in der Republik Sacha. Sie wurde 1992 als Alrosa Mirny Air Enterprise gegründet. Im Rahmen einer Umstrukturierung Anfang 2013, in der die technische Wartung am Boden und der Betrieb mehrerer kleinerer Flughäfen im Nordosten Russlands vom Fluggeschäft getrennt wurde, erhielt die Fluggesellschaft ihren heutigen Namen. Die Airline ist ein Tochterunternehmen des Bergbauunternehmens ALROSA mit Sitz in Mirny.

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Transportflugzeug Iljuschin Il-76 in alter Lackierung
Ehemalige Boeing 737-700 der Fluglinie

Mit Stand Juli 2016 besteht die Flotte der Alrosa Airlines aus 14 Flugzeugen und 19 Hubschraubern: [5] [6]

Flugzeuge

Hubschrauber

  • 01 Mil Mi-26T (Transporthubschrauber)
  • 18 Mil Mi-8 (verschiedene Ausführungen: 15 Mi-8T, 1 Mi-8MTB-1, 1 Mi-171)

Außerdem unterschrieb die Fluggesellschaft im September 2014 mit Yakutia Airlines eine Leasingvereinbarung für ein Flugzeug vom Typ Bombardier Dash 8Q-400 über die Laufzeit von einem Jahr. [7] Aktuell führt Alrosa Airlines das Flugzeug weiterhin in seiner Flotte. (Stand Juli 2016)[8]

Im August 2013 wurde bekannt, dass die Lufthansa Technik die Komponentenversorgung der neuen Flotte des Typs Boeing 737NG übernehmen wird.[9]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 7. September 2010 musste eine Tu-154 (Kennzeichen: RA-85684) der Fluglinie nach schwerem technischen Defekt auf dem verlassenen Militärflugplatz Ischma in der Republik Komi in Russland notlanden. Zuvor war in 10.000 Metern Höhe die komplette Bordelektronik ausgefallen. Außerdem funktionierten die Bremsklappen nicht, so dass das Flugzeug mit zu großer Geschwindigkeit auf der mit 1.200 Metern zu kurzen Landebahn landen musste. Die Maschine raste 200 Meter über die Landebahn hinaus. Alle 72 Passagiere an Bord und 9 Besatzungsmitglieder überlebten die Landung unverletzt.[10] Die beiden Piloten Andrei Lamanow und Jewgeni Nowosselow wurden am 16. November 2010 mit dem Ehrentitel Held der Russischen Föderation ausgezeichnet.[11] Die Maschine wurde wieder auf die Start- und Landebahn gezogen und startete am 24. März 2011 nach kleineren Instandsetzungsarbeiten in Richtung Uchta. Der Start fand auf der mit Schnee und Eis bedeckten 1200 Meter langen Piste statt. Nach nur 800 Metern hob die Maschine, von zwei Testpiloten geflogen, sicher ab. Nach einer größeren technischen Durchsicht vollzieht die Maschine wieder zuverlässig ihren Dienst.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website der Alrosa Airlines; Über uns. Alrosa Airlines, abgerufen am 10. Juli 2016 (russisch).
  2. Portrait der Fluggesellschaft auf der Konzernseite von ALROSA. ALROSA, abgerufen am 10. Juli 2016 (russisch).
  3. Fluggastaufkommen russischer Fluggesellschaften in den Jahren 2014 und 2015. Russische Luftfahrtagentur, 1. Januar 2016, abgerufen am 4. Juli 2016 (russisch).
  4. Frachtaufkommen russischer Fluggesellschaften in den Jahren 2014 und 2015. Russische Luftfahrtagentur, 1. Januar 2016, abgerufen am 4. Juli 2016 (russisch).
  5. Flotte der Alrosa Airlines auf der eigenen Website. Alrosa Ailines, abgerufen am 4. Juli 2016 (russisch).
  6. Zertifikateregister russischer Fluglinien. Russische Luftfahrtagentur, abgerufen am 4. Juli 2016 (russisch).
  7. Alrosa Airlines least eine Q400 bei Yakutia Airlines. ato.ru, 30. Oktober 2014, abgerufen am 4. Juli 2016 (russisch).
  8. Flotte der Alrosa Airlines auf der eigenen Website. Alrosa Ailines, abgerufen am 4. Juli 2016 (russisch).
  9. Boeing 737 Komponentenversorgung für Alrosa Airlines. Lufthansa Technik, 30. August 2013, abgerufen am 10. Juli 2016 (deutsch).
  10. Passagierflugzeug muss in Russland notlanden. Spiegel online, 8. September 2010, abgerufen am 10. Juli 2016.
  11. Ceremony of presenting state decorations to Tu-154 crew. Russische Präsidialverwaltung, 16. November 2010, abgerufen am 10. Juli 2016 (englisch).