Alsbach-Hähnlein

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Alsbach-Hähnlein
Alsbach-Hähnlein
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Alsbach-Hähnlein hervorgehoben
Koordinaten: 49° 44′ N, 8° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Darmstadt-Dieburg
Höhe: 92 m ü. NHN
Fläche: 15,78 km2
Einwohner: 9235 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 585 Einwohner je km2
Postleitzahl: 64665
Vorwahl: 06257
Kfz-Kennzeichen: DA, DI
Gemeindeschlüssel: 06 4 32 001
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bickenbacher Straße 6
64665 Alsbach-Hähnlein
Webpräsenz: alsbach-haehnlein.de
Bürgermeister: Georg Rausch
Lage der Gemeinde Alsbach-Hähnlein im Landkreis Darmstadt-Dieburg
ErzhausenWeiterstadtGriesheimPfungstadtBickenbach (Bergstraße)Alsbach-HähnleinSeeheim-JugenheimModautalMühltalOber-RamstadtMesselEppertshausenMünster (Hessen)DieburgRoßdorf (bei Darmstadt)FischbachtalGroß-BieberauReinheimGroß-ZimmernOtzbergGroß-UmstadtSchaafheimBabenhausen (Hessen)DarmstadtBayernOdenwaldkreisKreis BergstraßeKreis Groß-GerauLandkreis OffenbachKarte
Über dieses Bild
Schloss Alsbach und Alsbach-Hähnlein vom Melibokus aus gesehen

Alsbach-Hähnlein ist eine Gemeinde im südhessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg an der Bergstraße.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alsbach-Hähnlein grenzt im Norden an die Gemeinde Bickenbach, im Osten an die Gemeinde Seeheim-Jugenheim, im Süden an die Städte Bensheim und Zwingenberg (beide Kreis Bergstraße) sowie im Westen an die Stadt Gernsheim (Kreis Groß-Gerau).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alsbach-Hähnlein besteht aus den Ortsteilen Alsbach (Sitz der Gemeindeverwaltung), Hähnlein und Sandwiese.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alsbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Alsbach (Bergstraße)

Alsbach wurde 779 erstmals als Altdorfesbach erwähnt. Im Jahre 1240 wurde das Schloss Alsbach von den Herren von Bickenbach als Burg Bickenbach errichtet. Seit 1846 verfügte der Ort über einen Bahnanschluss an der Main-Neckar-Eisenbahn, mit dem Bahnhof Hähnlein-Alsbach.

Hähnlein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hähnlein wurde das erste Mal 1333 im Lorscher Codex unter dem Namen Hennechen urkundlich erwähnt. Der Name hat jedoch nichts mit einem Hahn zu tun. Schreibweisen wie Hainlin (1578) zeigen, dass der Name von Hagen abstammt, also einer Siedlung im Wald.[2] Den Kern der späteren Dorfsiedlung bildete der Hainer Hof, das spätere Rettungshaus und die heutige Bürgermeisterei.

Sandwiese[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Sandwiese

Sandwiese wurde 1949 auf einer Sanddüne westlich von Alsbach rund um den Bahnhof Hähnlein-Alsbach gegründet.

Alsbach-Hähnlein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde entstand im Rahmen der Gebietsreform in Hessen am 1. Januar 1977 durch den Zusammenschluss per Gesetz der beiden bis dahin selbständigen Gemeinden Alsbach und Hähnlein unter dem Namen Alsbach.[3] Am 1. Januar 1978 wurde diese Gemeinde in Alsbach-Hähnlein umbenannt.[4] Ortsbezirke wurden in der Gemeinde nicht gebildet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1976: Bei den Kommunalwahlen 1977 wurden, mit dem Stand Juni 1976, 6168 Einwohner zugrundegelegt.[5]
  • 2005: 9301 Einwohner[6]
  • 2000: 9200 Einwohner nach dem Hessischen Gemeindelexikon[7]
  • 2010: Das Hessisches Statistisches Landesamt meldete für den 30. Juni 2010: 9246 Einwohner.[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[9] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[10][11]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
    
Insgesamt 31 Sitze
  • SPD: 7
  • IUHAS: 7
  • CDU: 10
  • FW: 7
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 33,5 10 29,3 9 29,9 9 22,4 7
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 22,9 7 25,6 8 29,2 9 33,8 10
FW Freie Wähler Alsbach-Hähnlein 23,0 7 11,4 4 20,9 7 25,5 8
IUHAS Initiative Umweltschutz Hähnlein Alsbach Sandwiese 20,6 7 33,7 10 20,1 6 18,4 6
gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 49,5 50,8 44,6 55,7

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg Rausch, aktueller Bürgermeister von Alsbach-Hähnlein

Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:

Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2007
(1)
Georg Rausch IUHAS 53,9
Jürgen Götz SPD 46,1
Wahlbeteiligung in % 45,4
2007 Georg Rausch IUHAS 21,9
Sebastian Roth FW 4,0
Jürgen Götz SPD 26,0
Sebastian Bubenzer CDU 15,7
Werner Schneider 18,6
Reinhard Meyer 7,4
Karl Gerd Zimmermann 6,4
Wahlbeteiligung in % 58,0
Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2007
(1)(2)
Georg Rausch IUHAS 52,2
Jürgen Götz SPD 47,8
Wahlbeteiligung in % 49,8
2007 Georg Rausch IUHAS 19,2
Sebastian Roth FW 4,5
Jürgen Götz SPD 26,1
Sebastian Bubenzer CDU 16,3
Werner Schneider 19,2
Reinhard Meyer 7,8
Karl Gerd Zimmermann 7,0
Wahlbeteiligung in % 58,7
Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2001 Reinhard Wennrich BfW 75,1
Christel Fleischmann IUHAS 24,9
Wahlbeteiligung in % 55,6
1995 Reinhard Wennrich BfW 66,1
Rainer Maurer SPD 16,3
Christian Fleischmann IUHAS 17,6
Wahlbeteiligung in % 70,5

(1) Stichwahl
(2) ungültige Wahl aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei der Briefwahl

Das Rathaus in Alsbach

Bei der vorletzten Wahl am 1. Juli 2007 gewann Georg Rausch (IUHAS) mit 53,9 % gegen Jürgen Götz (SPD), der 46,1 % erreichte, die Stichwahl. Vorher waren sieben Kandidaten angetreten, davon vier von Parteien nominierte und drei unabhängige Kandidaten. Die Wahlbeteiligung lag bei 45,4 %.

Bei der letzten Wahl am 24. Februar 2013 gewann Georg Rausch (IUHAS) erneut, diesmal mit genau 60 % der Stimmen. Herausforderer Sebastian Bubenzer erreichte genau 40 % der Stimmen.[12]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Alsbach-Hähnlein
Blasonierung: „In Blau silberner Schräglinksbalken, oben begleitet von einer silbernen Linie zwischen zwei silbernen Sternen, unten von einem silbernen Hahn.“[13]

Das Wappen verbindet die Wappen der Ortsteile Alsbach (Lilie und Sterne) und Hähnlein (Hahn).
Es wurde 1977 von der hessischen regierung genehmigt.

Neben dem Wappen existiert seit 2009 ein neues Logo der Gemeinde. Darauf findet sich erstmals der Ortsteil Sandwiese wieder. Mit der Aufschrift "Gemeinde im Dreiklang" wird eine versöhnliche Botschaft vermittelt.

Eine offizielle Flagge führt die Gemeinde nicht. Es gibt jedoch eine nichtamtliche Flagge, die auf rot-weiß-rotem Flaggentuch das Gemeindewappen zeigt.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alsbach-Hähnlein unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Diósd in Ungarn seit 1989 und zu Crinitzberg in Sachsen seit 1991.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Alsbach-Hähnlein

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bushaltestelle Hähnlein-Alsbach Bahnhof, an der Busse der Linien K50 und 8N halten
Der Alsbach-Hähnleiner Bahnhof auf der Main-Neckar-Eisenbahn

Die Gemeinde Alsbach-Hähnlein verfügt über ein gutes ÖPNV-Netz:

  • Straßenbahnlinie 6: Arheilgen – Darmstadt-Innenstadt – Eberstadt – Seeheim – Jugenheim – Alsbach (Mo–Fr zwischen 6 und 19 Uhr)
  • Straßenbahnlinie 8: Arheilgen – Darmstadt-Innenstadt – Eberstadt – Seeheim – Jugenheim – Alsbach (in der Nebenverkehrszeit und am Wochenende)
  • Buslinie 669: (Bickenbach) – Alsbach – Zwingenberg – Bensheim – Heppenheim
  • Buslinie K51: Bickenbach – Alsbach – Hähnlein
  • Buslinie 8N: Darmstadt – Eberstadt – Malchen – Seeheim – Jugenheim – Bickenbach – Alsbach – Hähnlein (nur im Spätverkehr, Ersatz für Straßenbahnlinie 8)

Der Haltepunkt Hähnlein (heute: Hähnlein-Alsbach) an der Main-Neckar-Eisenbahn ging zum 1. Februar 1907 in Betrieb.[16] Er liegt bei Sandwiese. Hier halten RB-Züge der RMV-Linie 60 nach Darmstadt und Frankfurt sowie Mannheim/Heidelberg. Bis 1961 verfügte Alsbach über einen weiteren Haltepunkt an der heute abgebauten Bahnstrecke Bickenbach–Seeheim.

Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alsbach-Hähnlein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2016 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hähnlein, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 21. September 2012). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 11. März 2013.
  3. Der Hessische Minister des Inneren: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg und der Stadt Darmstadt (GVBl. II Nr. 330–334) vom 26. Juli 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 22, S. 318 ff., § 6 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,5 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 382.
  5. Der Hessische Minister des Inneren: Kommunalwahlen 1977; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 15. Dezember 1976. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1976 Nr. 52, S. 2283, Punkt 1668 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 10,3 MB]).
  6. ZAHLEN DATEN FAKTEN. In: Internetauftritt der Gemeinde Alsbach-Hähnlein. Abgerufen am 14. Februar 2018.
  7. Gemeindedatenblatt: Alsbach-Hähnlein. In: Hessisches Gemeindelexikon. HA Hessen Agentur GmbH; (PDF; 222 kB).
  8. Die Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 30. Juni 2010. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 11, archiviert vom Original am 7. Februar 2018; abgerufen am 7. Februar 2018 (PDF; 552 kB).
  9. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  10. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  11. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  12. Morgenweb: Amtsinhaber Rausch bleibt Bürgermeister, abgerufen am 24. Februar 2013
  13. Alsbach-Hähnlein, Wappen In: Archivinformationssystem Hessen (Arcinsys Hessen).
  14. Darmstädter Echo, Mittwoch, 2. September 2015, S. 18
  15. Darmstädter Echo, Freitag, 4. Dezember 2015, S. 20
  16. Eisenbahn-Directionsbezirk Mainz (Hg.): Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 26. Januar 1907, Nr. 5. Bekanntmachung Nr. 32, S. 49.